Checkpoint.Eco – Energiesparen per Mausclick

Angesichts der aktuellen Entwicklungen der Strom- Gas- und Ölpreise und der damit
einhergehenden Teuerung bei Baustoffen rücken Nachhaltigkeit und sparsamer
Ressourceneinsatz noch mehr in den Fokus des täglichen Lebens. Besonders Strom ist
massiv teurer geworden. Das Auslaufen der Preisgarantien unserer heimischen
Energieversorger wird die Stromkosten für private Haushalte weiter in die Höhe treiben.
Die E-Control rechnet damit, dass es bei einem Haushalt mit einem Energiebedarf von
3.000 kWh/Jahr zu Mehrkosten von mindestens 400 Euro pro Jahr kommen wird.
Vorwiegend handelt es sich bei den genannten Preissteigerungen um Probleme, die nicht
in Oberösterreich entstanden sind. Sie sind global zu betrachten und auch nur auf
überregionaler Ebene zu lösen.


Eine der zentralen Fragen ist also, wie man die individuellen Energiekosten in den Griff
bekommt. Die wirklich einzig zukunftsweisende Vorgangsweise ist die Optimierung des
Energieverbrauches, um möglichst wenig von Entwicklungen auf internationaler Ebene
abhängig zu sein. Die eigenen vier Wände bieten hier eine breite Palette an
Möglichkeiten, derer man sich aber möglicherweise nicht immer bewusst ist.
„Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreich können die Energiepreise nicht
beeinflussen. Hier wäre die Bundesregierung gefordert, endlich an den richtigen
Stellschrauben zu drehen und eine echte Entlastung für Klein- und Mittelverdiener
auf den Weg zu bringen. Was aber jeder tun kann, ist durch Wissensaufbau und
Sanierung die individuellen Energiekosten zu senken. Oberösterreich geht hier seit
Jahren den Richtigen weg. Wir sind seit Jahren bundesweiter Spitzenreiter bei der
Sanierungsquote. Um diesen Weg erfolgreich fortzusetzen, forciert die
Wohnbauförderung die energieeffiziente und umweltgerechte Errichtung und
Sanierung von Wohnungen und Eigenheimen. Das bedeutet weniger Heizkosten
für Mieterinnen und Mieter sowie Eigentümerinnen und Eigentümer und rund 11
Millionen Kilogramm weniger Belastung durch CO2 für die Umwelt pro Jahr.
Zusätzlich senkt sich dadurch auch der Energiebedarf, was angesichts der
derzeitigen Preissituation bei Strom und Gas auch zu einem erheblichen
Einsparungspotential führt“, betont Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner.
„Vor rund 30 Jahren haben wir den Energieausweis für Gebäude entwickelt, um ein
Maß für den Energieverbrauch zu haben. Damals, es waren gerade die 60er Jahre
vorbei, war der Wert bei ca. 230 KWh pro Quadratmeter und Jahr. Heute haben wirim Neubau 10 bis 30, im Bereich Sanierung 40 bis 60. Das zeigt das unglaublich
große Einsparpotential an Energie und es heißt nicht auf etwas zu verzichten,
sondern man gewinnt durch den Einsatz neuer Technologien ein hohes Maß an
Lebens- und Wohnkomfort. Oft kann man aber auch durch „Gewusst wie“ sehr viel
einsparen“, unterstreicht Ing. Wolfgang Neumann.


„Oberösterreichs Gemeinden sind seit Jahren sehr darum bemüht, Raumwärme zu
sparen und durch erneuerbare Energiequellen zu erzeugen, den Energiebedarf zu
optimieren und Strom mittels Photovoltaik von den Dächern zu holen. Viele
innovative Projekte sind Zeuge für das Engagement der Gemeinden. Deutlich mehr
als drei Viertel der Gemeinden arbeiten entweder in Energie- und
Klimamodellregionen zusammen, sind Energiespargemeinden und setzen sich für
unser Klima ein. Sie schaffen damit das nötige Bewusstsein bei der Bevölkerung.
Gerade durch die aktuellen weltpolitischen Ereignisse wird die Frage der
Versorgungssicherheit, neben der Leistbarkeit, zur Schlüsselfrage. Checkpoint-
Eco hilft den Menschen bei der Untersuchung des eigenen Wohnbereichs und zeigt
auf, wo oft mit wenigen Mittel Energie eingespart werden kann. Die Stabilität der
Versorgung wird nur gelingen, wenn sowohl der Wärmebedarf bei den Gebäuden
reduziert wird und ebenso Investitionen in erneuerbare Energien vorangetrieben
werden“, beschreibt Präsident Hingsamer den Ansatz der Gemeinden.
Der Energie-Pionier Wolfgang Neumann – Gründer des Energy Globe und Vater der
Energiesparmesse – hat dazu ein neues und weltweit einzigartiges Tool an den Start
gebracht. Partner sind dabei das Land OÖ, die Wirtschaftskammer, der OÖ
Gemeindebund und Raiffeisen Oberösterreich.


