Vorrang für rasche Arbeitsmarktintegration von Vertriebenen aus der Ukraine

WKOÖ unterstützt Schulterschluss der Sozialpartner auf Bundesebene
„Wir begrüßen den Schulterschluss der österreichischen Sozialpartner mit dem Ziel, ukrainische Flüchtlinge umfassend zu unterstützen und ihnen vor allem einen raschen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, betont WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer und verweist einmal mehr auf die entstehende Win-win-Situation für Flüchtlinge einerseits und Betriebe andererseits.

Nach Auffassung der österreichischen Sozialpartner sollen die in Österreich ankommenden Vertriebenen so auf unser Bundesland verteilt werden, dass eine Beschäftigungsaufnahme überall dort erfolgen kann, wo Unternehmen konkret nach Arbeitskräften suchen. In diesem Zusammenhang ist auch die Grundversorgung im Hinblick auf eine Jobaufnahme weiterzuentwickeln bzw. sollte vor allem rechtzeitig eine „Bleibe-Perspektive“ angedacht werden. Denn eine rasche Rückkehr der Menschen in ihre Heimat wird vielfach aus bekannten Gründen unrealistisch sein bzw. investieren Betriebe in der Regel nur dann in Ausbildungsmaßnahmen, wenn die eingestellten Ukrainerinnen und Ukrainer längerfristig in Österreich und damit in Unternehmen bleiben können. Das gilt insbesondere auch für ukrainische Jugendliche, die eine Lehre in einem österreichischen Unternehmen beginnen wollen. Ein geeignetes Instrument für diese Bestrebungen könnte die Rot-Weiß-Rot-Card sein, die dafür aber entsprechend weiterzuentwickeln ist.

Auch wenn die zentrale Drehscheibe für alle diesbezüglichen Aktivitäten sinnvollerweise das AMS sein muss, wird die WKO Oberösterreich alle Bemühungen und Aktivitäten, ukrainischen Flüchtlingen einen raschen Arbeitsmarktzugang zu ermöglichen, durch Vorarbeiten und Maßnahmenvorschläge aktiv unterstützen. „Wir haben hier die Ärmel schon längst hochgekrempelt und können – etwa bei der Vermittlung von Deutschkenntnissen oder der Gestaltung des Matchingprozesses durch regionale Jobbörsen und Jobmessen – viel dazu beitragen, dass die arbeitsmarktpolitische Integration bestmöglich gelingt“, signalisiert Präsidentin Hummer eine aktive und engagierte Rolle der WKOÖ. Sie ist zuversichtlich, dass es durch ein konstruktives Zusammenwirken aller Kräfte in Oberösterreich rasch zu Arbeitsaufnahmen kommt, die den Betroffenen wie den Unternehmen gleichermaßen nützen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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