ÖSV – Wintersportsplitter: Sara Marita Kramer ist Gesamtweltcupsiegerin//Zweiter Platz für Johannes Lamparter in Schonach//SIEG FÜR LIENSBERGER//Kraft holt Bronze bei der Skiflug-WM



ÖSV-Skispringerin Sara Marita Kramer gewinnt erstmals den Gesamtweltcup der Damen. Sie ist damit nach Daniela Iraschko-Stolz (Saison 2014/15) die zweite österreichische Gesamtsiegerin im Skisprung-Weltcup. 

Für die 20-jährige Salzburgerin Kramer reicht am Samstag beim vorletzten Saisonbewerb in Oberhof (GER) ein sechster Platz für den Gesamtsieg. Ihre erste Verfolgerin Nika Kriznar (SLO) liegt in der Gesamtwertung bereits zu weit zurück und kann Kramer im für Sonntag geplanten, letzten Weltcup-Skispringen der Damen in dieser Saison nicht mehr gefährlich werden.  

Der Sieg in Oberhof ging an die Slowenin Ursa Bogataj vor ihrer Landsfrau Nika Kriznar. Der dritte Platz ging an Katharina Althaus aus Deutschland. Die übrigen ÖSV-Skispringerinnen belegten die Plätze 8 (Lisa Eder), 13 (Chiara Kreuzer), 14 (Jacqueline Seifriedsberger), 23 (Julia Mühlbacher) und 30 (Vanessa Moharitsch).

Sara Marita Kramer wird die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup im Anschluss an den finalen Saisonbewerb am Sonntag (14:45 Uhr) in Empfang nehmen können.

Zweiter Platz für Johannes Lamparter in Schonach



Am vorletzten Wettkampftag der diesjährigen Saison sprintet Johannes Lamparter zum zweiten Platz (+38,1sek). Er musste sich, wie schon öfter in der Saison, nur Kombi-Wunderkind Jarl Magnus Riiber geschlagen geben. Auf Platz drei kombiniert sich Riibers Landsmann Joergen Graabak (+44,2sek). Bei den Damen geht der Sieg an die Japanerin Anju Nakamura vor Haruki Kasai (+11,1sek) und der Italienerin Annika Sieff (+39,2sek). Lisa Hirner und Annalena Slamik konnten als Elfte und Zwölfte nicht in die Entscheidung mit eingreifen.

Bei den Damen lief der Sprungdurchgang aus Sicht des ÖSV nicht nach Wunsch. Sowohl Annalena Slamik als auch Lisa Hirner blieben hinter ihren Erwartungen. Slamik hatte als 11. bereits 1min 40sek Rückstand, Lisa Hirner ging als 15. mit 2min 3sek Rückstand auf die Strecke. Die 2,5 Kilometer Runde galt es für die Damen zweimal zu laufen. Während sich Lisa Hirner noch auf den elften Gesamtrang verbesserte büßte die Tirolerin Slamik noch einen Platz über die fünf Kilometer ein. 

Im Springen der Herren platzierten sich drei Österreicher in den Top Ten. Franz- Josef Rehrl hatte als Fünfter 54 Sekunden Rückstand auf Überflieger Riiber Rückstand, Lamparter folgte dem Steirer 10 Sekunden dahinter auf die Loipe. Mario Seidl hatte als Neunter 1min 22sek Rückstand. 

Während das 10 Kilometer Rennen für Riiber wieder zum Start-Ziel Sieg wurde, ging es dahinter schon spannender zu. Lamparter machte gemeinsam mit Franz-Josef Rehrl Platz um Platz gut, ehe Rehrl und die anderen Verfolger von Lamparter reißen lassen mussten. Der Vorsprung den sich Lamparter mit der starken dritten Laufzeit in der Loipe erarbeitete, hielt auch den unglaublich schnell herannahenden Athleten Graabak, Geiger und Herola stand, schlussendlich hatte der Rumer noch einen 6 Sekunden Polster im Ziel. Franz-Josef Rehrl finishte als Achter ebenso noch in den Top Ten (+1min36sek). Lukas Greiderer verbesserte sich von Platz 25 nach dem Springen mit einem starken Rennen auch noch auf Platz 13 in der Endabrechnung. Mario Seidl fiel über die 10 Kilometer auf den 15. Gesamtrang zurück. 

