ÖSV – Wintersportsplitter: ÖSTERREICH ZWEITER IM TEAMBEWERB// Olympiasiegerin Anna Gasser feiert bei Spring Battle vier Siege// Hauser sprintet als Zweite auf das Podest

SKI ALPIN  18 März 2022 Meribel (FRA)

Österreich hat beim Team-Bewerb des Weltcup-Finales in Meribel den zweiten Platz belegt. Im Finale musste sich das ÖSV-Team mit Katharina Truppe, Ricarda Haaser sowie Stefan Brennsteiner und Patrick Feurstein der Schweizer Auswahl mit 1:3 geschlagen geben. Platz drei ging an Deutschland.

Österreich bekam es zum Auftakt im Viertelfinale mit Slowenien zu tun und setzte sich nach einem 2:2 aufgrund der besseren Laufzeit durch. Im Halbfinale wartete das Team aus Norwegen auf das ÖSV-Quartett. Nach Siegen durch Ricarda Haaser, Stefan Brennsteiner und Patrick Feurstein gewann Österreich letzendlich mit 3:1 und stand somit im Finale. Dort kam es zum Spitzenduell mit der Schweiz. Die Eidgenossen präsentierten sich bärenstark und gewannen die Entscheidung klar mit 3:1. Österreich musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben.

„Es waren sehr starke Mannschaften am Start und daher können wir uns mit dem zweiten Rang schon glücklich schätzen. Die Schweizer haben gezeigt, dass es nicht die großen Namen braucht, um schnell zu sein, sie waren richtig stark.“

Katharina Truppe

„Der Sieg wäre das Ziel gewesen, das ist leider nicht gelungen.“

Ricarda Haaser

 „Ich denke wir haben mit Platz zwei den Schaden für den Nationencup in Grenzen gehalten, jedoch ist mit der Schweiz der direkte Kontrahent vor uns. Unser Ziel war schon, heute den Vorsprung auszubauen, aber sie waren heute extrem schnell und haben verdient gewonnen.“

Stefan Brennsteiner

„Ich bin teilweise gut Ski gefahren, am Schluss hat es leider nicht gereicht. Aber ich bin froh, dass ich dabei war.“

Patrick Feurstein

ERGEBNIS

Olympiasiegerin Anna Gasser feiert bei Spring Battle vier Siege


Anna Gasser hat in dieser Woche bei der Spring Battle im Absolut Park in Flachauwinkl mächtig abgeräumt! Die Doppel-Olympiasiegerin präsentierte sich bei diesem Video-Contest in bestechender Form und triumphierte in allen vier Wertungen (Big Air, Rail, 540 und Turboknuckle). Im Big Air gewann sie mit einem perfekt ausgeführten Cab Double Cork 1260, mit dem sie schon bei den Winterspielen in Peking zu Gold gesprungen war.

„Nachdem die Olympia-Anspannung jetzt endgültig abgefallen ist, habe ich die Zeit hier so richtig genossen. Es hat extrem viel Spaß gemacht, im Absolut Park zu fahren und dabei viel Zeit mit guten Freunden am Berg zu verbringen“, sagte Gasser, die am nächsten Wochenende (25. bis 27. März 2022) beim Weltcupfinale der Freestyle-Snowboarder in Silvaplana (SUI) einen Slopestyle bestreiten wird.

Biathlon: Hauser sprintet als Zweite auf das Podest



Beim letzten Sprintrennen in dieser Saison in Oslo (NOR) gelang Lisa Hauser mit einer großartigen Leistung der Sprung auf das Podest. Die Tirolerin, die mit Startnummer eins das heutige Rennen eröffnete, traf am Schießstand alle zehn Schüsse ins Schwarze, lieferte auch auf der Loipe eine sehr starke Vorstellung ab und durfte mit Rang zwei über ihren dritten Einzel-Podestplatz in dieser Saison jubeln. Die 28-Jährige musste sich heute bei frühlingshaften Temperaturen nur der norwegischen Lokalmatadorin Tiril Eckhoff geschlagen geben, die sich am Ende mit einer Strafrunde und lediglich sieben Sekunden Vorsprung knapp gegen die Österreicherin durchsetzen konnte. Rang drei sicherte sich mit Marte Olsbu Roeiseland (+9,4 sec.) eine weitere Norwegerin, die sich wie ihre siegreiche Landsfrau eine Strafrunde leistete.

