ÖSV – Wintersportsplitter: Nordische Kombination: Zweiter Platz für Lamparter in Oslo


***Starke Teamleistung mit vier ÖSV-Athleten in Top 7***

Österreichs Kombinierer präsentieren sich heute Samstag am Holmenkollen in Oslo (NOR) extrem stark. Allen voran sprintet Johannes Lamparter hinter Sieger Jarl Magnus Riiber zum starken zweiten Platz. Während mit Jens Luraas Oftebro ein weiterer Norweger am Podest landet, liefen mit Philipp Orter auf Platz 5, Mario Seidl auf Platz 6 und Franz-Josef Rehrl auf Platz 7 nicht weniger als insgesamt vier ÖSV-Athleten in die Top 7.

Den Grundstein zu diesem mannschaftlich starken Ergebnis legte das ÖSV-Team auf der Schanze, gleich fünf Athleten platzierten sich am Holmenkollen-Bakken in den Top Ten. Dabei war Jarl Magnus Riiber bereits im Sprungdurchgang wieder das Maß aller Dinge. Mit einem weiten Satz auf 139 Meter distanzierte er seinen ersten Verfolger Kristjan Ilves auf der Schanze bereits um knapp eine Minute. Dahinter waren es schon Johannes Lamparter und Mario Seidl, die als 3. und 4. mit 1min 12sek bzw. 1min 16sek Rückstand auf die Loipe gingen. Ebenso noch in den Top Ten zu finden waren Lukas Greiderer (+1min33sek), Philipp Orter (+1min35sek) und Franz-Josef Rehrl (+1min40sek).

Im Langlaufrennen feierte Jarl Magnus Riiber erneut einen Start-Ziel Sieg, es ist diese Saison bereits der zehnte Einzel-Sieg für den Norsker. Johannes Lamparter konnte schnell das Loch zu Ilves schließen und ließ in Folge den Esten stehen. Obwohl sich Jens Luraas Oftebro von hinten Lamparter gefährlich näherte, hielt der Tiroler den Norweger erfolgreich auf Distanz und skatete unbeirrt zum zweiten Platz. 

Nach einem super Sprung auf der Schanze zeigte Philipp Orter auch auf der Loipe, was in ihm steckt. Mit der elften Laufzeit fixierte der Kärntner Platz fünf und somit sein bisher bestes Karriereergebnis. Das starke Teamergebnis runden Mario Seidl, der in der letzten Runde nochmal den Turbo zündete, auf Platz 6 sowie Franz-Josef Rehrl auf Platz 7 ab. Das ÖSV-Ergebnis komplettieren Lukas Greiderer auf Platz 15 und Thomas Jöbstl auf Rang 28.

***Stimmen:***

***Johannes Lamparter: (2.)*** „Ich bin mit dem heutigen Tag mega happy. Mein Sprung war tadellos und ich habe es genossen, als Letzter zu springen. Auf der Strecke war es ein richtiger Kampf und ich bin froh, dass ich den zweiten Platz halten konnte. Als ich gemerkt habe, dass Oftebro und Graabak von hinten immer näher kamen, bin ich bis zum letzten Hügel teilweise über das Limit gegangen. Das Rennen heute war wirklich ein wilder Fight, daher bin ich sehr glücklich über das Podium.“

***Philipp Orter: (5.)*** „Es ist einfach nur unglaublich und ich muss mich bei jedem, der beim heutigen Erfolg mitgeholfen hat, bedanken. Ich bin emotional total überrascht, es ist ein richtig tolles Gefühl, meine bisherige persönliche Bestleistung heute erreicht zu haben. Ich wusste, dass ich es auf der Schanze draufhabe, heute ist es mir richtig aufgegangen. Auf der Loipe war ich heute viel lockerer als noch in Seefeld und habe meine Leistung abrufen können. Heute ist einfach ein super Tag.“

