Salzburg fördert die Hausärzte der Zukunft 

Initiativen wecken Begeisterung für den Beruf und sichern die medizinische Versorgung im ländlichen Raum

Salzburger Landeskorrespondenz, 16. Februar 2022

(LK)  Auch im Bundesland Salzburg gehen in den kommenden Jahren viele niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte in Pension. „Daraus entsteht ein großer Bedarf an Allgemeinmedizinerinnen und -medizinern. Mit unterschiedlichen Initiativen und Unterstützungen fördern wir seit Jahren den Nachwuchs auf diesem vielseitigen Fachgebiet“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

„Ziel ist es, nicht nur die Attraktivität des Berufs zu steigern, sondern auch die medizinische Grundversorgung für den ländlichen Raum abzusichern“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl in Hinblick auf die verschiedensten Initiativen und Fördermaßnahmen des Landes in Kooperation mit Projektpartner wie der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), der Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) und den Lehrpraxen.

Summerschool wieder ab 2023

Eine dieser Fördermaßnahmen ist die Salzburger „Summer School Allgemeinmedizin“. Sie bietet Studierenden ab dem vierten Semester die Möglichkeit, das Tätigkeitsfeld des „Landarztes“ genauer kennenzulernen. „So erhalten die jungen Medizinstudentinnen und Medizinstudenten früh einen Einblick in dieses wichtige und verantwortungsvolle Berufsfeld“, so Stöckl. Coronabedingt musste sie die letzten beiden Jahre abgesagt werden und wird voraussichtlich ab 2023 wieder stattfinden.

Bonuszahlung für das praktische Jahr

Eine weitere Förderung: Wer das klinisch-praktische Jahr, kurz KPJ, in einer Hausarztpraxis absolviert, bekommt einen Bonus von 650 Euro ausbezahlt. Zusätzlich besteht bei dieser Förderung des Landes – sie wurde gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse und den Salzburger Gemeinden ins Leben gerufen – die Möglichkeit, auch finanzielle Unterstützung für die Unterkunft zu erhalten.

Ausbildung aufgewertet

In Salzburg erhalten Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung (Allgemeinmedizin) seit dem Jahr 2012 zusätzlich zum Spitals-Turnus ein begleitendes Mentoring und dreijähriges Seminar-Programm(Begleitlehrgang) sowie eine organisierte Lehrpraxis. Durch die Seminare wird die spezifische fachliche Kompetenz gestärkt. Darüber hinaus soll die Vernetzung zwischen den Teilnehmenden und den Vortragenden mit mehrjähriger Praxiserfahrung zur Steigerung der Motivation für diese Berufslaufbahn führen.

Flamm: „Model hat sich bewährt.“

„Das Modell hat sich in den letzten Jahren bewährt und die Qualität deutlich gehoben. Die Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung profitieren dabei vom offenen Austausch und vom Wissen erfahrener Hausärztinnen und Hausärzte“, so Prof. Dr. Maria Flamm, Vorständin des Instituts für Allgemeinmedizin der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität und Verantwortliche des Begleitlehrganges in Salzburg.

LMZ/Neumayr/Leo

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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