Mit Dunja Zdouc lieferte auch eine zweite Österreicherin ein gutes Rennen ab. Die Kärntnerin lag nach einem fehlerfreien Liegendschießen zunächst noch in den Top-Ten, musste allerdings stehend einen Fehlschuss in Kauf nehmen und belegte am Ende mit einem Rückstand von 1:38,9 Minuten Rang 20. Anna Juppe klassierte sich mit zwei Strafrunden auf Rang 48 (+2:40,6 min.).


STIMMEN:

Lisa Hauser (Zweite): „Die Startnummer eins hat mich im Vorfeld schon ein bisschen gefordert, da ich das normalerweise nicht so gerne mag. Heute habe ich es aber auch als Vorteil gesehen, weil ich damit vielleicht auf der Loipe noch den ein oder anderen kompakten Abschnitt mehr erwische. Zweimal die Null abzuliefern, ist natürlich genial und mit diesem Stockerlplatz geht heute ein großer Traum in Erfüllung.“

Dunja Zdouc (Rang 20): „Es war heute beinhart und richtig heiß. Auf der Loipe habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich habe versucht, bei mir zu bleiben, mein Rennen zu laufen und nicht zu viele äußere Einflüsse auf mich einwirken zu lassen. Liegend bin ich super durchgekommen und wenn man dann hört, dass man nur wenige Sekunden hinter den Podestplätzen liegt, sorgt das natürlich für zusätzliche Motivation. Im Nachhinein ist dieser eine Fehler stehend natürlich umso ärgerlicher, weil einfach alles andere so gut gepasst hätte. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit meinem Rennen und freue mich auf die morgige Verfolgung.“

SKI ALPIN  17 März 2022 Courchevel (FRA)

KRIECHMAYR GEWINNT AUCH SUPER-G

Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr hat beim Weltcupfinale in Courchevel (FRA) nach der Abfahrt auch den Super-G gewonnen. Kriechmayr setzte sich am Donnerstag 0,53 Sekunden vor Weltcup-Gesamtsieger Marco Odermatt durch, dessen Schweizer Landsmann Gino Caviezel (+0,75) Platz drei belegte. Die kleine Kristallkugel im Super-G sicherte sich Aleksander Aamodt Kilde (NOR). Die ÖSV-Damen gingen im Super-G leer aus. Beste Österreicherin wurde Tamara Tippler auf Rang zehn.

Wie beim Weltcup-Finale 2018 und bei den Weltmeisterschaften 2021 hat Vincent Kriechmayr auch beim Showdown der aktuellen alpinen Ski-Saison das Speed-Doppel geholt. Am Tag nach seinem Triumph in der Abfahrt siegte der Oberösterreicher am Donnerstag in Courchevel auch im letzten Weltcup-Super-G dieses Winters. Kriechmayr holte damit zuungunsten von Matthias Mayer noch Rang drei im Super-G-Weltcup.

„Es ist ein sehr versöhnlicher Saisonabschluss für mich. Wenn man vorne mitfahren will, muss man das letzte Hemd riskieren und die engste Linie wählen, das ist mir in den letzten zwei Tagen sehr gut geglückt. Ich habe mich ziemlich am Limit bewegt und habe von oben bis unten einen super Lauf erwischt, mehr wäre nicht gegangen.“

Vincent Kriechmayr

Für die restlichen Österreicher verlief das Rennen nicht nach Wunsch. Matthias Mayer musste sich nach einer fehlerhaften Fahrt mit dem zwölften Platz zufriedengeben (+1,89 Sek.). Direkt dahinter platzierte sich Raphael Haaser auf dem 13. Rang (+2,05 Sek.) und Daniel Danklmaier wurde 16. (+2,17 Sek.).

ERGEBNIS SUPER-G

ENDSTAND SUPER-G WELTCUP

SNOWBOARD  16 März 2022 Rogla

OBMANN HOLT BESTES PGS-WELTCUPRESULTAT

Die ÖSV-Raceboarder haben beim letzten Weltcup-Parallelriesentorlauf in dieser Saison in Rogla (SLO) nicht in die Vergabe um die Podestplätze eingreifen können. Bei den Herren landete Fabian Obmann als bester Österreicher unmittelbar vor Olympiasieger Benjamin Karl und Andreas Prommegger auf Rang sechs, der für Obmann zugleich die beste Weltcupplatzierung im PGS bedeutete. Der Sieg ging an den Italiener Edwin Coratti vor dem Polen Oskar Kwiatkowski und dem slowenischen Lokalmatador Tim Mastnak.

