Land OÖ beauftragt Caritas OÖ mit Einrichtung eines Help-Points am Hauptbahnhof Linz

Ergänzend wird eine Erstversorgungsstelle in Linz in Betrieb genommen

Vermehrt treffen mittlerweile ukrainische Frauen und Kinder auf ihrer Flucht auch in Linz ein und suchen Hilfe bzw. eine Schlafstelle. Als erste Anlaufstelle, um Informationen zu erhalten, zu koordinieren bzw. um eine Notschlafstelle zu vermitteln, richtet die Caritas Oberösterreich im Auftrag des Landes Oberösterreich am Linzer Hauptbahnhof einen Help-Point für ukrainische Flüchtlinge ein. Ergänzend dazu wird das bereits für den Bedarfsfall aktivierte Notschlafquartier in Linz Bindermichl als Erstversorgungsstelle in Betrieb genommen, um schutzsuchenden Ukrainer/innen für ein paar Nächte einen Schlafplatz und Versorgung zu bieten.

„Immer mehr ukrainische Frauen und Kinder kommen auf den unterschiedlichsten Wegen nach Oberösterreich, viele von ihnen landen dabei in der Landeshauptstadt. Zur ersten Orientierung schaffen wir gemeinsam mit der Caritas zentral gelegen am Linzer Hauptbahnhof eine erste Anlaufstelle“, so Sozial-Landesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer und weiter: „Die Erstversorgungsstelle in Linz ist ab sofort mit Personal des Roten Kreuzes besetzt, um ukrainischen Flüchtlingen in dringenden Fällen schnell und unkompliziert einen Schlafplatz und Versorgung zu bieten. Je nachdem, ob sie in ein anderes europäisches Land weiter flüchten oder in Österreich bleiben wollen, wird ihnen von dort ein Quartier organisiert.“

Help-Point am Linzer Hauptbahnhof

Die Caritas Oberösterreich wird im Auftrag des Landes Oberösterreich ab heute Nachmittag am Hauptbahnhof in Linz vertreten sein, um ukrainischen Flüchtlingen erste Auskünfte zu geben bzw. die Menschen in das Notquartier des Roten Kreuzes zu vermitteln. Ukrainische Staatsbürger, die sich auf der Flucht befinden, können sich am Hauptbahnhof mit Fragen an die Mitarbeiter/innen wenden. Der Help-Point kann im Bedarfsfall zu einer zentralen Koordinierungs-Drehscheibe ausgebaut werden.

„Not sehen und Handeln ist unser Grundauftrag als Caritas. Daher stehen wir selbstverständlich überall dort den Menschen zur Seite, wo unsere Hilfe gebraucht wird. Es ist uns wichtig, den geflüchteten Menschen aus der Ukraine hier beim ersten Ankommen am Hauptbahnhof Orientierung und Zuspruch zu geben“, so Franz Kehrer, MAS, Direktor der Caritas Oberösterreich.

Zudem werden Mitarbeiter/innen und Geschäftsbetreiber/innen am Bahnhof von der Caritas Oberösterreich über die aktuelle Situation informiert bzw. Flugblätter mit den wichtigsten Informationen und Hotlines verteilt, um bei Bedarf ebenfalls Auskünfte erteilen zu können.

Erstversorgungsstelle in Linz rund um die Uhr verfügbar

Ergänzend zum Help-Point wird das bereits für den Bedarfsfall vorbereitet Notschlafquartier in Linz Bindermichl als Erstversorgungsstelle in Betrieb genommen und steht rund um die Uhr zur Verfügung. Es dient dazu, ankommende und erschöpfte Flüchtlinge not zu versorgen und in dringenden Fällen unkompliziert einen Schlafplatz und Versorgung zu bieten. Von der Erstversorgungsstelle werden die Flüchtlinge, wenn sie in Österreich bleiben wollen, in ein anderes Quartier weitervermittelt.

Primär erfolgt die Zuteilung von Notschlafstellen weiterhin zentral über die Hotline der BBU, um einen koordinierten Vorgang zu gewährleisten. Die Erstversorgungsstelle in Linz dient lediglich der Unterbringung in dringenden Notfällen. Sehr viele Menschen organisieren aktuell auf eigene Initiative einen Transport nach und eine Unterbringung in Österreich. „Diese Initiativen sind ein starkes Zeichen der Solidität und der funktionierenden Zivilgesellschaft, ihnen gilt unser großer Dank“, so Landesrat Hattmannsdorfer.

Zugleich richtet das Land Oberösterreich den dringenden Appell an derartige Initiativen, frühzeitig mit der BBU Kontakt aufzunehmen und die Unterbringung von Flüchtlingen abzustimmen, damit eine koordinierte Unterbringung sichergestellt werden kann.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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