***Mario Seidl: (6.)*** „Hier in Oslo Wettkämpfe zu haben ist etwas ganz besonderes. Ich habe sowohl auf der Schanze als auch auf der Loipe einen guten Job gemacht und es ist auch schön, dass wir teammäßig geschlossen stark waren. Meine Laufform wird zum Ende der Saison hin immer besser und ich habe mich bis zum Schluss richtig spritzig gefühlt. Mit der heutigen Platzierung bin ich mega happy.“

***Franz-Josef Rehrl: (7.)*** „Ich habe heute ein Top-Ergebnis bereits auf der Schanze liegen gelassen. Nichtsdestotrotz bin ich mit meiner Laufleistung sehr zufrieden, es ist mir auf der Loipe gelungen, den Sprung wieder halbwegs gut zu machen. Letztendlich ist der siebente Platz ein versöhnlicher Abschluss des Tages.“

***Cheftrainer Christoph Eugen:*** „Für uns war es ein großartiger Tag und wir konnten kräftig Punkte für den Nationencup sammeln. Den Grundstein haben die Jungs bereits im Springen gelegt, alle sind auf einem guten Niveau gesprungen. Auch in der Loipe haben sie toller Arbeit geleistet, es ist sehr erfreulich, dass wir mit so vielen Leuten in den Top-10 sind.“

***Erfolgsmeldungen ebenso aus dem Continentalcup***
Heute Samstag fand in Lahti (FIN) ebenso der erste von zwei Continentalcups statt. Auch von dort gibt es erfreuliches zu berichten. Der Tiroler Manuel Einkemmer kombiniert sich mit einer solide Sprung- und Laufleistung auf den zweiten Platz hinter Sieger Jakob Lange. Der dritte Platz geht mit David Mach ebenso nach Deutschland. 

Morgen Sonntag findet in Oslo ein weiterer Einzelbewerb von der Großschanze statt.

***Zeitplan:***

Sonntag, 6.3.2022
8.30 Uhr: Probedurchgang HS 134
9.30 Uhr: Wertungsdurchgang HS 134
15.00 Uhr: Langlauf 10km

Pilipp Orter jubekt über das bisher beste Einzel-Ergebnis seiner Karriere (Foto: ÖSV/Derganc)
Franz-Josef Rehrl, Mario Seidl, Philipp Orter und Johannes Lamparter (v.l) bejubeln ein starkes Teamergebnis (Foto: ÖSV/Derganc )
Das Podium: v.l. Johannes Lamparter, Jarl Magnus Riiber, Jens Luraas Oftebro (Foto: ÖSV/Derganc)

Langlauf: Stadlober am Holmenkollen starke Sechste



Bei strahlendem Sonnenschein stand heute für die Damen in Oslo (NOR) mit dem 30 km Massenstartrennen in der klassischen Technik ein echter Klassiker auf dem Programm. Teresa Stadlober lieferte erneut eine großartige Vorstellung ab und überquerte nach 1:20:09 Stunden Laufzeit mit 46,7 Sekunden Rückstand als hervorragende Sechste die Ziellinie. An der Spitze feierte Therese Johaug bei ihrem letzten Weltcuprennen einen ungefährdeten und von den Fans frenetisch bejubelten Start-Ziel-Sieg. Dahinter komplettierten die Finnin Krista Parmakoski (+19,4 sec.) und die Schwedin Jonna Sundling (+32,3 sec.) das Podest.

Für den Distanz-Klassiker der Damen präsentierte sich der berühmte Holmenkollen in Oslo heute von seiner schönsten Seite. Bei blauem Himmel und großartiger Stimmung startete Teresa Stadlober zu Beginn nicht optimal in das lange und fordernde 30 km Rennen, arbeitete sich aber gleich in die Spitzengruppe vor. Bereits nach den ersten sieben Kilometern enteilte dann die große Top-Favoritin Therese Johaug dem Rest des Feldes und lief anschließend beim letzten Weltcuprennen ihrer Karriere unter großem Applaus der vielen norwegischen Fans einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen.
Dahinter hielt sich Teresa Stadlober hartnäckig in der ersten Verfolgergruppe. Gemeinsam mit den beiden Finninen Kerttu Niskanen und Krista Parmakoski sowie der deutschen Katharina Hennig und der Schwedin Jonna Sundling war die 29-Jährige bis fünf Kilometer vor dem Ziel mittendrin im Kampf um einen möglichen Podestplatz. Erst auf den letzten zwei Kilometern musste die Österreicherin ihre Konkurrentinnen ziehen lassen und erreichte als großartige Sechste mit einem Rückstand von 46,7 Sekunden das Ziel.