Neben den drei ÖSV-Herren fuhren mit Claudia Riegler (7.) und Sabine Schöffmann (8.) auch zwei heimische Damen in das Viertelfinale. Schöffmann hatte sich in der Auftaktrunde in einem rein österreichischen Duell gegen Daniela Ulbing durchgesetzt. Die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Peking belegte im letzten PGS-Rennen in diesem Winter Rang zehn und reihte sich damit in der Disziplinenwertung mit 263 Punkten hinter der deutschen Tagessiegerin Ramona Hofmeister (307), die im großen Finale die Japanerin Tsubaki Miki bezwang, und der Russin Sofiya Nadyrshina (291) an der dritten Stelle ein.

„Heute war nicht mein Tag, ich bin einfach nicht gut gefahren“, war Daniela Ulbing nach ihrem Aus mit ihrer Vorstellung alles andere als zufrieden. Doch nachdem der erste Ärger verflogen war, zog die Kärntnerin doch noch eine zufriedene Bilanz über ihre PGS-Saison. „Der Slalom war lange meine stärkere Disziplin, aber ich habe hart daran gearbeitet, um auch im Riesentorlauf den Anschluss an die absolute Spitze zu finden. Ich denke, mit Olympia-Silber in Peking und dem dritten Platz im PGS-Weltcup ist mir das jetzt auch gelungen“, so Ulbing, die im Gesamtweltcup vor dem abschließenden Parallelslalom am kommenden Samstag in Berchtesgaden (GER) von Hofmeister überholt wurde und nun 39 Zähler hinter der Deutschen auf Platz zwei rangiert.

Nach einer guten Qualifikation mit Rang sechs behielt Claudia Riegler auch im Achtelfinale gegen Melanie Hochreiter (GER) die Oberhand, ehe danach für die Salzburgerin bei Miki Endstation war. „Der erste Lauf im Finale war perfekt, der zweite leider nicht mehr ganz so gut. Aber gesamt gesehen war es ein gutes Rennen von mir, den siebenten Platz nehme ich gerne mit“, sagte Claudia Riegler. Julia Dujmovits prallte im ersten Qualifikationslauf gegen die Startklappe und büßte dabei viel Zeit ein. Obwohl die Burgenländerin im zweiten Run noch einmal gehörig auf das Tempo drückte, ging es sich für Dujmovits als 19. für das 16er-Finale nicht mehr aus.

Fabian Obmann hatte in der Startrunde das Glück des Tüchtigen und stieg bei Zeitgleichheit mit dem Polen Michal Nowaczyk dank der besseren Platzierung in der Qualifikation auf. Im Viertelfinale zog der Kärntner dann jedoch gegen den späteren Sieger Coratti den Kürzeren. „Im Achtelfinale war das Glück endlich einmal auf meiner Seite, das war in dieser Saison nicht immer so. Gegen Coratti habe ich zwar alles versucht, aber leider keinen fehlerfreien Lauf erwischt“, resümierte Fabian Obmann.

Alexander Payer (17.) und Arvid Auner (18.) verpassten den Einzug in die Entscheidung der Top 16 denkbar knapp, holten aber ebenso Weltcuppunkte wie Matthäus Pink (20.) und Dominik Burgstaller (24.). Lukas Mathies fuhr im zweiten Qualifikations-Run knapp vor dem Ziel durch ein Tor und wurde 32. Pech hatte Aron Juritz, der nach einem Schuhbruch im ersten Quali-Lauf chancenlos war und sich mit Platz 38 begnügen musste. Die PGS-Kristallkugel sicherte sich der Deutsche Stefan Baumeister, als bester Österreicher landete Benjamin Karl unmittelbar vor Alexander Payer auf Rang neun.

SKI ALPIN  16 März 2022 Courchevel (FRA)

SCHEYER FÄHRT AUF DAS PODEST

Christine Scheyer fuhr bei der letzten Abfahrt der Saison in Courchevel (FRA) als Zweite auf das Podest. Sie teilte sich den Platz mit der Schweizerin Joana Hählen und der Sieg ging an die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin. 

Christine Scheyer zeigte beim Weltcupfinale in Courchevel auf: mit Startnummer 10 setzte sich die Vorarlbergerin ex aequo mit der Schweizerin Joana Hählen an die Spitze. Scheyer, die lange von ihrem zweiten Sieg nach jenem von Altenmarkt 2017 träumen durfte, und Hählen, die das beste Ergebnis ihrer Karriere einfuhr, mussten Shiffrin am Ende um zehn Hundertstelsekunden den Vortritt lassen.