***Die weiteren Platzierungen der Österreicher:***
24. Martin Fritz
33. Philipp Orter
37. Lukas Klapfer

Mit dem heutigen Sieg von Riiber holt sich der Norsker die Führung im Gesamtweltcup zurück. Vor dem letzten Wettkampf morgen Sonntag beträgt sein Vorsprung auf Lamparter jedoch nur einen Punkt, weshalb es morgen zum Showdown um den Gesamtweltcup kommt.

***Stimmen:***

***Johannes Lamparter: (2.)*** „Es war ein richtig cooles Rennen. Heute war es von Beginn weg sehr schnell, ich habe bald auf Platz zwei aufschließen können. Ich wollte das Rennen von vorne bestimmen und habe mich gut gefühlt, jedoch dann in der dritten und vierten Runde gemerkt, dass ich ziemlich ausgepowert bin. Es ist sich aber noch für den zweiten Platz ausgegangen, damit bin ich überglücklich. Auf der Schanze ist noch nicht ganz so der Fluss drinnen und es geht nicht so einfach von der Hand. Vielleicht gelingt mir das morgen besser, dann wird es bestimmt ein cooles Finale. Derjenige der morgen vorne ist hat den Gesamtweltcup gewonnen, ich werde alles probieren.“

***Franz-Josef Rehrl: (8.)*** „Mein Sprung von der Schanze war sehr gut, das Laufen war dann sehr hart für mich. Im Großen und Ganzen muss ich aber zufrieden sein, der Tag war tadellos. Für morgen sehe ich aber noch Potential bei mir.“

***Lisa Hirner: (11.)*** „Ich bin mit meinem Langlaufrennen zufrieden und habe es heute eindeutig auf der Schanze liegen gelassen. Beim Sprung war ich am Tisch zu spät, ich bin dann einfach nicht ins Fliegen gekommen. Im Rennen habe ich alles probiert, leider ist sich kein Top-10 Platz ausgegangen, obwohl wir heute richtig schnelle Ski hatten. Morgen ist ein neuer Tag und da will ich wieder voll angreifen.“ 

***Annalena Slamik: (12.)*** „Ich habe mein Bestes gegeben und ich kann mir heute nichts vorwerfen. Die Sprünge sind bei mir noch ausbaufähig, aber ich habe die letzten zwei Tage schon gemerkt, dass es immer besser wird und darauf möchte ich morgen aufbauen. Mit dem Langlaufrennen bin ich sehr zufrieden, das hat heute gut gepasst.“

***Zeitplan Saisonfinale:***

9.15 Uhr: Probedurchgang HS 100 Damen
10.00 Uhr: Wertungsdurchgang HS 100 Damen
11.30 Uhr: Wertungsdurchgang HS 100 Herren
13.30 Uhr: Langlauf Damen 5km
14.35 Uhr: Langlauf Herren 10km
anschließend Siegerehrung

Lamparter jubelt über den zweiten Platz (Foto: ÖSV/Derganc)

SKI ALPIN  12 März 2022 Are (SWE)

SIEG FÜR LIENSBERGER

An der Stätte ihres ersten Weltcup-Sieges hat Katharina Liensberger erneut zugeschlagen. Die Silbermedaillengewinnern von Peking zeigte in der Entscheidung einen starken Lauf und konnte vom fünften Platz ganz nach vorne fahren und feierte ihren dritten Weltcup-Sieg. Auf dem zweiten Platz landete die Norwegerin Mina Fürst Holtmann (+0,16), Dritte wurde die Schweizerin Michelle Gisin (+0,23).

Nach dem ersten Durchgang hatte die letztlich fünftplatzierte Dürr 0,08 Sek. vor Vlhova geführt. Liensberger fehlten als Fünfter hinter der dann ausgeschiedenen Schwedin Swenn-Larssan und Shiffrin 0,35 Sek.

