LR Steinkellner: Gemeinsame Lösung soll Nadelöhr in Unterweitersdorf entschärfen und den Verkehr sicherer gestalten

Umbau Anschlussstelle Unterweitersdorf soll in Angriff genommen werden. Mehrstreifige Ampelkreuzung ist verkehrssichere Bestvariante

Aufgrund der täglichen Staus am Ende der A7 Mühlkreis Autobahn starteten 2009 die ersten Bauarbeiten im südlichen Abschnitt bei Unterweitersdorf. Im Herbst 2012, also vor rund einem Jahrzehnt, wurde der erste Abschnitt der S10 Mühlviertler Schnellstraße für den Verkehr freigegeben.

Durch den Ausbau der S10 wurde nicht nur eine leistungsfähige Verbindung ins Mühlviertel erschlossen, sondern die neue, hochrangige Infrastruktur war auch Garant für einen wirtschaftlichen Wachstumsschub. Unternehmensansiedelungen und Betriebsbaugebiete in unmittelbarer Nähe zum leistungsstarken Wegenetz waren positive Effekte dieser dynamischen Entwicklung. Folglich kam es auch zu überproportional hohen Verkehrszunahmen.

„Während in Oberösterreich die langjährige Verkehrsentwicklung ein durchschnittliches Plus von rund 1,5 % verzeichnet, zeigte sich im Landesstraßennetz entlang der S10 teilweise eine doppelt so große Zunahme von etwa 3 % jährlichem Zuwachs“, zeigt Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner auf.

Insbesondere im Einzugsgebiet der Anschlussstelle Unterweitersdorf zeigen sich diese Zunahmen täglich in Form von Überlastungen des dortigen Kreisverkehrs S10/B124. In den Hauptverkehrszeiten kommt es sowohl zu Rückstauungen auf die S10 Mühlviertler Schnellstraße als auch zu Überlastungen auf der B124 Königswiesener Straße.

ASFINAG und Land OÖ setzten auf gemeinsame Lösung

Im Jahr 2020 wurde von Seiten der ASFINAG und des Landes OÖ eine gemeinsame Machbarkeitsstudie erstellt und eine dazugehörige Verkehrsuntersuchung vorgenommen. Als Ergebnis zeigt sich ein Umbau der Kreisverkehrsanlage zu einer vierstreifig ausgebauten Ampelkreuzung inklusive Abbiegespuren als effizienteste Variante.

Sowohl die Rückstauproblematik auf das hochrangige Straßennetz als auch die Stausituation auf der B124 von Pregarten zur Anschlussstelle Unterweitersdorf sollen dadurch verkehrssicher gestaltet werden. Neben dem leistungsfähigeren Umbau soll auch die bestehende Rampenbrücke in Fahrtrichtung Linz verbreitert werden.

Das Land Oberösterreich und die ASFINAG wollen noch heuer die Planungsleistungen gemeinsam vergeben. Die erforderlichen Bewilligungen sollen im Jahr 2023 eingeholt werden, damit die anschließende Bauumsetzung erfolgen kann. Mittels Übereinkommen teilen sich ASFINAG und Land OÖ die Ausgaben für die Planungen zu gleichen Anteilen auf. 

„Mit dem Umbau der Kreisverkehrsanlage wird der Verkehr in Unterweitersdorf zukünftig runder, sicherer und flüssiger laufen. Ebenfalls wurden die Entwicklungspotentiale, die sich durch das Infrastrukturprojekt Stadtbahn ergeben werden mitbedacht und in diesen Lösungsansatz integriert“, so Steinkellner.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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