Erste pensionierte Lehrkräfte zur Unterstützung ukrainischer Kinder in Oberösterreich angestellt

Der Krieg in der Ukraine dauert noch an und zahlreiche weitere Familien werden damit aus ihrem
Heimatland vertrieben. Viele finden Schutz und Frieden in Oberösterreich. Mehr als 400 Kinder
besuchen bereits eine Schule hier. Wie viele noch folgen werden, ist ungewiss.
In einem Brief baten LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred
Klampfer pensionierte Lehrkräfte um Mitarbeit. Mehr als 120 Personen haben sich gemeldet, die
ersten konnten jetzt angestellt werden.


„Wir bedanken uns bei allen pensionierten Lehrkräften, die sich hier engagieren und einen
wichtigen Beitrag leisten wollen, diesen Kindern und Jugendlichen Bildung zu ermöglichen. Wir
spüren einen unglaublichen Zusammenhalt und den Wunsch vieler, helfen zu wollen. Es ist uns
daher eine große Freude, dass die ersten pensionierten Pädagoginnen und Pädagogen bereits
angestellt werden konnten und somit in den Klassen tätig sind“, so Haberlander und Klampfer.
Der erste Schulstandort, an dem pensionierte Lehrkräfte angestellt wurden, ist die Mittelschule
Laakirchen. „Aktuell besuchen neun Kinder aus der Ukraine unsere Schule. Daher konnten wir für
diese Schülerinnen und Schüler eine eigene Deutschförderklasse ins Leben rufen. Diese wird jetzt von
den neu eingestellten Lehrkräften geführt. Ich bin aktiv auf unsere Kolleginnen und Kollegen im
Ruhestand zugegangen und war sehr positiv überrascht, dass mir sieben Damen und ein Herr spontan
zugesagt haben. Sie sind dank ihrer langjährigen Erfahrung eine großartige Unterstützung am
Standort, die ich unglaublich schätze“, so Direktorin Manuela Drack und freut sich: „Die neuen
Lehrerinnen sind eine Bereicherung für unsere Schule und entlasten uns in der anstrengenden Zeit
der Pandemie und des Lehrermangels enorm.“


Die Aufgaben der wieder angestellten Lehrkräfte sind vielseitig. Einerseits geht es um die direkte
Unterstützung und Begleitung der betroffenen Kinder und Jugendlichen, zum anderen natürlich aber
auch um eine Entlastung und Bestärkung der Kolleginnen und Kollegen.


„Vielen Dank an alle Lehrerinnen und Lehrern, die sich bereits gemeldet haben und die Schulen sowie
den vertriebenen Schülerinnen und Schülern ihre Unterstützung anbieten. Die erstenRückmeldungen aus den Schulen bekräftigen uns auf diesem Weg. Schulen sind für die meisten mehr
als ein Platz des Lernens. Die Vertriebenen finden dort Freunde, Anklang und einen wichtigen Ort des
Friedens“, so Haberlander und Klampfer abschließend, die sich über weitere Meldungen freuen
würden.

© Land OÖ/Stinglmayr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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