Das online-Tool „Checkpoint.Eco“ ist ein interaktiver Beratungscheck, der kostenlos und
einfach zeigt, wie jede/r Interessent/in seinen/ihren Energieverbrauch im Schnitt um 50%
reduzieren kann und welche Maßnahmen zum Ziel führen. Checkpoint Eco umfasst eine
Sanierungscheck für Einfamilienhäuser und Wohnungen, sowie eine Planungs-Check für
den Neubau. User können ihr Haus virtuell nachbauen bzw. planen und sehen direkt die
Möglichkeiten und die Auswirkungen gesetzter Sanierungsmaßnahmen auf den
Energieverbrauch. Zusätzlich erfährt der User nach der virtuellen Sanierung, was eshierfür an Förderungen gibt. Auf Wunsch wird man zum Handwerker aus der Region
vermittelt und bekommt auf Basis der eingegebenen Daten einen Kostenvoranschlag.
„Vor rund zehn Jahren haben wir uns Gedanken gemacht, wie man unter Nutzung
der Neuen Medien eine zukunftsweisende 100% objektive Energieberatung ohne
Verkaufsinteresse anbieten kann. Daraus ist nun Checkpoint.eco entstanden, ein
weltweit einzigartiges Beratungsportal, welches auf die jeweils individuelle
Situation eingeht und über die besten Möglichkeiten zu Energieeinsparungen
informiert. Geplant ist hier in einem 3 Jahresprogramm, Checks zu allen
Lebensbereichen anzubieten, mit denen dann quasi mein umfassender
Nachhaltigkeitsausweis aufzeigt, was am besten zu tun ist“, blickt Ing. Wolfgang
Neumann auf den Entstehungsprozess zurück.
„Die Notwendigkeit einer Energiewende wurde schon seit langer Zeit erkannt,
deshalb unterstützen Gemeinden gerne alle Bemühungen der Energieeinsparung.
Die Ziele der Reduktion des CO2-Ausstoßes, die Maßnahmen zur Eindämmung der
Klimaerwärmung und die Erhöhung des nationalen Selbstversorgungsgrades
durch Nutzung erneuerbarer Energiequellen sind umzusetzen. Damit steigt die
regionale Wertschöpfung durch verstärkte Nutzung der lokalen Ressourcen.
Gemeinden sind gerne bereit, notwendige Maßnahmen zur Erreichung der
Klimaziele zu begleiten und zu forcieren. Gemeinden binden die Bevölkerung bei
den notwendigen Entwicklungsschritten gerne ein, sie werden weiterhin selbst
aktiv zu sein und Informationskampagnen unterstützen“, betont Präsident
Hingsamer.


„Um zielgerichtet Sanieren und Planen zu können, bedarf es fundierter
Grundlagen. Eben diese liefert Checkpoint.Eco einfach und übersichtlich.
Sanierung ist nicht nur ökologisch und ökonomisch zielführend, sondern auch gut
für die heimische Wirtschaft. Durch Neubau und Sanierung werden in
Oberösterreich rund 26.000 Arbeitsplätze jährlich gesichert. Die Wertschöpfung
bleibt zum absolut überwiegenden Teil in unserem Bundesland. Jeder Euro, der im
Bereich der Wohnbauförderung seitens des Landes investiert wird, ist ein Gewinn
für Oberösterreich und seine Bewohnerinnen und Bewohner und kreative Ideen
sind hier immer gefragt“, so Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner
abschließend.
Die Plattform finden Sie unter: https://www.checkpoint.eco/

©Land OÖ/Denise Stinglmayr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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