ÖSV – Wintersportsplitter: Österreichs Junioren siegen im WM-Teambewerb//EGGER HOLT AUCH SUPER-G GOLD



Das österreiche Junioren-Team im Skispringen hat bei der Weltmeisterschaft in Zakopane (POL) die Goldmedaille gewonnen. Mit dabei waren der Kärntner Daniel Tschofenig, der vor zwei Tagen bereits im Einzelspringen einen österreichischen Dreifachsieg angeführt hat, sowie David Haagen (Zweiter im Einzelbewerb), Markus Müller (Dritter im Einzel) und Jonas Schuster. Der zweite Platz ging an Norwegen vor Deutschland. 

Bei den Damen reichte es für Julia Mühlbacher, Sahra Schuller, Sophie Kothbauer und Vanessa Moharitsch nur für den undankbaren vierten Platz hinter Slowenien, Japan und Deutschland. Am Sonntag steht zum Abschluss ein Mixed-Teambewerb auf dem Programm.

STIMMEN

Daniel Tschofenig: „Die ganze Woche ist bis jetzt mega gelaufen. Ich freu mich riesig fürs Team. Es haben alle richtig gute Sprünge gemacht. Meine Sprünge waren heute wieder sehr solide. Ich bin einfach überglücklich und dann hoff ich, dass wir morgen noch einmal einen draufsetzen können.“

David Haagen: „Das war heute ein richtig cooler Wettkampf. Wir haben souverän die Goldene geholt, für mich war das nach dem Vorjahr schon die zweite Goldene, das macht es natürlich umso cooler. Meine Sprünge waren insgesamt sehr stabil.“

Markus Müller: „Wir haben als Team einen super Auftritt gemacht heute und ich hab eine Megafreude, dass es für die Goldene heute gereicht hat. Einfach megageil.“

Jonas Schuster: „Ich bin voll dankbar, dass ich ein Mitglied von diesem coolen Team sein darf. Es ist super, dass wir heute gezeigt haben, dass wir die Besten sind und dass es am Ende für uns gereicht hat. Einfach richtig cool und ich bin megahappy.“

Haagen, Schuster, Müller, Tschofenig;©ÖSV

SKI ALPIN  05 März 2022 Panorama (CAN)

JWM: EGGER HOLT AUCH SUPER-G GOLD

Egger, Olivier

ÖSV/Schrammel

Der Erfolgslauf von Magdalena Egger geht weiter. Die Vorarlbergerin holte sich nach Abfahrts-Gold auch den Sieg im Super-G. Platz drei ging überraschend an die erst 17-jährige Victoria Olivier. Silber holte sich die US-Amerikanerin Ava Sunshine Jemison. 

Nachdem der Super-G der Damen aufgrund des Wetters um einen Tag verschoben werden musste, herrschte am Samstag absolutes Traumwetter in Panorama (CAN). Voller Selbstbewusstsein ging Magdalena Egger, die bereits in der Abfahrt Gold holen konnte, mit Startnummer fünfan den Start. Die 21-jährige Lecherin stellte ihre Traumform erneut unter Beweis und knallte eine überlegene Bestzeit in den Schnee.

„Der Traum geht weiter. Ich freue mich brutal und es ist einfach so schön, dass ich das Podest mit Vici teilen kann. Die ganze Geschichte ist einfach nur cool.“

Magdalena Egger

Bei Startnummer 16 wurde es erstmals eng für „Mäggy“. Ava Sunshine Jemison aus den USA schwang mit 45 Hundertstel Rückstand im Ziel ab und setzte sich an die zweite Stelle. Mit 17 Jahren ging die jüngste im ÖSV-Team, Victoria Olivier, als 29. ins Rennen. Die Vorarlbergerin zeigte einen extrem engagierten Lauf und traute im Ziel ihren Augen nicht. Platz drei und zwischenzeitlich Bronze für die JWM-Debütantin. Es begannen bange Minuten des Wartens, bis zur letzten Läuferin Zrinka Ljutic (CRO), welche durchaus ein Podestplatz zuzutrauen gewesen wäre. Die Kroatin konnte die Top-3 nicht mehr abfangen und somit standen die Medaillen zwei und drei für Österreich fest.

coach

ÖSV/Schrammel: Große Freude bei Victoria Olivier, Magdalena Egger und Coach Florian Melmer.

