LR Steinkellner: „Alt-Bier“ befindet sich in finaler Reifephase

Halbzeit beim ersten Bauabschnitt des Westrings erreicht. 2024 soll Westring- Hängebrücke für den Verkehr verfügbar sein

Am westlichen Ende der Landeshauptstadt Linz entsteht zwischen den steilen felsigen Flanken des Donautals aktuell ein weltweit einzigartiges Bauwerk – die Donaubrücke an der A26. Der Weg dahin war ein langer. Von Anfang an dabei war Mobilitäts-Landesrat Mag. Günther Steinkellner, der selbst noch ein Relikt aus der Planungsphase des Westrings besitzt.

Chronologie des Westrings

Bereits in den 70er Jahren entstanden, aufgrund der Verkehrsbelastungen im westlichen Linz, die Ideen für den Bau einer Westtangente und einer vierten Donaubrücke in Linz. Mitte der 80er Jahre starteten die Planungen rund um die vierte Linzer Donaubrücke. Im Jahr 2000 einigten sich Stadt und Land auf ein gemeinsames Projekt, das ursprünglich sogar einen Lückenschluss mit der Mühlkreisautobahn A7 vorsah. Nach politischen Beschlüssen auf Bundesebene übernimmt im Jahr 2005 die ASFINAG die konkreten Projektplanungen. Der damalige Infrastruktur-Minister Werner Faymann stellt im Jahr 2007 den Westring sowie weitere Bahnprojekte in Frage und nahm eine Teilung des Projekts Westring in einen Nord- und einen Südteil vor. Steinkellner dem die Zusage zu wage erschien, forderte damals bereits eine vertragliche Absicherung des Gesamtprojekts, blieb aber ungehört. Im Jahre 2010 brachte die damalige Infrastruktur-Ministerin Doris Bures eine Westring-Sparvariante ins Spiel, die den nördlichen Lückenschluss nicht mehr berücksichtigte. In weiterer Folge wird der Nordteil der ehemaligen Ringvariante gestrichen. Die seit 2008 laufenden Verfahren können mit zahlreichen Auflagen rund eine Dekade später abgeschlossen werden. Im September 2018 wurde eine österreichisch-italienische Arbeitsgemeinschaft mit dem Bau des Westrings beauftragt. Nach langjährigen Planungen und Abwicklung aller Verfahren wird im ersten Bauabschnitt die A26 Hängebrücke errichtet.

Im Laufe der Jahre wurde mit dem Westring auch oft politisches Kleingeld gewechselt. Meist vor Wahlen wurden Maßnahmen versprochen und im Vorhinein gefeiert. So auch im Jahre 1997, wo ein eigenes Brückenbier gebraut wurde, mit welchem man auf den baldigen Baubeginn des Westrings anstoßen wollte. Landesrat Steinkellner hat sich das Relikt aus jener Zeit aufgehoben: „Auch wenn das ursprüngliche Spezialbier mittlerweile zum Alt-Bier mutiert ist, hat es dennoch einen starken Symbolcharakter. Die Agenden der Infrastruktur sind kein Sprint, sondern ein Marathon, für den man aufgrund des großen Verfahrensaufwands einen langen Atem benötigt. Eine effiziente Regulierung, welche den Anrainerschutz, Rechtssicherheit und eine Verfahrensbeschleunigung kombiniert sind Herausforderungen, welchen man sich auf Bundesebene hinkünftig widmen wird müssen“, so LR Günther Steinkellner.

Westringbrücke kommt in die zweite Halbzeit

Mit einem ordentlichen Knall erfolgte diese Woche der letzte Tunneldurchschlag. Damit ist die Hauptröhre der Anschlussstelle Nord zur Donau hin genau dort durchgeschlagen, wo später ein vierspuriges Tunnelportal entstehen wird. Das bedeutet auch, dass die Bauphase nun in die zweite Halbzeit geht. Die Montage der Fahrbahnelemente startet noch in diesem Jahr. In rund zweieinhalb Jahren soll die Brücke dann für den Verkehr nutzbar sein. Das Brückenbier gelangt somit in den finalen Reifeprozess.

„Das Bier ist nach einer so langen Lagerung sicher nicht mehr genießbar. Mit der Fertigstellung der Westringbrücke wird das Bier aber dann endlich geöffnet und dessen Inhalt feierlich der Donau übergeben“, so Steinkellner abschließend.

Foto: Land OÖ/Daniel Kauder

LR Steinkellner mit dem rund 25 jährigen Brückenbier

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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