Teresa Stadlober (Sechste): „Dieser sechste Platz ist natürlich ein Wahnsinn und das hätte ich mir selbst nicht gedacht. Ich war die letzten Tage wirklich müde und bin mit keinen großen Erwartungen in dieses Rennen gegangen. Obwohl ich keinen optimalen Start erwischt habe, ist es dann viel besser gelaufen, als erwartet. Es hat mich in den ersten fünf Kilometern ziemlich nach hinten gespült und ich musste wieder einige Plätze gut machen, was auch einiges an Kraft gekostet hat. Etwa ab Kilometer Acht habe ich wieder den Anschluss an die Verfolgergruppe geschafft und konnte mich bis zum Schluss dort halten. Am Ende war ich dann allerdings richtig leer und blau. Der sechste Platz ist mein bestes Holmenkollen-Ergebnis und ich habe mich hier nach vielen Anläufen endlich einmal richtig wohl gefühlt. Das Material war wieder top und wir hatten wirklich eine Mega-Stimmung an der Strecke. Es war ein echtes Volksfest und es hat einfach richtig viel Spaß gemacht.“

Biathlon: Eder und Leitner in den Top-15




Beim ersten Einzelrennen der Herren nach den Olympischen Winterspielen in Peking zeigte die österreichische Mannschaft eine starke Leistung. Simon Eder präsentierte sich beim Sprintrennen in Kontiolahti (FIN) sehr gut in Form, lieferte zwei makellose und schnelle Schießserien ab und belegte mit einem Rückstand von 44,7 Sekunden den hervorragenden zehnten Platz. Knapp dahinter sorgte Felix Leitner für ein weiteres österreichisches Top-15-Ergebnis. Der Tiroler traf wie sein Teamkollege alle zehn Schüsse ins Schwarze und reihte sich am Ende mit einem Rückstand von 52,6 Sekunden auf Rang 14 ein. David Komatz leistete sich eine Strafrunde und schaffte als 29. (+1:20,9 min.) ebenfalls eine Platzierung in den Weltcuppunkterängen. Harald Lemmerer und Patrick Jakob belegten die Ränge 48 und 61.

Der Sieg ging heute an den Franzosen Quentin Fillon Maillet. Der fünffache Medaillengewinner von Peking setzte sich mit einer fehlerfreien Schießleistung und einem Vorsprung von 18,3 Sekunden souverän gegen den ebenfalls fehlerlosen Norweger Filip Fjeld Andersen durch. Auf dem dritten Platz landete der Deutsche Johannes Kühn (+29,7 sec./1 Fehlschuss).

Beim Damenrennen zuvor sorgte Dunja Zdouc für die beste österreichische Platzierung. Die Kärntnerin bestätigte wie schon im Staffelrennen gestern ihre ansteigende Form und belegte mit zwei schnellen und fehlerfreien Schießeinlagen Rang 19 (+1:01,9 min.). Damit durfte sich die 28-Jährige über ihr bestes Saisonergebnis freuen. Lisa Hauser zeigte vor allem auf der Loipe eine starke Leistung, musste allerdings dreimal in die Strafrunde abbiegen und klassierte sich auf Rang 24 (+1:14,7 min.). Julia Schwaiger und Anna Juppe belegten die Ränge 34 und 62.
Der Sieg ging an die Deutsche Denise Herrmann, die sich mit einer Strafrunde knapp gegen die Norwegerin Tiril Eckhoff (+5,0 sec./1 Fehlschuss) und die Schwedin Stina Nilsson (+5,2 sec./1 Fehlschuss) durchsetzen konnte.



STIMMEN:

Simon Eder (Zehnter): „Das war heute richtig gut, allerdings braucht man bei diesem Wind für die Null auch ein wenig Glück. Auf der Strecke hatte ich zwar nicht ganz so leichte Beine, aber dafür hat alles rundherum, wie das Schießen und das Material, super gepasst. Heute kann ich auf jeden Fall zufrieden sein.

Felix Leitner (Rang 14): „Das Schießen war heute auf jeden Fall super, obwohl ich sowohl liegend als auch stehend einen Randtreffer dabeihatte und daher die Null auch ein wenig glücklich war. Auf der Loipe war es allerdings sehr hart. Ich habe mir von Anfang an relativ schwergetan, ins Rennen hineinzufinden. Von dem her war es auch ein bisschen zach heute.“

Dunja Zdouc (Rang 19): „Das Rennen heute war eigentlich ganz gut. Ich habe richtig auf den Wind reagiert und bin mit einer fehlerfreien Leistung durchgekommen, was wirklich cool war. Auf der Loipe war es auch in Ordnung, auf jeden Fall kein Vergleich zu den letzten Monaten. Ich bin wirklich froh, dass es jetzt im März so gut funktioniert, und es fühlt sich ein wenig so an, als würde ich in dieser Saison erst jetzt richtig durchstarten.“


Weiteres Weltcup-Programm Kontiolahti:
Sonntag, 06.03.2022, Verfolgung Damen, 12.45 Uhr
Sonntag, 06.03.2022, Verfolgung Herren, 14.40 Uhr

SKI ALPIN  05 März 2022 Kvitfjell (NOR)

ABFAHRER GEHEN IN KVITFJELL LEER AUS

Die zweite Abfahrt im norwegischen Kvitfjell gewann am Samstag der Südtiroler Dominik Paris (ITA) vor Aleksander Aamodt Kilde (NOR) und den beiden Schweizern Beat Feuz und Nils Hintermann, welche sich Platz drei teilten. Bester Österreicher wurde Vincent Kriechmayr auf Rang sechs. 

Auch für den Rest der ÖSV-Athleten lief es nicht ganz nach Wunsch. Matthias Mayer, am Freitag hinter Nils Hintermann und Cameron Alexander noch Dritter, landete 1,53 Sekunden hinter dem Sieger diesmal unmittelbar vor seinem bereits in den Trainings starken Teamkollegen Daniel Hemetsberger (+1,55 Sek.) auf dem elften Platz. Max Franz fuhr als 21. mit 2,10 Sekunden Rückstand knapp an den Top 20 vorbei. Otmar Striedinger und Daniel Danklmaier holten als 27. bzw. 29. ebenfalls noch Weltcup-Punkte.

„Es war auf jeden Fall ein besseres Rennen als noch am Freitag, ich habe das Maximum an Engagement und Bereitschaft herausgeholt“

Vincent Kriechmayr

Am morgigen Sonntag steht mit dem Super-G das letzte Rennen in Kvitfjell am Programm. Start ist um 11:00 Uhr und ORF1 überträgt live.

ERGEBNIS

SKI ALPIN  05 März 2022 Lenzerheide (SUI)

KEIN GUTER TAG DER SKIDAMEN

Der Super-G in der Lenzerheide (SUI) ist für das ÖSV-Team zu vergessen. Ricarda Haaser wurde als beste Österreicherin Zwölfte und damit schaffte es keine aus der heimischen Mannschaft unter die Top-10. Der Sieg ging an die Französin Romane Miradoli, vor Mikaela Shiffrin (USA) und Lara Gut-Behrami (SUI). 

Von neun gestarteten Österreicherinnen kamen nur vier ins Ziel. Beste ÖSV-Dame wurde Ricarda Haaser, die mit der hohen Startnummer 38 auf den zwölften Platz (+2,89) fuhr. Stephanie Venier belegte mit einem Rückstand von 3,03 Sekunden Rang 15. Nadine Fest (24.) und Ramona Siebenhofer (27.) lagen in dem Super-G mit extrem großen Abständen 4,15 bzw. 4,30 Sekunden zurück. Mirjam Puchner, Ariane Rädler, Tamara Tippler, Elisabeth Reisinger und Christine Scheyer sahen nicht das Ziel.

