Der Wald ist wertvoll als Klimaregulierer, Erholungsort, Wasserspeicher, Rohstofflieferant

proHolz OÖ macht zum internationalen Tag des Waldes auf vielfältige Funktionen von Holz und Wald für die Gesellschaft aufmerksam
Um auf die zahlreichen, bedeutsamen Funktionen des Waldes hinzuweisen, wurde im Jahr 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen am 21. März der „Tag des Waldes“ ins Leben gerufen. „Hintergrund dafür war, dass der Wald nicht nur ein Erholungsort ist, sondern wirtschaftliche Bedeutung als Rohstofflieferant und Devisenbringer genauso innehat wie die wichtige Schutzfunktion im Gebirge oder die künftig immer wichtiger werdenden Funktionen als Wasserspeicher und Klimaregulierer“, sagt Georg Starhemberg, Obmann von proHolz OÖ.

Baum des Jahres ist ein echter Allrounder
„Der Baum der Jahres 2022 ist die sehr widerstandsfähige Rotföhre“, so Starhemberg. Die Rotföhre, auch Weiß- oder Waldkiefer genannt, ist ausgesprochen flexibel, wächst auf nahezu jedem Boden und erreicht Wasservorkommen bis zu 6 Meter Tiefe. Gegenüber anderen Baumarten ist die Weißkiefer weniger durchsetzungsstark. Deshalb kommt sie von Natur aus verstärkt auf ärmeren, trockeneren oder sandigen Böden vor, aber auch moorige Standorte oder Felsspalten sind für sie kein Problem. Dementsprechend groß ist auch das Verbreitungsgebiet von Spanien und der Türkei bis nach Sibirien und Lappland. In Österreich ist die Rotföhre mit 6,2 Prozent die vierthäufigste Baumart und bildet einen signifikanten Teil des Holzvorrats im heimischen Wald.

Im Vergleich zu Fichte oder Tanne hat das Holz der Rotföhre mehr Äste und unregelmäßige Fasern, ihre guten Eigenschaften ermöglichen trotzdem eine sehr vielseitige Verwendung. Als Bauholz und Konstruktionsvollholz oder auch für den Innenbereich wird das charaktervoll nachdunkelnde Holz gerne verwendet. Anfallendes Hackgut und Industrieholz der Rotföhre finden in der Herstellung von Halbfertigwaren und Plattenwerkstoffen sowie als Energieholz Anwendung. Das Harz der Kiefer hat bis heute große Bedeutung. Durch Destillation werden daraus Teer, Terpentinöl und Kolophonium für Geigensaiten gewonnen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden die stark harzhaltigen Kiefernspäne, sogenannte Kienspäne, sogar als Lichtquelle verwendet.

Die Rotföhre — Baum & Holz mit Zukunft
„In Europa wird die Waldkiefer schon länger wirtschaftlich angebaut. Aufgrund ihrer Flexibilität als Baum im Wald und auch als Holz ist sie auf die Zukunft bestens vorbereitet“, erläutert Markus Hofer, Geschäftsführer von proHolz OÖ.

Zum internationalen Tag des Waldes am 21. März stellten sich proHolz-Obmann Georg Starhemberg und Geschäftsführer Markus Hofer bei WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer mit typischen Produkten aus Föhrenholz ein, darunter ein Kiefernzapfen-Likör, eine Pechsalbe und Kienspäne sowie ein Föhrensetzling.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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