Erfolgreicher Para-Ski Weltcup von 1. bis 3. April in St. Johann in Salzburg l Medaillenregen für den Gastgeberverein HSV Red Bull Salzburg

Von 01. bis 03. April kämpften rund 40 Athleten aus 6 Nationen im Para-Ski, einer Kombinationssportart aus Ski-Rennlauf und Fallschirm-Zielsprung, um Weltcup-Titel in St. Johann im Skigebiet Snow Space Salzburg. Neben den vielen internationalen Teams waren die Athleten des Gastgebervereins HSV Red Bull Salzburg die heißesten Anwärter auf die Titel im Einzel- und Teambewerb. Und sie enttäuschten nicht, zielsicher holten die Salzburger vier Mal Gold, zwei Mal Silber und einmal Bronze bei ihrem Heimweltcup. Zwei Goldene heimste dabei Lokalmatador Anton Gruber in der Herren- und der Masterswertung ein. Für zwei weitere Goldmedaillen (Damen und Junioren) zeigte sich Sophie Grill verantwortlich. Ihre Teamkollegin Magdalena Schenner sprang zu Silber in der Damenwertung. Bronze bei den Junioren ging mit Michael Urban ebenfalls an einen HSV Red Bull Salzburg Athleten. Im Teambewerb ergab das Silber für das Team HSV Red Bull l. Auch im Gesamtweltcup darf sich der HSV Red Bull Salzburg über zahlreiche Medaillen freuen.
Von 01. bis 03. April ging es im St. Johanner Alpendorf für die besten Athleten des österreichischen und internationalen Para-Ski Sports (eine Kombinationssportart aus Ski-Rennlauf und Fallschirm Zielsprung) um die heißbegehrten Weltcup-Gesamtsiege. Insgesamt wurde über die drei Tage 205-mal gesprungen, zudem hatten die rund 40 Athleten aus 6 Nationen zwei Durchgänge im Riesentorlauf zu absolvieren.
Für das österreichische Team, genauer gesagt jenes des Gastgebervereines HSV Red Bull Salzburg, wurde das „Heimspiel“ zu einem triumphalen Erfolg. Trotz der wetterbedingten Verschiebungen und Stand-by Zeiten, kamen sie gut sowohl mit der Piste, also auch den thermischen Bedingungen zurecht und konnten mit hervorragenden Leistungen in beiden Disziplinen aufzeigen. So fuhren und sprangen die Salzburger Athleten zielsicher auf die obersten Podeste und sicherten sich zahlreiche Medaillen bei ihrem Heimweltcup. Neben den Weltcup(gesamt)-Medaillen wurden an diesem Wochenende auch die Österreichischen Staatsmeistertitel und jene der ÖHSV Meisterschaft vergeben.
Triumphaler Saisonabschluss auf heimischem Boden
Nach den ersten am Freitag absolvierten Sprüngen und dem Skirennen am Samstagvormittag konnte der Bewerb dann erst am Sonntag fortgesetzt werden. Die Athleten des HSV Red Bull Salzburg konnten den Rückenwind der Vortage auch in den Finaltag zum Teil mitnehmen, hatten aber im packenden Finale teils mit den schwierigen thermischen Bedingungen zu kämpfen und mussten sich in den spannenden letzten Runden dann schlussendlich der starken deutschen Mannschaft geschlagen geben. 
Gold in der Junioren- sowie in der Damenwertung gab es für 22-jährige Sophie Grill, die mit hervorragenden Ski- aber auch Sprungleistungen verdient die Siege holte. Damit ging auch der Weltcup-Gesamtsieg in der Damen-, sowie der Juniorenwertung an die junge Sportlerin. „Ich bin natürlich unglaublich happy, dass es so gut funktioniert hat. Meine erste Para-Ski Saison und dann auch gleich der Gesamtweltcup-Sieg, damit hätte ich nie gerechnet“, zeigt sich Sophie Grill überglücklich über ihre erste erfolgreiche Saison im Para-Ski.
Silber bei den Damen ging an ihre Teamkollegin Magdalena Schenner, die sich somit auch Platz Zwei vor der Schweizerin Erika Franz in der Gesamtweltcup-Wertung sicherte. In der Juniorenwertung folgten ihre Teamkollegen Michael Urban und Joachim Knauss auf Platz Drei und Vier. Für Michael Urban heiß dieses Ergebnis auch gleichzeitig Silber im Junioren-Gesamtweltcup.
Lokalmatador Anton Gruber aus St. Johann konnte im packenden Finale und dank Top-Sprung-Leistungen, vor allem in den letzten beiden Runden, verdient Gold sowohl bei den Männern als auch in der Masterswertung holen. Damit geht auch der Weltcup-Gesamtsieg in der Herren- sowie die Bronzemedaille in der Masterswertung an den St. Johanner „Das ist für mich natürlich das Allerschönste, dass ich hier in meiner Heimat das abrufen konnte, was ich draufhabe. Man legt sich ja doch noch mal mehr Druck auf, was wirklich nicht einfach ist. Und daheim vor Familie, Freunden und Sprungkollegen zu gewinnen ist doch noch einmal etwas ganz Besonderes“, freut sich Anton Gruber über seine Siege.
Mit Silber in der Teamwertung musste sich das Team HSV Red Bull Salzburg l (Sophie Grill, Magdalena Schenner, Manuel Sulzbacher und Anton Gruber) nur den starken Deutschen geschlagen geben. Damit mussten sie sich auch im Gesamtweltcup mit dem zweiten Platz hinter Deutschland einreihen. Platz Vier belegte das junge HSV Red Bull Salzburg Team ll (Michael Urban, Bernhard Voglmayr, Joachim Knauss und Christian Irausek), das sich hinter dem tschechischen Team einreihte. 

Trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse, die den Organisatoren einiges an Flexibilität abverlangten, freuen sich die Veranstalter über die überaus gelungene Abwicklung des Weltcupfinales. Dabei war es den Organisatoren, bestehend aus dem HSV Red Bull Salzburg, dem Skigebiet Snow Space Salzburg und dem Tourismusverband St. Johann in Salzburg, sowie dem WSV St. Johann und der Stadtgemeinde St. Johann in Salzburg ein großes Anliegen, ein Event auf die Beine zu stellen, das nicht nur mit sportlichen Highlights überzeugt, sondern diese wenig bekannte Sportart einem breiteren Publikum näher bringt.
Niemand hätte geglaubt, dass wir an diesem Wochenende mit diesen Wetterbedingungen einen Bewerb abschließen können, und jetzt sind wir einfach nur glücklich, dass wir überhaupt die komplette Veranstaltung mit sechs Sprungdurchgängen durchführen konnten“, zeigt sich Hans Huemer vom HSV Red Bull Salzburg äußerst zufrieden mit dem Weltcup-Stopp in St. Johann.
Die Disziplin PARA-SKI
Die Wettkampfdisziplin PARA-SKI setzt sich aus PARA (abgeleitet von „Parachute“) und dem alpinen Riesentorlauf (SKI) zusammen. Es gilt dabei in einem FIS reglementierten Ski Rennlauf, ausgetragen in zwei Durchgängen, so schnell als möglich, und in sechs Sprungdurchgängen so genau wie möglich zu sein. Gewertet wird beim Zielsprung in Strafpunkten, die je nach Entfernung zum 2cm großen Zielpunkt vergeben werden, dabei wird jeder Zentimeter Abweichung als Strafpunkt gewertet. Die Zeit im Riesentorlauf wird auch in Punkte umgerechnet, ausgehend von der Siegerzeit:  Der Sieger aus dem Riesentorlauf hat null Strafpunkte und die Zeit der dahinter liegenden wird so in Punkten umgewandelt, dass ca. 0,3 Sek einen Punkt. Somit 1 Sekunde  3 Punkte. Diese Punkte entsprechen im Zielspringen genau der Entfernung in Cm. (1cm = ein Punkt). Zusammen mit der Zeit im Rennlauf sind diese Punkte das Endergebnis.
Ihren Ursprung hat die Wettkampfsportart Para-Ski in der österreichischen Rettungsflugwacht. Dort wurden Piloten und Fallschirmspringer für Rettungseinsätze bei Bergunfällen, Lawinen und Hochwasserkatastrophen geschult. Bei winterlichen Such- und Bergeaktionen im alpinen Gelände wurde Material aus Flächenflugzeugen abgeworfen und anschließend Rettungsmannschaften abgesetzt. Zielgenauigkeit mit dem Fallschirm und schifahrerisches Können waren Grundvoraussetzung für die Retter. Da die Rettungseinsätze jedoch relativ selten waren, entstanden neben den regelmäßigen Trainings bald auch länderübergreifende Freundschaftswettkämpfe, und somit eine Weltcupserie und ab 1987 auch eine offizielle Weltmeisterschaft der FAI (Welt Luftsportverband).

Titelbild: ©Para_Ski WC St. Johann

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV