Auch weiterhin getestet, geimpft und gesund: Test- und Impfmöglichkeiten in Oberösterreich bleiben aufrecht

Trotz der Aufhebung eines Großteils der Covid-19-Schutzmaßnahmen durch die Bundesregierung und der bereits seit Wochen sinkende Nachfrage nach Testungen und Impfungen bietet Oberösterreich weiter einentsprechendes Test- und Impfangebot an.

Testangebot auch weiterhin: 

Mit 5. März wurden umfangreiche Öffnungsschritte gesetzt. Ein 3G-Nachweis ist seit der jüngsten Aufhebung eines Großteils der Covid-19-Schutzmaßnahmen durch die Bundesregierung und dem damit einhergehenden Wegfall der Notwendigkeit für ein gültiges Testergebnis nur mehr in wenigen Bereichen erforderlich. 

Das Land Oberösterreich hält aber weiterhin am Testangebot für die Bevölkerung fest. Die Strukturen werden aber redimensioniert bzw. angepasst: Ab kommender Woche wird in jedem Bezirk eine öffentliche Teststraße angeboten. Aufgrund der geringen Nachfrage wird der Betrieb der mobil betriebenen Standorte eingestellt. Das PCR-Gurgeltestangebot läuft vorerst noch bis Ende März. Ob es anschließend weitergeführt wird, entscheidet der Bund. Da aber die weiterführende Teststrategie des Bundes bislang noch immer nicht vorliegt, diese aber für die weiteren Planungen in den Bundesländern und vor allem für weitere zu treffende vertragliche Vereinbarungen ganz wesentlich ist, wird von Oberösterreich dringend Klarheit zur weiteren Teststrategie vom Bund gefordert. 

„Trotz der Aufhebung eines Großteils der Covid-19-Schutzmaßnahmen und der rückläufigen Nachfrage halten wir in diesen Wochen an einem öffentlichen Testangebot fest“, so Gesundheitslandesrätin und LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und ergänzt: „Es braucht dringend eine klare Aussage des Bundes zur geplanten Teststrategie ab April. Aktuell haben wir vom Bund nur die Zusage bis 31. März. Wie es darüber hinaus weitergeht, wissen wir aktuell noch immer nicht“, fordert Haberlander den Bund erneut zur Vorlage einer Bundes-Teststrategie auf. 

Das Testangebot ab kommender Woche:

·                    Die behördliche Teststationen, betrieben durch das Rote Kreuz, bleiben im bisherigen Umfang aufrecht.

·                    Eine öffentliche Teststraßen je Bezirk: Jeweils von Montag bis Sonntag mit Antigen- und PCR-Testmöglichkeit zu den unter www.land-oberoesterreich.gv.at/corona-test angegebenen Öffnungszeiten.

  • Wohnzimmertests: Seit Jänner wurden rd. 6 Millionen Wohnzimmertests in OÖ an die Gemeinden, Städte und die Wirtschaftskammer entsprechend dem Einwohnerschlüssel ausgeliefert. Soweit Tests in den Gemeinden verfügbar sind, können diese auch weiterhin inklusive QR-Code abgeholt bzw. die Tests auch weiterhin angewendet werden.  
  • Gurgeltests: Die Test-Sets von www.ooe-gurgelt.at werden jedenfalls bis Ende März noch erhältlich sein. Eine Entscheidung über ein mögliches Testnachfolgesystem wird rechtzeitig, abhängig von der Bundes-Teststrategie, getroffen. „Alles Gurgelt“ in den Bezirken Linz Stadt, Vöcklabruck und Gmunden: eine Abgabe der in den Haushalten befindlichen Testsets ist noch bis 2. April bei den REWE-Standorten möglich.
  • Selbsttests unter Aufsicht in den Gemeinden bleiben vorerst bis Ende März weiter bestehen und sind darüber hinaus abhängig von der Bundes-Teststrategie. 
  • Weiters ist es derzeit noch möglich sich in den Apotheken testen zu lassen.

Gänzlich wegfallen werden ab kommender Woche die mobilen Teststandorte, die in den letzten Tagen eine nur mehr rund 20 prozentige Auslastung gezeigt haben. Die aktuellen Testangebote werden laufend auf der Homepage des Landes unter www.land-oberoesterreich.gv.at/corona-test kommuniziert.

Impfangebot bleibt trotz dem Aussetzen der Impfpflicht aufrecht

Die Impfpflicht gegen das Coronavirus wird aufgrund der Empfehlung der Evaluierungs-Kommission ausgesetzt, weshalb ab Mitte März auch keine Strafen mehr für ungeimpfte Personen drohen. Abgesehen von dieser Weichenstellung ist bereits in den letzten Tagen der Zulauf zu den Impfstandorten merklich zurückgegangen, weshalb es zu einer Bedarfsanpassung bei den Impfstationen in Oberösterreich kommen wird.

Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander zur Entscheidung der BundesregierungIch habe immer betont, dass man in der Bekämpfung der Pandemie eine dynamische Entwicklung hat, auf Sicht fährt und Flexibilität braucht. Wir haben im Laufe der Pandemie immer besser gelernt mit dem Virus umzugehen. Die Empfehlung der Expertenkommission dann zu impfen, wenn die Wirkung am größten ist, ist nachvollziehbar. Ich begrüße es daher, dass an der Impfpflicht festgehalten wird, denn es geht nicht um den aktuellen Zeitpunkt, sondern insbesondere um die Vorbereitung auf den Herbst und Winter. Allerdings muss die Zeit von Seiten des Bundes nun aktiv genutzt werden, um die technischen Rahmenbedingungen aufzubereiten und das Instrument tauglich zu stellen.“

Die nunmehrige Bedarfsanpassung sieht ab 29.03.2022, an einigen Standorten bereits früher, eine Reduktion der derzeit 31 Impfstandorte vor. Mit 18 weiter bestehenden Impfstandorten steht in jedem Bezirk auch weiter ein Impfstandort zur Verfügung, um den Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft ein niederschwelliges Netz an Impfstandorten zur Verfügung stellen zu können.

Neben den öffentlichen Impfstraßen steht auch weiterhin das wohnortnahe Angebot an Impfmöglichkeiten bei den niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten, die seit Anbeginn einen wichtigen und wertvollen Beitrag im Rahmen der Impfstrategie leisten, zur Verfügung. Ich appelliere auch weiterhin an die Oberösterreicherinnen und Oberösterreich sich impfen zu lassen, um schwere oder tödliche Verläufe zu vermeiden“, so Haberlander abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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