Tödlicher Unfall mit E-Scooter // Schlag gegen Drogenszene. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Braunau

Zur Presseaussendung vom 13. März 2022 betreffend dem mit seinem E-Scooter verunfallten und in der Folge trotz Reanimation verstorbenen 70-Jährigen aus dem Bezirk Braunau wird folgendes Erhebungsergebnis berichtet:
Im Zuge der gerichtlich angeordneten Obduktion wurde festgestellt, dass bei dem Toten keinerlei Hinweise oder Verletzungen festgestellt wurden, welche auf eine Fremdberührung, zB. in Verbindung mit einem Verkehrsunfall, hindeuten. Lt. Angaben des obduzierenden Arztes handelt es sich um eine natürliche Todesursache. Fremdverschulden ist auszuschließen.


Presseaussendung vom 13. März 2022

Tödlicher Unfall mit E-Scooter
Bezirk Braunau

Noch völlig unklar ist, wie es zu einem tödlichen Unfall eines E-Scooter-Fahrers am 12. März 2022 gegen 20:45 Uhr im Gemeindegebiet von Braunau am Inn kommen konnte. Passanten fanden den 70-Jährigen aus dem Bezirk Braunau im Bereich der Konrad Meindl-Straße in einer Wiese neben der Straße liegend. Neben ihm lag sein E-Scooter. Obwohl die Helfer sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begannen und den Notruf verständigten, verstarb der Mann wenig später im Krankenhaus. Bislang gibt es keine Anhaltspunkte, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Schlag gegen Drogenszene

Bezirk Braunau

Polizisten aus Braunau führten seit Ende des Jahres 2021 Ermittlungen gegen eine mehrköpfige Tätergruppierung, die in den letzten Monaten synthetisches Suchtgift gezielt an jugendliche Abnehmer in Verkehr setzte. Im November 2021 verdichteten sich Hinweise, dass sich ein 29-jähriger Rumäne im Bezirk Braunau versteckt hält. Durch Verwendung einer falschen Identität meldete sich der mittels Haftbefehl gesuchte rumänische Staatsbürger als Kellner in einer Szenelokalität an, in deren Umfeld er fortan gezielt Abnehmer, aber auch Subdealer und Mitarbeiter des Lokals mit synthetischen Drogen versorgte. Bei den Ermittlungen konnte auch ein 40-jähriger kroatischer Staatsbürger als Mittäter und ein 35-jähriger ungarischer Staatsbürger aus Steyr als Lieferant ausgeforscht werden. Die Drogen wurden im Darknet bestellt und in das Bundesgebiet eingeführt, in Steyr verteilt und schlussendlich an Abnehmer im Bezirk Braunau verkauft. In den letzten sechs Monaten wurden durch die Beschuldigten knapp 1000 Stück XTC Tabletten, 700 Gramm Amphetamin, Methamphetamin und Marihuana in Verkehr gesetzt. Dem 29-Jährigen konnte zudem die Einfuhr von Kokain von Deutschland nach Österreich sowie die Vermittlung von zwei Kokaingeschäften in der Größenordnung von 1,5 Kilogramm Kokain im Sommer 2021 nachgewiesen werden. Überdies wird ihm zur Last gelegt, einen Großteil der synthetischen Drogen zum Teil gezielt an psychisch beeinträchtigte, minderjährige Abnehmer verkauft und im Gegenzug auch sexuelle Gefälligkeiten erhalten zu haben. Zudem wurde festgestellt, dass der 40-Jährige, trotz einer behördlichen Absonderung aufgrund einer COVID-19 Erkrankung, XTC Verkäufe im Bezirk Braunau, insbesondere dem Umfeld der Szenelokalität durchführte. In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich, der Polizei Vöcklabruck und der Polizei Steyr gelang es, sämtliche Beschuldigte zum Teil auf frischer Tat bei der Besorgung einer Amphetaminlieferung bzw. über Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaften festzunehmen. Bei mehreren Durchsuchungen wurden für den Verkauf bestimmte Drogen sichergestellt. Der rumänische, der kroatische und der ungarische Staatsbürger wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Ried bzw. Steyr in die Justizanstalt eingeliefert. Alle drei Beschuldigten zeigten sich zu den Vorhalten umfassend geständig. Gegen mehrere Abnehmer als auch Subdealer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Führerscheinloser wollte sich Polizeikontrolle entziehen

Bezirk Linz-Land

Am 15. März 2022 um 22:30 Uhr führte eine Polizeistreife im Bereich Haid und Traun Verkehrskontrollen durch. Um 22:38 Uhr fiel den Polizisten ein Pkw mit drei männlichen Fahrzeuginsassen auf. Nachdem der Lenker im Bereich der Einfahrt des Kreisverkehrs Dammstraße in Fahrtrichtung Pasching mittels Blaulicht zum Anhalten aufgefordert wurde, hielt dieser seinen Pkw im Kreisverkehr an. Danach wurde der Lenker mit Handzeichen zum Nachfahren aufgefordert. Dieser hielt Blickkontakt und nickte. Unmittelbar darauf beschleunigte der Lenker, ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land, und fuhr auf der B139 in Richtung Pasching davon. Die Streife nahm unverzüglich die Verfolgung auf. Mit einer Geschwindigkeit mit bis zu 180 km/h wurde der Pkw verfolgt. Der flüchtige Fahrzeuglenker setzte trotz regennasser Fahrbahn und Sperrlinie mehrere gefährliche Überholmanöver bei ungenügender Sicht und gefährdete andere Straßenteilnehmer. Danach konnte der Pkw nicht mehr wahrgenommen werden.
Kurze Zeit später wurde durch eine weitere Polizeistreife der verunfallte Pkw festgestellt. Im unversperrten Pkw befanden sich keine Insassen mehr, jedoch wurden Ausweise des Zulassungsbesitzers aufgefunden. Im Bereich einer Firma konnten zwei Männer angetroffen und einer Personskontrolle unterzogen werden. Diese wurden befragt, bestritten jedoch jeglichen Zusammenhang. Der Zulassungsbesitzer und Lenker des Pkw wurde telefonisch kontaktiert und gab am Telefon an, auf dem Weg zur Polizeiinspektion Traun zu sein, um sich zu stellen.
Bei der anschließenden Einvernahme gab der 22-jährige Verdächtige an den Pkw gelenkt zu haben. Da er keinen Führerschein habe sei er aus Panik davongefahren. Ein freiwilliger Harntest und die klinische Untersuchung wurden verweigert.
Die Erhebungen haben ergeben, dass der 22-Jährige bei seiner Flucht mit dem linken Reifen seines Pkw auf einen Randstein gefahren ist, wodurch die beiden linken Reifen geplatzt sind und der Pkw dadurch zum Stillstand kam.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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