Welterschöpfungstag: ÖBB setzen voll auf Sonne

Der Welterschöpfungstag markiert jenen Wendepunkt im Jahr, ab dem wir mehr konsumieren, als die Natur selbst erneuern kann. Ab heute leben wir also in Österreich für den Rest des Jahres auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder. Die ÖBB verfolgen eine umfassende Klimaschutzstrategie, die das Ziel hat, die Ressourcen der Erde zu schonen und den ökologischen Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren.

Die Sonne ist hierfür eine zuverlässige und nachhaltige Quelle für Wärme und elektrischen Strom – auch bei den ÖBB. Um die Eigenproduktion von erneuerbarer Energie zu steigern, setzt die ÖBB Infrastruktur den Ausbau der Photovoltaikanlagen konsequent fort. Allein von 2020 auf 2021 konnte die Jahresstromproduktion im Solarenergiebereich von 2.945 Megawattstunden auf 10.045 Megawattstunden mehr als verdreifacht werden. Für grünen Strom aus Sonnenenergie sorgen nun insgesamt 45 Photovoltaikanlagen auf Betriebsanlagen und Freiflächen – und das nachhaltig. Bis Ende 2022 sind derzeit 32 neue Anlagen in Prüfung oder bereits in Planung.

Grüne Pionierarbeit
Seit mehr als 130 Jahren setzt die Bahn auf saubere und umweltfreundliche Energie. Sie ist somit ein absoluter Vorreiter in Sachen Elektromobilität: 95% der Schienenverkehrsleistungen werden bereits elektrisch erbracht – ein Drittel des benötigten Stroms wird dabei selbst produziert.

Seit 2015 sorgen neben den Wasserkraftwerken auch Solaranlagen für 100 % grünen Strom im System Bahn. 2021 setzt die ÖBB ihre Solaroffensive fort und errichtet 20 weitere Photovoltaikanlagen in ganz Österreich. Mit derzeit insgesamt 45 Anlagen können so jährlich bereits rund 10.045 Megawattstunden Strom aus Sonnenkraft produziert werden. „Wenn die Sonne scheint, freuen wir uns alle. Wir bei den ÖBB noch dazu doppelt: Denn mit unseren 45 Photovoltaik-Anlagen produzieren wir damit grünen Strom für unseren Bahnbetrieb. Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie ist für uns ein wichtiger Hebel im Kampf gegen die Klimakrise. Und natürlich macht es uns unabhängig von fossilen Energien. Mit der Photovoltaik-Offensive steigern wir nicht nur die Eigenerzeugung von grünem Strom für unsere Anlagen und unser Streckennetz, wir schaffen auch nachhaltige Werte für die Zukunft. Das stärkt unsere Position als eines der wichtigsten Klimaschutzunternehmen Österreichs“, betont ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä.

Aus Sonnenkraft wird Zugkraft
Bereits im Jahr 2015 wurde das weltweit erste Bahnstrom-Solarkraftwerk in niederösterreichischen Wilfleinsdorf in Betrieb genommen. Letztes Jahr folgten zwei weitere Freiflächenanlagen und eine Auf-Dach-Anlage im gleichen Bundesland. 900 Züge können so zwischen Wien und Salzburg mit 100 % eigens produziertem grünem Bahnstrom aus erneuerbarer solarer Energie fahren. Hinzu kamen auch 17 Auf-Dach-Anlagen mit 7.256 Solarmodulen, die nachhaltig 50-Hertz-Drehstrom für die Gebäude und Betriebsanlagen der ÖBB produzieren – das entspricht dem Jahresstrombedarf von rund 650 Haushalten. Damit wurden wichtige Meilensteine für den Ausbau der CO2-neutralen Stromerzeugung gelegt.

Der an allen Standorten erzeugte Grünstrom wird direkt vor Ort für den Eigenbedarf der Anlagen oder das Streckennetz genutzt. Bei einer Stromerzeugung von insgesamt 10.045 Megawattstunden entspricht das umgerechnet dem Jahresstrombedarf von rund 2.640 Durchschnittshaushalten.

Schritt für Schritt zum CO2-neutralen Mobilitätssektor
Jede Anlage trägt dazu bei, die umweltfreundliche Eigenproduktion von grünem Strom für den Bahnbetrieb zu steigern und damit dem Ziel des CO2-neutralen Mobilitätssektor bis 2030 ein Stück näher zu kommen. Die nächsten Photovoltaikanlagen befinden sich bereits in den Startlöchern: in St Pölten errichten die ÖBB eine Auf-Dach-Anlage am Parkdeck. Sie soll noch im März in Betrieb gehen und den Bahnhof mit Solarenergie nachhaltig und umweltfreundlich versorgen. Darüber hinaus ist geplant, weitere Photovoltaikanlagen und ein Windkraftrad für 16,7 Hertz Bahnstrom in der Nähe von Bahntrassen zu errichten. Denn durch die Einspeisung in die Oberleitung wird der Strom direkt dort verbraucht, wo er erzeugt wird – mit minimalen Energieübertragungsverlusten.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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