„Die Freude über den zweiten Platz ist natürlich größer, es war heuer schließlich nicht leicht. Ich habe gedacht, mit einer geraden Linie verliere ich nicht so viel Zeit. Ich habe einfach versucht, den Ski richtig runterzudrücken. Die Saison war ein Auf und Ab, es waren in jeder Abfahrt schnell Teilstücke dabei.“ Christine Scheyer

SKI ALPIN  16 März 2022 Courchevel (FRA)

KRIECHMAYR GEWINNT LETZTE ABFAHRT

Bei der letzten Saisonabfahrt der Herren im französischen Courchevel sicherte sich Vincent Kriechmayr den Sieg vor zwei Schweizern. Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt belegte Rang zwei (+0,34 Sek.) und Beat Feuz (+0,54 Sek.) wurde Dritter. Die kleine Kugel der Abfahrtswertung ging an Aleksander Aamodt Kilde (NOR). 

Vincent Kriechmayr, der mit Startnummer elf ins Rennen ging, zeigte eine nahezu perfekte Fahrt und konnte damit einen schweizer Doppelsieg noch verhindern. Zu diesem Zeitpunkt lag Beat Feuz auf Rang zwei und hätte damit die kleine Kristallkugel geholt. Kriechmayr schwang mit 34 Hundertstel Vorsprung auf Marco Odermatt im Ziel ab und konnte seinen zweiten Saisonsieg, nach jenem in der Abfahrt von Wengen, feiern. Insgesamt war es der elfte Weltcupsieg für den Oberösterreicher und zugleich es eine gelungene Generalprobe für die WM 2013, die in Courchevel/Meribel in Szene gehen wird.

„Das Rennen war fordernd, eines der anstrengendsten meiner Karriere. Ich habe alles gegeben. Mehr wäre nicht gegangen. Oben ist mir ein Traumlauf gelungen. Ich wollte nach der mäßigen Saison noch einmal zeigen, was ich draufhabe. Ich habe das letzte Hemd riskiert. Dieser Abschluss ist für das Selbstvertrauen in der nächsten Saison wichtig.“

Vincent Kriechmayr

Zweitbester Österreicher wurde Daniel Hemetsberger auf dem guten fünften Platz (+1,31 Sek.). Daniel Danklmaier schaffte als Neunter ebenfalls den Sprung in die Top-10 (+1,76 Sek.). Nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Matthias Mayer, der sich nach einem beinahe Sturz mit Rang zwölf (+2,10 Sek.) zufriedengeben musste. Otmar Striedinger belegte den 14. Platz (+2,22 Sek.) und Max Franz wurde 15. (+2,30 Sek.).

ERGEBNIS ABFAHRT HERREN

SKI CROSS  14 März 2022 Passo San Pellegrino

GRAF NACH SIEBEN EC-ERFOLGEN VOR GESAMTSIEG

Mathias Graf hat am vergangenen Wochenende am Passo San Pellegrino zwei Riesenschritte in Richtung Europacup-Gesamtsieg gemacht! Der 26-jährige Vorarlberger, der vor diesem Winter vom Alpin-Lager zu den Skicrossern gewechselt ist, hat in Italien beide Rennen für sich entschieden.

Mathias Graf hält nun bei 728 Punkten und hat vor den letzten beiden Bewerben am 25. und 26. März in Les Contamines 196 Zähler Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Melvin Tchiknavorian (FRA). Damit reicht dem Österreicher in Frankreich ein 27. Platz, um Rang eins in der EC-Wertung in trockene Tücher zu bringen. Zudem hat Graf sein Weltcupticket für 2022/23 bereits fix in der Tasche, da er die laufende EC-Saison in den Top 3 beenden wird.

„Die Saison ist überragend für mich gelaufen, ich habe alle meine Erwartungen schon jetzt übertroffen. Eine gute Qualifikation in Les Contamines sollte reichen, um den Europacup-Sieg zu fixieren. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich mich damit nicht zufriedengebe“, sagt Mathias Graf, der in dieser Saison bei elf EC-Starts nicht weniger als sieben Siege gefeiert hat. Am Passo San Pellegrino verwies der „Quereinsteiger“ Simone Deromedis jeweils auf Platz zwei, Federico Tomasoni bzw. Dominik Züch (alle ITA) fuhren als Dritte je einmal aufs Stockerl.

Graf wagt bereits einen Blick auf seine ersten Weltcupeinsätze im kommenden Winter. „Ich bin schon jetzt extrem heiß darauf. Ich werde im Weltcup aber nicht viel anders machen als bisher und auch dort meinen Lernprozess fortsetzen.“ Um sich schon einmal mit den Gegebenheiten auf höchster Skicross-Ebene vertraut zu machen, trainiert Graf in dieser Woche drei Tage auf der Weltcupstrecke auf der steirischen Reiteralm.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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