„Es fühlt sich wirklich unglaublich an hier. Seit 2017 war ich noch jedes Jahr da, mal Ups, mal Downs. Beim vierten Platz bei der WM hab ich mich so geärgert, dass ich gesagt habe: Das passiert mir nicht mehr, und seither ist es hier ganz gut gelungen. Und dass ich heute hier ganz oben stehen darf, ist natürlich super. Ich wollte natürlich alles geben, ich hab gewusst, dass es nicht leicht wird, weil die Piste schon sehr schwer zu fahren war.“ Katharina Liensberger


Einen großen Sprung nach vorne machte auch Katharina Truppe, die in der Entscheidung noch vom 14. auf den sechsten Rang nach vorne fuhr und damit ihren nächsten Top-Ten-Platz holte.

„Es war ziemlich zäh, der Lauf eng, die Piste brutal unruhig, die Sicht war nicht die beste. Ich hab wirklich kämpfen müssen, dass ich überhaupt einen Zug auf die Ski bringe, und war sehr froh, dass ich mal wieder den Einser aufleuchten hab sehen. Es ist ein leichter Hang, auf dem es wirklich schwer ist, schnell zu sein. Gas geben ist wirklich schwer, man muss es wirklich treffen.“ Katharina Truppe

Auch Franziska Gritsch, die beim Weltcup-Finale in Frankreich nicht dabei sein wird, machte mit einem starken zweiten Durchgang noch einige Plätze gut und wurde mit 1,34 Sekunden Rückstand schlussendlich Zwölfte. Katharina Huber (+1,52) landete auf dem 14. Rang. Katharina Gallhuber(+1,94) verpatzte den zweiten Lauf und fiel vom 17. auf den 25. Platz zurück. Chiara Mair, die das ÖSV-Damen-Quintett mit Liensberger, Truppe, Gallhuber und Huber in Meribel komplettiert, schied im ersten Durchgang aus.

Kraft holt Bronze bei der Skiflug-WM



Skispringer Stefan Kraft hat sich am Samstag die Bronzemedaille bei der Skiflug-Weltmeisterschaft in Vikersund (NOR) gesichert. Gold ging an den norwegischen Olympiasieger von der Großschanze Marius Lindvik vor dem Slowenen Timi Zajc. 

Kraft, der vor fünf Jahren an gleicher Stelle mit 253,5 Metern zum Weltrekord geflogen war, hielt als Halbzeit-Zweiter mit einem 227-m-Flug im dritten Durchgang den Anschluss an Lindvik. In der Entscheidung fiel der Salzburger dann aber mit einem Sprung auf 213 Meter auf den dritten Platz zurück. Unterm Strich blieb dem 28-Jährigen die dritte Bronzemedaille bei einer Skiflug-Weltmeisterschaft nach zwei dritten Plätzen 2016 in Bad Mitterndorf.

Stark präsentierte sich auch der Oberösterreicher Michael Hayböck, der ein beeindruckendes Comeback in der Weltspitze nach seinen Verletzungsproblemen davor schaffte. Der 31-Jährige landete nach Flügen über 217 und 227 Metern auf dem siebenten Platz. Der Olympia-Zweite von Peking Manuel Fettner vermochte sich nach Platz 17 zur Halbzeit nicht entscheidend verbessern, gab sich aber ambitioniert. Mit 193,5 und 213 Metern reihte sich der 36-Jährige im Endklassement auf dem 16. Platz ein.

STIMMEN

Stefan Kraft: „Der letzte Sprung war leider nicht mehr so gut, ich hab mich nicht getraut durchzuziehen. Ich war irgendwie nicht so bereit wie am ersten Tag. Leider. Kurz ärgern darf ich mich. Aber trotzdem, eine Medaille ist wunderschön. Die vier Sprünge waren insgesamt in Ordnung.“

Michael Hayböck: „Ich bin sehr happy, Siebenter bei einer WM, darauf kann ich stolz sein. Es waren gute Flüge. Vor allem der letzte ist mir gelungen. Es freut mich, dass ich das Vertrauen der Trainer bestätigen konnte. Unglaublich schön, dass ich wieder dabei bin und der Körper hält.“