„Von so etwas habe ich nicht einmal geträumt, es ist einfach ein Wahnsinn, dass es heute so aufgegangen ist. Ich weiß nicht, wann ich das wirklich realisieren werde, ich freue mich einfach so sehr.“

Victoria Olivier

Viktoria Bürgler, die mit großen Ambitionen ins Rennen ging, musste sich nach einem Fehler im oberen Streckenteil mit dem 14. Rang zufriedengeben. Amanda Salzgeber stürzte nach der ersten Zwischenzeit, blieb jedoch glücklicherweise unverletzt.

ERGEBNIS DAMEN

PARASKISPORT  06 März 2022 Peking

SILBER UND BRONZE: SALCHER UND AIGNER LEGEN IM SUPER-G NACH

Das Paralympic Team Austria jubelt auch am zweiten Wettkampftag bei den Paralympischen Winterspielen in Peking über zwei Medaillen. Markus Salcher, Johannes Aigner und Matteo Fleischmann sorgen im Super-G für einen Super-Sonntag, gewinnen auf der anspruchsvollen „Rock“-Piste Silber und Bronze. Snowboarder René Eckhart qualifiziert sich im Boardercross für das Finale am Montag.

Markus Salcher hat’s schon wieder getan. Nach Doppel-Gold in Sotschi und Doppel-Bronze in PyeongChang rast der Kärntner in Peking abermals zum Speed-Doppelpack – diesmal in Silber. Nach Platz 2 in der Abfahrt ist auch im Super-G nur ein Rennläufer schneller als der 30-Jährige. Es ist – Überraschung! – aber nicht der Franzose Arthur Bauchet, Salchers ewiger Rivale und heute 1,01 Sekunden langsamer als Österreichs „Sportler des Jahres mit Behinderung“. Gold geht überraschend an den Chinesen Jingyi Liang, der mit Startnummer 1 auf dem von seinem Trainer gesetzten Kurs auf Rang 1 fährt.

„Ich war vor dem Rennen etwas angespannt, habe auch bei der Besichtigung relativ lange gebraucht. Aber ich konnte es gut umsetzen, auch die Funksprüche. Alles in allem war der Super-G fast besser als die Abfahrt.“

Markus Salcher

Ob der Super-G das letzte Rennen in Peking für das Paraski-Aushängeschild war, steht noch nicht fest. „Ich denke schon, dass ich mich auf den Riesentorlauf vorbereite, werde es aber noch mit den Trainern besprechen. Ich möchte gerne fahren, auch wenn ich nicht zu den Medaillenfavoriten zähle.“

AUF GOLD FOLGT BRONZE

Foto: GEPANach Gold in der Abfahrt schnappten sich Johannes Aigner (l.) und Guide Matteo Fleischmann auch im Super-G Edelmetall.

Für Johannes Aigner und Guide Matteo Fleischmann gab es im zweiten Paralympics-Rennen ihrer Karriere die zweite Medaille. Nach Abfahrts-Gold gab es für die beiden Niederösterreicher, die mit Startnummer 1 ins Rennen gingen, im Super-G die Bronze-Medaille. „Unsere Fahrt hat grundsätzlich schon gepasst, wir haben auch wieder versucht, die riskantere Linie, möglichst knapp beim Netz zu nehmen. Leider hat es da und dort ein bisschen gehakt“, wusste der erst 16-jährige Aigner auch ohne Video-Analyse ganz genau, wo der Rückstand zu finden ist.

Und wusste auch, dass man im Gegensatz zur Abfahrt das Glück der Tüchtigen hatte, denn: Hyacinthe Deleplace/Valentin Giraud-Moine (FRA/Startnummer 2) lag bis zur letzten Zwischenzeit vorne, hatte im Ziel aber 0,04 Sekunden Rückstand auf die beiden rot-weiß-roten Paralympic-Rookies. Die auch bei Startnummer 4 aufatmen durften: Jakub Krako und Branislav Brozman kamen mit über einer Sekunde Vorsprung ins Ziel, wurden aber nach Torfehler disqualifiziert.

„Es ist ein irrsinnig schönes Gefühl, dass wir hier bereits zwei Medaillen gewinnen konnten. Ein großes Dankeschön auch an unserer Serviceleute, die uns in Abfahrt und Super-G richtige Raketen hergerichtet haben. Das hat uns heute die vier Hundertstelsekunden gerettet.“

Matteo Fleischmann, Guide

Die nächste Medaillen-Chance für die beiden Technik-Spezialisten gibt es bereits am Montag, da die Super-Kombi aufgrund des prognostizierten Temperaturanstiegs um einen Tag nach vorne gelegt wurde. „Das Programm ist natürlich intensiv, mit Rennen, Interviews, Medaillenfeiern, aber wir haben genügend Kraftreserven. Dafür haben wir in den letzten Wochen und Monaten trainiert.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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