WOERLE und Pinzgau Milch fördern nachhaltige Landwirtschaft: Neues Projekt zur Senkung umweltschädlicher Emissionen

Nachhaltiges Denken und Handeln sind bei der Henndorfer Privatkäserei WOERLE ein zentraler Aspekt der Unternehmens-Philosophie. Auch bei der Pinzgau Milch setzt man mit zahlreichen Aktivitäten, wie etwa der Partnerschaft der „Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050” auf Naturnähe und eine intakte Umwelt. Im Rahmen der umfassenden Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle. So auch beim jüngsten Projekt, das dem umweltschädlichen Ammoniak den Kampf ansagt. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen jetzt ein einzigartiges Forschungsprojekt präsentiert, das mit der HBLA Ursprung und der FH Salzburg umgesetzt wurde. Dessen Wirksamkeit wurde bereits in wissenschaftlichen Publikationen bestätigt. 

Wenn es um Klima- bzw. Umweltschutz geht, ist auch immer von umweltschädlichen Emissionen aus der Landwirtschaft die Rede. Lt. EU-Richtlinie zur Reduktion von schädlichen Emissionen wie Feinstaub oder Ammoniak müssen bis 2030 die Ammoniak-Emissionen um 12 % (Basiswert von 2005) gesenkt werden. In diesem Zusammenhang hat WOERLE nun gemeinsam mit dem Kooperationspartner Pinzgau Milch ein einzigartiges Forschungsprojekt vorgestellt, das mit der HBLA Ursprung und der FH Salzburg Campus Kuchl umgesetzt wurde. „Bei diesem gemeinsamen Projekt geht es um die sinnvolle Wiederverwertung von Reststoffen wie Sauermolke oder Spülmilch, die beim Produktions- bzw. Reinigungsprozess in unserer Käserei sowie in der Molkerei entstehen. Durch geeignete Beimischung zur Gülle kommt es zu einer nachhaltigen und messbaren Senkung der Ammoniak-Emissionen”, erklärt Geschäftsführer Gerrit Woerle. „Neben der Reduktion der Ammoniak-Abgasungen kommt es zugleich zu einer verbesserten Düngewirkung – also eine klassische Win-Win-Situation und ein Paradebeispiel für gelungene Kreislaufwirtschaft.”, ergänzt dazu Pinzgau Milch-Geschäftsführer Hannes Wilhelmstätter.. Die Studienergebnisse bzw. deren Effizienz wurden bereits wissenschaftlich bestätigt. 

Auch der Salzburger Agrarlandesrat Josef Schwaiger sieht in der Initiative von WOERLE und der Pinzgau Milch ein zukunftsweisendes Projekt. „Bei der Neuausrichtung der gemeinsamen Agrarpolitik stehen Klima- und Umweltschutz stärker als bisher im Fokus. Aber um die Emissionen aus der Landwirtschaft zu reduzieren, braucht es eine breite Mischung an Minderungsmaßnahmen. Die bodennahe Ausbringung von flüssigen Wirtschaftsdüngern wird – abgesehen von den hohen Kosten – nicht bei jedem Betrieb möglich sein, zumal der Großteil unserer Betriebe im Berggebiet liegt. Umso mehr möchte ich mich bei WOERLE und der Pinzgau Milch bedanken, dass hier vorausschauend an einem vielversprechenden Forschungsprojekt gearbeitet wurde”, so Josef Schwaiger, der sich auch überzeugt davon zeigt, dass damit erhebliche Mehrkosten eingespart werden können.

Ergebnisse wissenschaftlich bestätigt

Im Rahmen des Projekts führten SchülerInnen der HBLA Ursprung – unter der Leitung von Dr. Konrad Steiner – Messungen mit unterschiedlichen Mischungsverhältnissen von Rindergülle und Sauermolke bzw. Spülmilch durch. Im Anschluss wurden die besten Mischungsverhältnisse im Großmaßstab in den Güllegruben der Schule sowie von mehreren Landwirten wiederholt. Parallel dazu führte die FH Salzburg Kontrollmessungen im Labormaßstab durch. Die Ergebnisse wurden von externen Experten überprüft und mittlerweile auf höchstem wissenschaftlichem Niveau international publiziert.

Bildnachweis: www.Neumayr.cc

Gemeinsam für eine nachhaltige Landwirtschaft: Im Bild v. li.: Landesrat DI Dr. Josef Schwaiger, DI (FH) Dr. Alexander Petutschnig (FH Salzburg Campus Kuchl), Gerhard Woerle, Hannes Wilhelmstätter (GF Pinzgau Milch), Dr. Konrad Steiner (HBLA Ursprung) und LK-Präsident Rupert Quehenberger.
Die Kooperationspartner des einzigartigen Forschungsprojektes – im Bild v. li.: Hannes Wilhelmstätter (GF Pinzgau Milch), DI (FH) Dr. Alexander Petutschnig (FH Salzburg Campus Kuchl), Dr. Konrad Steiner (HBLA Ursprung) und Gerhard Woerle.
Durch die Beimischung von Spülmilch bzw. Sauermolke zur Gülle können die Ammoniak-Emissionen nachweislich reduziert werden. Im Bild die HBLA-SchülerInnen, die am Forschungsprojekt aktiv mitgewirkt haben (v.li.): Andreas Rahm, Leonhard Pajk, Bianca Stroner und Eva Webhofer.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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