Manuel Fettner: „Die Sprünge waren besser als gestern. Aber ich habe mir mehr erwartet, wollte das Fliegen genießen. Das ist mir leider nicht gelungen. Ich werde weiterhin dran bleiben.“

Stadlober über 10 km auf Rang 15


Beim Weltcupfinale in Falun (SWE) absolvierten die Damen heute ihr letztes Einzelrennen in dieser Saison. Dabei gelang Teresa Stadlober am Ende eines langen und fordernden Winters ein weiteres Top-Ergebnis. Die Salzburgerin hielt sich über die 10 km in der freien Technik von Beginn an in den Top-15 und teilte sich ihr Rennen auch bis zum Ende sehr gut ein. Angefeuert vom begeisterten schwedischen Publikum gab die Salzburgerin bis zum letzten Meter noch einmal alles und überquerte schlussendlich mit einem Rückstand von 1:11,3 Minuten als 15. die Ziellinie. Auf die Top-Ten fehlten der 29-Jährigen lediglich sieben Sekunden. In der Distanzweltcup-Wertung belegte Teresa Stadlober in dieser Saison damit den elften Platz und beendet die Saison im Gesamtweltcup auf Rang 17.
Barbara Walchhofer landete im heutigen Einzelrennen auf Rang 53 (+3:11,3 min.).

An der Spitze lieferte Therese Johaug einmal mehr eine Galavorstellung ab. Die Norwegerin lief in einer eigenen Liga, distanzierte die zweitplatzierte Schwedin Jonna Sundling um 35,9 Sekunden und war damit heute nicht zu schlagen. Rang drei ging an die US-Amerikanerin Jessie Diggins (+36,3 sec.).

Bei den Herren zuvor holte sich der Norweger Didrik Toenseth über 15 km in der freien Technik den Sieg. Neun Sekunden dahinter belegte der schwedische Lokalmatador Calle Halfvarsson Rang zwei. Mit Harald Oestberg Amundsen auf Rang drei schaffte ein weiterer Norweger den Sprung auf das Podest. Der Österreicher Philipp Leodolter klassierte sich mit 3:19,2 Minuten Rückstand auf Rang 57.


STIMME:

Teresa Stadlober (Rang 15): „Mit diesem 15. Platz bin ich eigentlich zufrieden. Es war ein extrem knappes Rennen und auf Rang acht fehlten mir nur etwa 12 Sekunden. Ich hatte vom letzten Jahr nicht wirklich gute Erinnerungen an Falun und mit ungefähr einer halben Minute Rückstand auf Jonna Sundling und Jessie Diggins kann ich schon zufrieden sein. Auch wenn sich die Top-Ten im Distanzweltcup mit Platz elf nicht ganz ausgegangen sind, bin ich trotzdem zufrieden, weil ich gerade zu Beginn der Saison wenig Punkte gemacht habe und nur schwer in den Rennrhythmus hineingekommen bin. Erst mit der Tour de Ski ist die Saison dann eigentlich richtig gut geworden. Platz 17. im Gesamtweltcup ist jetzt nicht unbedingt das, was ich mir vorstelle, so ehrlich muss ich auch sein. Das Ziel für die nächsten Jahre ist daher auf jeden Fall, wieder in die Top-15 zu kommen, aber dafür war heuer der Dezember einfach nicht gut genug. Das absolute Highlight der Saison war aber natürlich die Olympiamedaille in Peking und das entschädigt dann natürlich für vieles. Dennoch möchte ich in den nächsten Jahren wieder konstanter werden und mich auch gerade in der Skating-Technik weiter verbessern.“

Weltcup-Programm Falun:
Sonntag, 13.03.2022, Mixed Staffel, 10.30 Uhr
Sonntag, 13.03.2022, Mixed-Team-Sprint, 13.30 Uhr (Finalläufe)

Starke Teamleistung in Are

SKI ALPIN  12 März 2022 Are (SWE)

