Über 11 Millionen Euro für Salzburgs Güterwege

Änderung des FELS-Gesetz / Fahrbahn- und Brückensanierungen / Bezirksüberblick

Salzburger Landeskorrespondenz, 04. April 2022

(LK)  Ohne Brücken, Straßen und Wege herrscht in Salzburgs Bezirken Stillstand. 11,3 Millionen Euro werden heuer vom Fonds zur Erhaltung des ländlichen Straßennetzes (FELS) in die Hand genommen, um Sanierungen und Neubauten durchzuführen. „Das sind um 1,3 Millionen mehr als letztes Jahr. Diese Budgeterhöhung ist notwendig, da die allgemeinen Preissteigerungen sich auch bei den Baumaterialen durchschlagen. Die Kosten für Stahl und Verzinken haben sich verdoppelt, Bitumen ist fast um 50 Prozent teurer geworden“, sagt Landesrat Josef Schwaiger, Vorsitzender der FELS-Kommission.

Zu Jahresanfang wurde auch das FELS-Gesetz in einem wesentlichen Punkt novelliert. Geändert wurde, dass eine Straße dem ländlichen Straßennetz ab 30 bewohnte Bauten anstatt wie bisher 25 zugeordnet wird. „Durch die Erhöhung der Häusergrenze erreichen wir, dass die Wegerhalter weiterhin finanziell unterstützt werden können. Im Sinne der Raumordnungsbestimmungen wird dadurch eine Erweiterung im geschlossenen Siedlungsbereich ermöglicht und wir schaffen eine sparsame Nutzung von Bauland, Wohnraum und Infrastruktur“, so Landesrat Josef Schwaiger.

Sanierte Straßen und Wege im Bundesland

„Mit den umfangreichen Sanierungen halten wir das ländliche Wegenetz laufend in Schuss. Das ist von zentraler Bedeutung für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und bäuerliche Vorankommen in unseren Regionen“, sagt Schwaiger. Insgesamt werden heuer 1.139 Kilometer ländliche Straßen saniert, davon 1.094 Kilometer mit Asphaltauflage und 45 Kilometer Schotterwege, die meisten davon im Pongau. Hier der Überblick über die Bezirke:

  • Flachgau: 280 Kilometer Asphalt und 6 Kilometer Schotter
  • Tennengau: 252 Kilometer Asphalt
  • Pongau: 257 Kilometer Asphalt und 21 Kilometer Schotter
  • Pinzgau: 241 Kilometer Asphalt und 14 Kilometer Schotter
  • Lungau: 64 Kilometer Asphalt und 4 Kilometer Schotter

13 neue Bauprojekte und 200 Sanierungen

2022 werden rund 200 Einzelsanierungen, in etwa gleich viele wie letztes Jahr, durchgeführt. Dazu gehören Entwässerungen, Sicherheitseinrichtungen, Stützbauwerke, Verschleißdecken, Viehsperren, Bankette und vieles mehr. 13 Projekte sollen dieses Jahr neu gestartet werden: der Kleinnagler Güter- und Privatweg in St. Johann, Proneben in Mühlbach, Wolfaustraße in Hüttschlag, Eschenau West in Taxenbach, Seidlwinkl in Rauris, Flurnsbachstraße in Berndorf, Schmieding-Schoosleiten-Waidach in Thalgau, Wiesenbauerstraße in Elixhausen, Konwald in Altenmarkt, Kirchgass in Filzmoos und Reichensberg-Pölsen in Uttendorf.

40 Brücken rundum erneuert

Bei Brücken im Bundesland sind rund 40 Sanierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Erneuerung von Geländern oder Tragwerkserneuerungen, geplant. Acht größere Brückenerneuerungen starten bei der Obertraxlstraße-Reindlmühlstraße in Hallwang, am Mandlitzberg in Uttendorf, am Putzengraben in Goldegg, an der Stollriedl Brück II in Eben, am Feichtingerweg in St. Michael, an der Gaissstädtstraße in Fusch, am Lammerweg I bei der Brücke III in Abtenau oder an der Gsengstraße in Rußbach.

©Land Salzburg / Franz Neumayr
Güterwegprojekt Obersonnberg/Jufen in Maria Alm LR Josef Schwaiger bei einem Schlagloch Foto

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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