Haaser freute sich über ihr bestes Saisonergebnis, aber weniger darüber, beste Österreicherin geworden zu sein.

„Das ist nicht mein Ziel. Aber mit der Platzierung kann ich zufrieden sein. Das Gelände ist sehr steil. Wenn ich ihn da voll runterlasse, gibt es nicht viele Überlebende. Also hat es der Kurssetzer eh ganz gut gemacht“ Ricarda Haaser

Venier bestätigte mit dem besten Super-G der Saison ihren Aufwärtstrend.

„Angefühlt hat es sich aber gar nicht gut und es hat wohl auch gar nicht gut ausgeschaut. Das war nichts Gutes für den Damen-Skirennsport“, Stephanie Venier

SKI ALPIN  05 März 2022 Innsbruck

PUELACHER VERLÄNGERT VERTRAG NICHT

Andreas Puelacher wird seinen Vertrag als Sportlicher Leiter Ski Alpin Herren beim Österreichischen Skiverband (ÖSV) nicht verlängern. 

Andreas Puelacher wird seinen Vertrag als Sportlicher Leiter Ski Alpin Herren beim Österreichischen Skiverband (ÖSV) nicht verlängern, das hat der 57-jährige Tiroler der Verbandsspitze des ÖSV mitgeteilt. 

„Nach vielen erfolgreichen Jahren ist es an der Zeit, das Amt zurückzulegen. Ich bin nicht ausgebrannt oder ausgelaugt, ich bin mit Freude und Ehrgeiz im Trainerjob, aber es gibt Momente, wo man nachdenken muss, was hilft der Mannschaft weiter und kann ich das die nächsten drei, vier Jahre noch bringen. Man muss überlegen, was richtig und wichtig ist und ich glaube, dass der Zeitpunkt für mich und die Mannschaft jetzt richtig ist.“ Andreas Puelacher

BIATHLON  05 März 2022 Kontiolahti

ZDOUC BESTE ÖSTERREICHERIN IM SPRINT

Das erste Einzelrennen der Damen nach den Olympischen Winterspielen endete mit einem Sieg von Denise Herrmann. Die Deutsche leistete sich beim Sprintrennen in Kontiolahti (FIN) nur einen Fehlschuss und setzte sich am Ende mit einem Vorsprung von 5,0 Sekunden gegen die Norwegerin Tiril Eckhoff durch, die ebenfalls einmal in die Strafrunde abbiegen musste. Hauchdünn dahinter belegte die Schwedin Stina Nilsson Rang drei (+5,2 sec./1 Fehlschuss).

Beste Österreicherin war heute Dunja Zdouc. Die Kärntnerin präsentierte sich wie schon im Staffelrennen gestern in guter Form und belegte mit zwei schnellen und fehlerfreien Schießeinlagen Rang 19 (+1:01,9 min.). Damit durfte sich die 28-Jährige über ihr bestes Saisonergebnis freuen. Lisa Hauser zeigte vor allem auf der Loipe eine starke Leistung, musste allerdings dreimal in die Strafrunde abbiegen und klassierte sich auf Rang 24 (+1:14,7 min.). Julia Schwaiger schaffte als 34. (+1:34,0 min./2 Fehlschüsse) ebenfalls noch den Sprung in die Weltcup-Punkteränge. Anna Juppe verpasste mit Rang 62 knapp die Qualifikation für die Verfolgung.

Dunja Zdouc: „Das Rennen heute war eigentlich ganz gut. Ich habe richtig auf den Wind reagiert und bin mit einer fehlerfreien Leistung durchgekommen, was wirklich cool war. Auf der Loipe war es auch in Ordnung, auf jeden Fall kein Vergleich zu den letzten Monaten. Ich bin wirklich froh, dass es jetzt im März so gut funktioniert, und es fühlt sich ein wenig so an, also würde ich in dieser Saison erst jetzt richtig durchstarten.“

Weltcup-Programm Kontiolahti:

Samstag, 05.03.2022, Sprint Herren, 15.30 Uhr

Sonntag, 06.03.2022, Verfolgung Damen, 12.45 Uhr

Sonntag, 06.03.2022, Verfolgung Herren, 14.40 Uhr

PARASKISPORT  05 März 2022 Peking

GOLD UND SILBER FÜR AIGNER UND SALCHER

Österreichs Alpine Herren sorgten bei den Paralympics in Peking für einen echten Traumstart: Johannes Aigner holte in der Abfahrt in Yanqing die Goldmedaille, wenig später fuhr Markus Salcher in seiner Klasse zu Silber.