Für die ÖSV-Damen klappte es nicht mit dem ersten RTL-Podestplatz in dieser Saison, mit drei Läuferinnen in den Top Acht endete das Rennen für die Österreicherinnen aber überaus erfreulich. Der Sieg ging an Petra Vlhobe (SVK) vor Marta Bassino (ITA) und Mikaela Shiffrin (USA)

Ricarda Haaser belegte den fünften Rang (+1,93) und holte damit ihre mit Abstand beste Platzierung in dieser Saison. Franziska Gritsch fuhr überhaupt ihr bestes RTL-Ergebnis der Karriere ein. Die 24-jährige Tirolerin verbesserte sich in der Entscheidung mit Laufbestzeit um 19 Ränge und beendete den vorletzten RTL im Olympiawinter auf Rang sechs. Katharina Truppe komplettierte als Achte das starke Abschneiden der ÖSV-Damen. Weltcup-Punkte holten auch noch Katharina Huber als 15. und Stephanie Brunner als 16. 

Hasser fehlten am Ende auf das erste Weltcup-Podest ihrer Karriere nur 0,23 Sekunden.

„Ich habe gehört, dass Franziska (Gritsch, Anm.) noch immer vorne ist und sie war 25. nach dem ersten Lauf. Daher habe ich gewusst, die Piste ist schlecht, ich muss Gas geben. Das Ergebnis tut gut. Ich freue mich aufs Finale“, Ricarda Haaser

Sehr starke präsentierte sich auch Franziska Gritsch.

„Mein Ziel war es, mich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren. Dann wusste ich, dass ich eine gute Piste habe und bin alles oder nix gefahren. Das ist zum Glück aufgegangen“, Franziska Gritsch

PARASKISPORT  12 März 2022 Peking

EDLINGER JUBELT ÜBER BRONZE

Carina Edlinger läuft in Zhangjiakou über die Langlauf-Mitteldistanz wie vor vier Jahren in Pyeongchang zu Bronze. Für ihre zweite Medaille musste die Salzburgerin noch einmal an ihre körperlichen Grenzen gehen – und darüber hinaus.

„Es war grausam heute, aber das Schlimmste wäre gewesen, wenn ich noch einmal Vierte geworden wäre. Ich bin unglaublich dankbar, dass es nach dem Auf und Ab der letzten Tage noch eine Medaille geworden ist. Ende gut, alles gut, aber jetzt bin ich einfach nur froh, dass es vorbei ist.“

Carina Edlinger

Das Team um Guide Lorenz Lampl und Trainer Felix Kappelsberger war in Peking ein wichtiger Faktor für den Erfolg. „Es waren für uns alle sehr emotionale Spiele, aber wir haben uns hier in China gefunden und gemeinsam eine sehr coole Dynamik entwickelt. Ich werde diese Winterspiele nicht mehr vergessen“, so Edlinger.

PARASKISPORT  12 März 2022 Peking

AIGNER-SCHWESTERN LEGEN IM SLALOM NACH

Nach Gold und Bronze im Riesentorlauf jubeln die sehbehinderten Ski-Rennläuferinnen Veronika und Barbara Aigner mit ihren Guides im Slalom über einen Doppelsieg. 

Die Geschwister aus Niederösterreich dominieren weiter die internationalen Schlagzeilen dieser Paralympics und carven von einer Medaille zur nächsten. Veronika Aigner machte mit Schwester und Guide Elisabeth Aigner am Samstag den goldenen Doppelpack perfekt und triumphierte nach dem Riesentorlauf auch im Slalom. Nach dem ersten Durchgang lagen die beiden bereits 0,99 Sekunden vor Schwester Barbara Aigner und Guide Klara Sykora sowie 2,26 Sekunden vor der Drittplatzierten Alexandra Rexova aus der Slowakei. Im zweiten Durchgang fixierten die beiden Östereicherin dann endgültig ihre zweite Goldmedaille und freuten sich bereits auf die Siegerehrung.

„Da werden sicher wieder ein paar Tränchen kullern, aber ich schätze es total, was uns hier gelungen ist. Mit zwei Goldenen kann ich jetzt wirklich einen auf Michi Dorfmeister machen.“

Veronika Aigner

„Wir haben immer an unsere Ziele geglaubt, auch nach der Verletzung. Der Weg war nicht einfach, aber das ist bei uns in der Familie scheinbar immer so, dass es immer über irgendwelche Umwege gehen muss.“

Elisabeth Aigner

SCHWESTER BARBARA JUBELT ÜBER SILBER

Grund zum Lachen hatte auch Barbara Aigner, Zwillingsschwester des bereits vierfachen Medaillengewinners Johannes. Die 16-Jährige jubelt mit Guide Klara Sykora über Platz zwei.

„Im ersten Durchgang wäre sicher mehr drin gewesen, aber im zweiten Durchgang ist dann trotz der schwierigen Bedingungen alles aufgegangen. Der heutige Tag ist mega-cool!“

Barbara Aigner

„Wir haben alles gegeben, alles probiert und man darf auch nicht vergessen, dass Babsi noch sehr jung ist. Wenn ich an meine Zeit als Rennläuferin zurückdenke, da war ich mit 16 Jahren ein kleiner Fisch im Ozean und sie hat mit 16 Jahren bereits zwei Paralympics-Medaillen um den Hals.“

Klara Sykora

BIATHLON  12 März 2022

EDER IM MASSENSTART AUF RANG 16

Beim Massenstart-Bewerb der Herren in Otepää (EST) feierte Vetle Sjaastad Christiansen mit einer fehlerfreien Schießleistung seinen zweiten Weltcupsieg in dieser Saison. Der Norweger setzte sich in einem extrem spannenden Rennen mit 5,9 Sekunden Vorsprung hauchdünn gegen Quentin Fillon Maillet (1 Schießfehler) durch. Der Franzose verpasste damit zwar den Tagessieg, sicherte sich mit Rang zwei aber die große Kugel des Gesamtweltcups. Rang drei ging an den Norweger Sivert Guttorm Bakken (+15,5 sec./1 Schießfehler).

Österreichs Herren leisteten sich heute am Schießstand zu viele Fehler und verpassten damit eine absolute Spitzenplatzierung. Simon Eder belegte mit insgesamt drei Fehlschüssen und einem Rückstand von 1:52,5 min. Rang 16. Felix Leitner musste fünf Mal in die Strafrunde abbiegen und wurde 25. (2:45,7 min.)

BIATHLON  10 März 2022 Otepää

LEITNER BESTER ÖSV-ATHLET IM SPRINT

Zum Auftakt des Weltcup-Wochenendes im estnischen Otepää absolvierten die Herren heute ihr vorletztes Sprintrennen in dieser Saison. Dabei hieß der Sieger einmal mehr Quentin Fillon Maillet. Der momentan Gesamtweltcupführende setzte sich mit 7,2 Sekunden Vorsprung gegen den Norweger Sturla Holm Laegreid durch. Rang drei sicherte sich der Deutsche Benedikt Doll (+11,1 sec.). Alle drei Athleten an der Spitze zeigten ein fehlerfreie Schießleistung.

Bester Österreicher war heute Felix Leitner. Der Tiroler blieb wie viele andere Athleten am Schießstand fehlerfrei und belegte mit einem Rückstand 1:03,7 Rang 20. Simon Eder klassierte sich mit einem Schießfehler auf Rang 29 (+1:27,0 min.). David Komatz (Rang 46), Harald Lemmerer (Rang 47) und Patrick Jakob (Rang 83) verpassten die Weltcuppunkteränge.

SKI ALPIN  12 März 2022 Kranjska Gora (SLO)

BRENNSTEINER FÜNFTER IN KRANJSKA GORA

Beim ersten von zwei Riesentorläufen im slowenischen Kranjska Gora wurde Stefan Brennsteiner als Fünfter bester Österreicher. Dem Salzburger fehlten auf Sieger Henrik Kristoffersen (NOR) 77 hundertstel Sekunden. Zweiter wurden ex aequp Lucas Braathen (NOR) und Marco Odermatt (SUI). Manuel Feller landet auf Rang neun. 

