Nächstenliebe in Gschwandt groß geschrieben!

Betroffen vom Krieg in der Ukraine wollen sich Gaschwandtnerinnen und Gschwandtner konkret für geflüchtete Menschen aus der Ukraine, die dringend eine sichere Unterkunft und Geborgenheit brauchen, einsetzen. Fritz STEINDL als Bürgermeister, Anna-Maria MARSCHNER, leitende Seelsorgerin der Pfarre Gschwandt, Josef GRUBER, Leiter CASO.plus der Pfarre, Beatrix PÖLZL-HUEMER Obfrau Sozialausschuss der Gemeinde und Monika WEISSMANN, Leiterin „Eine-Welt-Kreis“ der Pfarre setzten sich zusammen um zu besprechen, wie in Gschwandt geflüchteten Menschen aus der Ukraine geholfen werden soll. Die Pfarre Gschwandt plant  auch jetzt wieder wie schon mehrere Male geflüchtete Menschen im Pfarrheim aufzunehmen. Mit einer Aussendung an alle Gschwandtnerinnen und Gschwandtner wurde das Projekt vorgestellt und um Unterstützung gebeten. Jeder der helfen will, sollte sich am Gemeindeamt melden und wurde auch auf einen INFO-Abend hingewiesen.

Die Resonanz war grandios und so fand bereits am 18.3.2022 dieser INFO-Abend im Pfarrsaal Gschwandt statt. Anna-Maria MARSCHNER und Klaus LEITGAB, als Hauptverantwortlicher der Plattform „Gschwandt für Menschen“ konnten bei Ihrer Begrüßung ca 70 Personen, darunter auch Bürgermeister Fritz STEINDL, Josef GRUBER, Beatrix PÖLZL-HUEMER, Monika WEISSMANN, Almut ETZ, Flüchtlingskoordinatin Altmünster und 16 Gschwandtner/innen die 10 Quartiere zur Verfügung stellen wollen, herzlich begrüßen. Anschließend stellte Anna-Maria MARSCHNER  die geplante Vorgangsweise bei der Aufnahme von Flüchtlingen vor und übergab das Wort an Josef GRUBER, der bereits große Erfahrung im Umgang mit geflüchteten Menschen vorweisen kann. „Man braucht schon einen langen Atem in der Begleitung. Diese Menschen möchten nicht begluckt werden, sondern man soll da sein und seine Hilfe anbieten. Dabei ist wichtig Versprechen einhalten und verlässlich sein! Den größten Dank den man bekommen kann ist das Vertrauen!“, so Josef GRUBER in seinen Ausführungen.

Auch Almut ETZ aus Altmünster schilderte ihre Erfahrungen mit Flüchtlingen und traumatisierten Erwachsenen und Kindern. Sie hat seit 10 Tagen eine geflüchtete Familie aus der Ukraine bei sich aufgenommen. Die Sprachbarriere ist sehr groß, der Google-Translator stellt dabei bei der Verständigung eine wesentliche Hilfe dar. Diese Menschen brauchen viel Vertrauen, Fragen warum und weshalb sollen unbedingt vermieden werden, ideal wäre Impulse geben, zum Beispiel Fotos der eigenen Familie gemeinsam anschauen. Wichtig ist auch eigene Grenzen kommunizieren, dies aber nicht in aktuellen Konfliktsituationen. Auf alle Fälle ist Flexibilität wichtig und notwendig.

Es folgten dann wichtige Informationen zu den Privatquartieren mit Angaben zur Anmeldung, Erfordernisse, finanzielle Inputs etc durch Anna-Maria MARSCHNER und anschließend Fragen und Antworten zum Thema Flüchtlingsbegleitung . All diese umfangreichen Fragen, Ausführungen und Empfehlungen konnten natürlich nicht an diesem Abend beantwortet und geklärt werden. Alle Anwesenden bekamen im Anschluss an den INFO Abend Formulare sowohl im Bezug auf Quartiere und Flüchtlingsbegleitung ausgefolgt, die entweder am Postweg oder direkt auf der Gemeinde abgegeben werden können und von dort aus weitergeleitet oder bearbeitet werden. Weitere INFO-Abende werden folgen.

Klaus LEITGAB als Hauptverantwortlicher für „GFM – Gschwandt für Menschen“ betonte in seinen Worten, dass wir niemanden alleine lassen werden, der/die Flüchtlinge in Gschwandt aufnimmt. Die  Plattform GFM wird wieder aktiviert und es wird auch ein Spendenkonto eingerichtet, wo Gschwandtnerinnen und Gschwandtner einen Beitrag in ihrer Heimatgemeinde leisten können, der direkt als Unterstützung Vorort den geflüchteten Menschen zu Gute kommt.

Bericht und Bilder Peter SOMMER FOTOPRESS

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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