TECHNIKER AIGNER ÜBERRASCHT IN DER ABFAHRT

Für den sehbehinderten Aigner ist es bei der ersten Paralympics-Teilnahme die erste Medaille – und sie glänzt gleich in Gold. Gemeinsam mit Guide Matteo Fleischmann setzte sich der 16-jährige Niederösterreicher 0,36 Sekunden vor Top-Favorit Mac Marcoux (CAN) und 0,65 Sekunden vor Hyacinthe Deleplace (FRA) durch.

„Im Ziel konnte ich es gar nicht glauben. Matteo hat mir zugerufen, dass wir vorne sind. Ich habe gedacht, er will mich reinlegen.“

Johannes Aigner

Eigentlich liegen die Stärken des Youngsters in den technischen Disziplinen. Erst bei einem Trainingslager in Saalbach vor wenigen Wochen versuchten sich Aigner/Fleischmann erstmals auf Abfahrts-Skiern.

„Hansi hatte von Beginn an keine Angst. Ich könnte mir das nicht vorstellen, mit acht Prozent Sehvermögen eine Abfahrt mit 100 km/h fahren. Das ist, wie wenn man mit ganz zugekniffenen Augen fährt. Er ist ein wilder Hund.“

Matteo Fleischmann, Guide

Johannes Aigner hat auch noch weitere gute Chancen auf eine Medaille, denn seine Paradedisziplinen kommen erst: Riesentorlauf und Slalom. Nach Abfahrts-Gold liegen die Fragen nach Medaillen in allen fünf Disziplinen auf der Hand. Davon will der 16-Jährige nichts wissen: „Ich habe noch nicht einmal begriffen, was uns hier gelungen ist. Morgen einmal Super-G, dann sehen wir weiter. Mein Ziel von einer Medaille habe ich schon erreicht, alles weitere ist Draufgabe.“

SALCHER KOMPLETTIERT MEDAILLENSATZ

Wenige Minuten nach Aigner folgte die Klasse der Stehenden. Markus Salcher bewies mit Silber einmal mehr, dass er zu den Besten seines Fachs zählt. Mit nur 0,33 Sekunden Rückstand auf Top-Favorit Arthur Bauchet (FRA) holte er seine 6. Medaille bei Paralympics.

„Ich bin mit dieser Medaille überglücklich, jetzt habe ich den paralympischen Medaillensatz komplettiert. Bei der WM war ich drei Zehntel vor Arthur, jetzt ist er vorne. So gleicht sich das aus.“

Markus Salcher

Salcher hält nun bei zwei Goldmedaillen (2014), drei Bronzemedaille (1x 2014, 2x 2018) und einer Silbermedaille bei Paralympischen Winterspielen. „Natürlich hat man Druck, man macht ihn sich selbst und die Leute zu Hause auch. Obwohl sie es gut meinen, wenn sie mir schreiben. Ich habe es ganz gut geschafft, das alles auszublenden und mich auf das Rennen zu konzentrieren. Ich bin sehr erleichtert, dass es mir aufgegangen ist.“

Nico Pajantschitsch (+4,29) belegte in Salchers Klasse Rang 10, Christoph Schneider (+7,81) Rang 23. Michael Scharnagl (Klasse sehbehindert) kam beim Einfahren zu Sturz und konnte das Rennen nicht in Angriff nehmen. Er musste zur Behandlung ins Krankenhaus und am Kinn genäht werden. Roman Rabl, Österreichs einziger Vertreter in der Klasse der Sitzenden, kam nach guter Zwischenzeit im unteren Bereich zu Sturz.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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