Nach dem ersten Lauf lag Stefan Brennsteiner als Sechster auf Lauerposition auf die Podestplätze. In Führung lag der Franzose Alexis Pinturault, welcher in der Entscheidung jedoch auf die elfte Stelle zurückfiel. Brennsteiner zeigte einen guten zweiten Lauf und konnte sich, trotz Fehlers vor dem Flachstück um einen Rang verbessern. Am Ende holte der 30-Jährige mit Platz fünf sein bestes Saisonergebnis.

„Natürlich liebäugelt man immer mit einem Podestplatz, aber es war heute durch die Bank eine gute Leistung von mir. Ich habe mich sehr gut gefühlt, leider hatte ich genau in das Flachstück hinein einen kleinen Fehler, das hat wohl ein besseres Resultat gekostet. Morgen möchte ich die kleinen Fehler abstellen und wieder voll angreifen.“

Stefan Brennsteiner

Zweitbester Österreicher wurde Manuel Feller auf Rang neun. Der Tiroler, der im ersten Lauf seine Probleme hatte und als Zehnter in die Entscheidung ging, konnte auch im zweiten Durchgang nicht seine aktuell gute Riesentorlaufform abrufen. Feller, der in dieser Saison bereits dreimal auf ein RTL-Podest fahren konnte, musste sich am Ende mit Platz neun begnügen.

„Zufrieden sein kann ich definitiv nicht. Nicht nur die Platzierung, sondern auch mein Skifahren war heute nicht optimal. Mein Timing passt derzeit nicht und es ist auch schwierig das rasch wieder auszumerzen. Wer weiß was morgen passiert, ich werde wieder mein Bestes geben.“

Manuel Feller

Raphael Haaser belegte mit 2,35 Sekunden Rückstand den 17. Rang. Das Quartett Marco Schwarz (33.), Christian Borgnaes (37.), Patrick Feurstein (40.) und Dominik Raschner (49.) konnte sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Thomas Dorner schied im ersten Lauf aus.

ERGEBNIS

Der Schweizer Marco Odermatt, der heute Zweiter wurde, sicherte sich vorzeitig die RTL-Kristallkugel. Manuel Feller liegt zwei Rennen vor Schluss an dritter Position. 

STAND RTL-WELTCUP

SKI ALPIN  12 März 2022 Panorama (CAN)

JWM: EGGER ÜBERRAGT ALLE

JWM

ÖSV/Schrammel: Großer Jubel nach dem Gewinn der Marc-Hodler-Trophy für die beste Nation.

Die 41. FIS Alpin Junioren Weltmeisterschaften im kanadischen Panorama sind Geschichte und verliefen aus österreichischer Sicht durchaus erfreulich, auch wenn es kleine Schönheitsfehler gibt. Überragend waren die fünf Medaillen durch Magdalena Egger, die neue Rekordhalterin bei Junioren Weltmeisterschaften ist.

„Natürlich sind wir mit der Medaillenausbeute zufrieden und speziell muss man Magdalena gratulieren, das war eine tolle Leistung. Leider hatten wir in der Herrenabfahrt Wetterpech und auch der Super-G der Herren ist unglücklich verlaufen. Es gibt aber auch immer etwas zu tun und hier im Speziellen in den beiden Slaloms.“

Thomas Trinker, ÖSV Teamcaptain

Insgesamt sieben Medaillen konnten die österreichischen Athletinnen und Athleten in den kanadischen Rocky Mountains einfahren. Gleich zum Auftakt gewann Magdalena die Abfahrt der Damen, tags darauf gingen die Herren in der Abfahrt leer aus, nachdem diese am Vortag bei einer ÖSV-Doppelführung abgebrochen werden musste. Für die nächsten rot-weiß-rote Medaille sorgte wiederum Magdalena Egger, die den Super-G für sich entscheiden konnte, sowie die Jüngste im Team, Victoria Olivier, die sich Bronze sicherte. In der Damen Kombination gelang Magdalena Egger mit Silber der dritte Medaillengewinn.

Im Teambewerb musste sich das ÖSV-Team erst im Finale Gastgeber Kanada geschlagen geben, welches einen vielumjubelten Heimsieg feiern konnte. Für eine Überraschung sorgte Lukas Passrugger mit Bronze im Riesentorlauf. Der Salzburger fuhr im zweiten Durchgang von Rang 30 auf das Podest. Im abschließenden Damen Riesentorlauf gelang Magdalena Egger historisches. In ihrer „schwächsten“ Disziplin holte die Vorarlbergerin ihre dritte Goldmedaille und gilt mit ihren insgesamt neun JWM-Medaillen als neue Rekordhalterin.

Österreich sicherte sich zudem die ‚Marc-Hodler-Trophy‘ für die erfolgreichste Nation.

egger

ÖSV/Schrammel: Rekordhalterin bei alpinen Junioren-Weltmeisterschaften: Magdalena Egger

Daniela Ulbing schrammt als PSL-Vierte in Piancavallo knapp am Podest vorbei


Daniela Ulbing hat am Samstag beim Weltcup-Parallelslalom in Piancavallo (ITA) als Vierte für das beste Resultat aus ÖSV-Sicht gesorgt! Die Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Peking zog im kleinen Finale gegen die Deutsche Ramona Hofmeister den Kürzeren. Den Sieg teilten sich die Schweizerin Julie Zogg und die Japanerin Tsubaki Miki, die nun beide in der PSL-Weltcupwertung vor der Kärntnerin liegen. Im Parallel-Gesamtweltcup konnte Ulbing mit 432 Punkten ihre Führung vor Zogg (420) und Hofmeister (397) jedoch verteidigen.

„In den letzten beiden Läufen bin ich leider nicht mehr richtig in einen guten Rhythmus gekommen, deshalb haben sich auch Fehler eingeschlichen. Aber gesamt gesehen war es ein solider vierter Rang“, sagte Daniela Ulbing. Als zweitbeste Österreicherin landete Julia Dujmovits unmittelbar vor Claudia Riegler auf Platz acht, Sabine Schöffmann belegte Rang elf.

Bei den Herren zogen gleich fünf Österreicher in das 16er-Finale ein, in den Kampf um die Stockerlplätze konnten die rot-weiß-roten Racer allerdings nicht eingreifen. Als bester ÖSV-Boarder fuhr Alexander Payer auf Platz sechs. Olympiasieger Benjamin Karl führte als Achter ein Österreicher-Paket vor Arvid Auner und Andreas Prommegger an. Lukas Mathies wurde 14. Der Italiener Marc Hofer feierte vor seinem Landsmann Edwin Coratti und dem Südkoreaner Lee Sangho seinen ersten Weltcupsieg. Auner (189) nimmt als Führender im PSL-Weltcup vier Punkte Vorsprung auf Lee (185) in das Saisonfinale am kommenden Wochenende in Berchtesgaden (GER) mit.

*** Das weitere Programm beim Parallel-Weltcup in Piancavallo (ITA): ***

Sonntag, 13. März 2022:
14.00 Uhr: Mixed-Teambewerb

Finaleinzug für Resch bei Junioren Weltmeisterschaft in Leysin (CH)



Freeski Nachwuchstalent, Luis Resch (ST), der auch diesen Winter seine Weltcupprämiere am Stubaier Gletscher feiern durfte, konnte sich auf dem anspruchsvollen Slopestyle Kurs in Leysin mit 72.33 Punkten für das morgige Finale qualifizieren. 
„Wir hatten heute wieder top Bedingungen – ich habe meinen Run ins Ziel bringen können, leider nicht ganz so sauber wie geplant aber das werde ich dann morgen besser machen!“, so Resch. 

Für Florian Pale (T) reichte es um 2.33 Punkte, knapp nicht für einen Einzug in das Finale der Besten Herren. Andre Wieser (V) wie auch Andreas Penz (T), konnte auch heute wieder wertvolle Erfahrungen sammeln. 

Auf dem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Slopestyle Kurs werden morgen die Besten 18 Herren um den JWC Titel kämpfen. „Der Slopestyle Kurs ist mit drei Kickern und drei Rail Sektionen sehr spannend und anspruchsvoll angelegt, wir werden hier sicher viel gutes Schifahren sehen.“, so Felix Prankl (Gruppentrainer Europacup).

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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