AK-Präsident Stangl: „Mit dem Bestellerprinzip bei Maklergebühren wird eine langjährige Forderung von uns umgesetzt“

Die Arbeiterkammer Oberösterreich begrüßt die geplante neue Regelung, dass Maklergebühren künftig grundsätzlich von der Vermieterin/vom Vermieter („Bestellerprinzip“) zu bezahlen sind. „Damit wird eine langjährige Forderung von uns umgesetzt“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.

Justizministerin Zadic kündigte auch an, dass Umgehungen durch den Gesetzestext ausgeschlossen werden sollen. „Aus Konsumentensicht ist es besonders wichtig, dass Schlupflöcher und Umgehungskonstruktionen von vornherein ausgeschlossen werden. Wir werden uns den Gesetzesentwurf auf jeden Fall genau ansehen.“, so Stangl. Allerdings ist klar, dass der aktuelle Vorstoß der Ministerin um Jahre zu spät kommt. Die Aufregung der Makler/-innen sei unverständlich, weil diese jahrelang von diesem System profitiert haben.

Für Präsident Stangl ist es ebenfalls wichtig, dass Kautionen mit zwei Monatsmieten begrenzt werden. Außerdem müsse die Wohnbeihilfe des Landes OÖ angesichts der aktuellen Teuerung rasch erhöht und der Bezieherkreis erweitert werden. „Dazu braucht es einen Wohnbonus für alle Menschen“, sagt Stangl, der zudem ein Ende von befristeten Mietverträgen fordert, weil diese Unsicherheit für die Betroffenen bedeuten und insgesamt die Mieten nach oben treiben. „Das Thema zeigt: Der beste Ansatz ist immer noch der Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus, der den Menschen sicheres und leistbares Wohnen bietet“, so Präsident Stangl.

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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