Stefan Kraft feiert in Lahti (FIN) zweiten Saisonsieg// ÖSV-DAMEN SIEGEN IN HINZENBACH

ÖSV-Skispinger Stefan Kraft hat am Freitag in Lahti (FIN) seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Auf den Plätzen zwei und drei landeten der Norweger Halvor Egner Granerud und der Pole Piotr Zyla. Mit dem Vorarlberger Ulrich Wohlgenannt auf dem sechsten Platz feierte zudem ein Österreicher sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis. Nach dem ersten Durchgang war Wohlgenannt sogar sensationell in Führung gelegen.

Für den frisch gebackenen Team-Olympiasieger Stefan Kraft war es der 23. Karrieresieg im Weltcup – und das an jenem Ort, wo er 2017 zum Doppelweltmeister wurde. Zuletzt war Kraft in Klingenthal (GER) im Dezember ganz oben am Stockerl gestanden.

Clemens Aigner wurde als Zwölfter drittbester ÖSV-Adler. Jan Hörl landete auf Platz 19 und damit ebenfalls in den Punkterängen. Weniger gut ging es Daniel Tschofenig (31.), Manuel Fettner (39.) und Daniel Huber (46.), die bei dichtem Schneefall nicht ihre besten Sprünge zeigen konnten. Für den morgigen Samstag ist für 16:30 Uhr ein Teambewerb angesetzt. Österreich wird mit Jan Hörl, Clemens Aigner, Ulrich Wohlgenannt und Stefan Kraft an den Start gehen.

STIMMEN

Stefan Kraft: „Jeder Sieg ist etwas Besonderes! Ich weiß auch nicht genau, woher die Sprünge kamen, aber ich bin einfach nur glücklich. Das Flugsystem fühlt sich einfach wieder sehr, sehr cool an. Im letzten Flugdrittel, wo doch meine Stärke liegt, habe ich einfach gemerkt, dass es heute mal wieder abgeht und das hat richtig gut getan.“

Ulrich Wohlgenannt: „Ich habe den heutigen Tag richtig genoßen, auch wenn mir der zweite Durchgang nicht mehr ganz aufgegangen ist. Nervös war ich nicht. Ich kenne die Situation, wenn man als Letzter oben sitzt, ja aus dem Continental Cup. Jetzt ist die Vorfreude auf den morgigen Teambewerb schon sehr groß.“

SKISPRINGEN   25 Februar 2022 Hinzenbach

ÖSV-DAMEN SIEGEN IN HINZENBACH

Österreichs Skispringerinnen sind mit einem Heimsieg in den Weltcup zurückgekehrt. Chiara Kreuzer, Jaqueline Seifriedsberger, Lisa Eder und Rückkehrerin Sara Marita Kramer gewannen in Hinzenbach den Teambewerb mit 35,1 Punkten Vorsprung vor Russland. Topfavorit Slowenien wurde trotz einer Disqualifikation noch Dritter.

Das starke ÖSV-Team profitierte auch von einer Disqualifikation der Slowenin Spela Rogelj und gewann das erste Team-Springen der Saison. In der Folge zeigten alle vier Österreicherinnen gute Leistungen, allen voran Marita Kramer. Die Führende im Gesamtweltcup, die Peking wegen einer Coronavirus-Erkrankung verpasst hatte, sorgte in beiden Durchgängen für die österreichische Tageshöchstweite.

„Es ist der perfekte Start zurück und es tröstet schon sehr. Hier beim Heimweltcup zu gewinnen ist echt cool. Hinzenbach war immer schwierig, heute war es aber voll okay. Die Sprünge sind auf einem guten Level. Ich habe die letzten drei Wochen die Ski nicht einmal angeschaut, ich habe ein Lächeln im Gesicht“ (Sara Marita Kramer)

„Nach der schwierigen Zeit, die wir als Team hinter uns haben, ist ein Sieg im Teamwettkampf ein Wahnsinn, wir freuen uns richtig. Super Wetter, die Schanze perfekt hergerichtet, schöner kann das Wochenende eigentlich nicht starten. Von den Sprüngen her konnte ich mich kontinuierlich steigern, die Landung ist jedoch noch ausbaufähig. Das gilt es morgen besser zu machen, Top Ten im Einzel wäre ein super Ergebnis.“ (Jaqueline Seifriedsberger)

„Mich freut es riesig für die Mädels, die letzte Zeit im Team war nicht einfach und teilweise nicht schön. Ich muss aber auch den Sloweninnen und den zweitplatzierten Russinnen gratulieren, sie waren auch sehr stark heute. Für die nächsten beiden Wettkämpfe ist sicher einiges drinnen, Sara war mit ihren Sprüngen schon ganz vorne dabei. Sie hat sich gut akklimatisiert auf der Schanze und das Gefühl schon wieder gefunden. Auch mit Jaci Seifriedsberger war ich heute sehr zufrieden, Chiara und Lisa haben auf morgen hin sicher noch Potential. Wir können als Team mit sehr viel positiver Energie in das weitere Wochenende gehen.“ (Cheftrainer Harald Rodlauer)

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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