Taxibranche steuert auf Abgrund zu

Fachgruppenobmann Mayrhofer: Horrende Kostenexplosionen
gefährden Leistungs- und Existenzfähigkeit einer ganzen Branche

Wie kommt der Dialysepatient künftig zu seiner Behandlung? Wer garantiert in Zukunft die Sicherheit unserer Kinder auf ihrem Weg zur Schule, zum Kindergarten? Diese beängstigenden Fragen stellt Gunter Mayrhofer, Fachgruppenobmann der oö. Beförderungsgewerbe mit Pkw, angesichts der horrenden Kostenexplosionen in jüngster Zeit, die seine Branche mit dem Rücken an die Wand drängen.

Es sind nicht nur die rasant nach oben schnellenden Preise an den Zapfsäulen, auch Probleme bei der Fuhrparkerneuerung mangels nicht oder nur mit langen Wartezeiten lieferbarer Fahrzeuge und Zubehörteile gefährden in zunehmendem Maße die Leistungssicherheit der heimischen Taxibranche. Allein in Oberösterreich sind dies rund 850 Unternehmen mit mehr als 3000 Fahrzeugen.

Sollen diese Transportleistungen für Patienten, Menschen mit Beeinträchtigungen, Kinder, Schüler, aber auch im Rund-um-die-Uhr-Taxidienst für die Allgemeinheit nicht ernsthaft und mit weitreichenden Folgen gefährdet werden, appelliert Fachgruppenobmann Mayrhofer an alle Verhandlungspartner, bei den nun anstehenden Tarifgesprächen Verständnis und Entgegenkommen für eine betriebswirtschaftlich realistische und unumgänglich notwendige Tarifanpassung zu zeigen.

Als wäre diese Kostenexplosion noch nicht schwierig genug zu meistern, stellt auch der Arbeitskräftemangel, dem nicht einmal mehr mit deutlichen Überzahlungen des Kollektivvertrags beizukommen ist, die Branche vor große Probleme, nennt Mayrhofer eine weitere „Baustelle“ dieser Mobilitätsdienstleister, die in den letzten zwei Jahren ohnehin schon zu den schwer getroffenen Pandemieopfern zählten.

Zeit zum Luftholen bleibt keine mehr, denn mit der ab 1. Juli avisierten Bepreisung des CO2-Ausstoßes zieht das nächste Damokles-Schwert über der Branche auf.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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