Neue Klima- und Energiestrategie für Oberösterreich

Zum Schutz von Klima und Umwelt sowie zur Erreichung einer nachhaltigen Energiewende wird Oberösterreich die Kräfte intensiver bündeln und gemeinsam eine neue „Integrierte Klima- und Energiestrategie“ erarbeiten. Bisher waren alle klimaschutzrelevanten Zielsetzungen in den verschiedenen fachbezogenen Landeskonzepten verankert. Das soll sich ändern: Künftig soll die neue „Integrierte OÖ. Klima- und Energiestrategie“ alle zuständigen Ressorts und Abteilungen miteinander vernetzen, einen Überbau liefern und somit die Gesamtsteuerung bei den Klimazielen verbessern.

Damit soll auch eine Aktualisierung in Hinblick auf geänderte Ziele und Rahmenbedingungen in der Klimapolitik, insbesondere in Bezug auf das Pariser Übereinkommen und die Strategien auf Ebene der EU und des Bundes erfolgen. Ziel für Oberösterreich ist weiterhin, bis 2040 klimaneutral zu sein. Bis 2030 soll der Anteil von erneuerbaren Energien auf über 90 Prozent im Strombereich steigen.

Grundsätzlich wird die neue Strategie auf sechs Säulen aufgebaut sein: Verkehr, Energie, Gebäude, Fluorierte Gase, Landwirtschaft sowie Abfallwirtschaft, wobei alle diese Bereiche auf das Ziel Klimaneutralität geprüft werden sollen.

Auch soll eine Landes-Arbeitsgruppe „Klima und Energie“ eingeführt werden, die aus je einer offiziellen Ansprechperson in jeder betroffenen Fachabteilung des Landes OÖ besteht.

„Wir haben ein gemeinsames Ziel: Bestmöglichen Klimaschutz und einen nachhaltigen Ausbau von erneuerbaren Energien in Oberösterreich. Deshalb müssen wir künftig noch intensiver zusammenarbeiten, um dieses Ziel zu erreichen. Wir wollen miteinander die Aufgaben bündeln und die Kräfte vereinen. Gerade aktuelle katastrophale Ereignisse führen uns vor Augen, dass wir uns von fossilen Energieträgern unabhängiger machen müssen. Oberösterreich setzt auf Innovationen und erneuerbare Energieträger und ist bereits unter anderem beim Einsatz von Biomasse, Wasserkraft und Sonnenkraft Spitzenreiter. Diesen nachhaltigen Weg wollen wir weitergehen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und Arbeitsplätze langfristig zu sichern“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

„Nachhaltigkeit und eine größtmögliche Unabhängigkeit, insbesondere was Energie betrifft, müssen die Maxime unseres Handelns sein. Im Gebäudesektor haben wir in den letzten Jahrzehnten bereits eindrücklich bewiesen, wie sich Energie einsparen lässt und wie Emissionen verringert werden können. Wir dürfen aber in der ganzen Diskussion die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich nicht außer Acht lassen und müssen auch so an den Stellschrauben drehen,  dass die sicherlich notwendige Ökologisierung nicht in Form explodierender Energiepreise und Baukosten zu Lasten der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher geht,“ betont Landeshauptmann-Stv. Dr. Manfred Haimbuchner.

„Das Ziel in der Klimapolitik muss sein, die Abhängigkeit von russischem Gas und arabischem Öl schleunigst zu beenden und die Wirtschaft und Industrie am Weg zur klimaneutralen Transformation bestmöglich zu begleiten. Wir müssen schnell damit aufhören, die Machenschaften von Kriegstreibern zu finanzieren. Mit dem Überfall von Russland auf die Ukraine sehen wir, dass Klimapolitik auch Friedenspolitk ist. Wir müssen jetzt handeln. Das sind wir unseren Kindern schuldig“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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