Vor den Vorhang: Barbara Maislinger ist Salz-TV Unternehmerin der Woche

In unserer Serie UnternehmerIn der Woche stellen wir diesmal Barbara Maislinger aus Bad Goisern vor. Sie betreibt eine große Bäckerei, Restaurants und Verkaufsstellen mit über 100 MitarbeiterInnen:

1. Kannst du deinen bisherigen Lebensweg kurz darstellen?

Volksschule, Gymnasium, dann mit 15 Beginn der Konditorlehre in Bad Ischl, Bäckerlehre zu Hause.  Mit 20 Meisterprüfung Bäcker, dann Konditor, anschließend Wirte – Konzession, dann aus Leidenschaft alle innovativen und kreativen Kurse. Im Fachbereich Bäckerei – Konditorei trendige Bäcker – Snacks, dann Verpackung  & Marketing.

Dann kam die Familiengründung hinzu: Zunächst mein ältester Sohn Thomas. Seine Leidenschaft ist die Musik und er hat sein Hobby zum Beruf gemacht und Medientechnik studiert.

Dann kamen Zwillinge, Alexander und Katharina, heute 25 Jahre alt. Alexander ist Juniorchef und Bäckermeister.  Katharina ist Konditorin und diplomierte Lebens –  bzw. Familienberaterin. 

2. Wie groß ist dein Betrieb?

Inzwischen haben wir ca. 100 Mitarbeiter in Vol- l oder Teilzeit beschäftigt. Wir bilden Lehrlinge in 6 Berufen aus: Bäcker, Konditor, Koch, Kellner, Systemgastronomie, Bäckerei, Fachverkäufer/in. Schnupperkräfte sind immer willkommen, um wieder junge Menschen von unserem schönen Handwerk begeistern zu können.

Durch einige Bäcker – Schließungen(Pensionierungen) in der Region wurde der Wunsch nach Nahversorgung der Kunden laut.

Wir haben dann Filialen eröffnet: In Obertraun halbtags (vormittag), in Hallstatt, in Altaussee, in Bad Goisern Zentrum.

Weiters suchen wir immer leidenschaftliche Bäcker oder Hobbybäcker in Ausbildung. Nachtarbeit ist vielleicht nicht für jedermann geeignet, wird jedoch sehr gut bezahlt. Die Vorteile: Man kann dann als Jungpapa jeden Nachmittag mit seinen Kindern verbringen oder seinem Lieblingssport bzw. seinen Hobbies nachgehen. 

3. Was ist deine Motivation, Unternehmer zu werden, gewesen?

Motivation ist, seine Leidenschaft zu leben und jeden Tag kreativ sein zu können . Es ist nie eintönig und wird nie langweilig, es gibt immer etwas Neues zu entdecken.

4. Welche Eigenschaften muss deiner Meinung nach ein Unternehmer haben?

Die Eigenschaft, etwas zu unternehmen und nicht abzuwarten  oder gar zu jammern. Gezieltes Risiko eingehen, gepaart mit Unternehmergeist, um künftige Trends entweder zu machen oder umzusetzen.

5. Was sind deine wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen gewesen?

Die Expansion in eigene Filialen war ein wichtiger und mutiger Schritt und hat uns etwas unabhängiger von Lieferkunden gemacht.

6. Was kommt in Zukunft auf deine Branche zu? Welche Entwicklungen siehst du?

Die größte Herausforderung ist, als Dienstleister genug Man – Power  im Betrieb binden zu können. Weiters muss dringend politisch die Dienstleistung steuerlich entlastet werden, sonst kann sich das bald keiner mehr leisten. Ganz wichtig ist auch eine gute gesundheitliche Vorsorge – Prophylaxe anzubieten, um zu verhindern, dass Langzeit – Krankenstände nicht zum ständigen Ausfall der Mitarbeiter führt und dem Betrieb dadurch die gesamte, gesunde Liquidität nimmt.

Durch die gestiegenen phsychischen Defizite, Burn Out, Long Covid Depressionen bei jungen, dynamischen Menschen ist eine verlässliche Planung  des Alltags und des Betriebsablaufes fast nicht mehr möglich. Positiv zu bewerten ist allerdings das Umdenken bei der gesunden Ernährung

Bewusst auf Regionalität zu achten, das wird sicher noch mehr in Zukunft gefragt sein. Genauso wichtig ist es, den Weg zur sauberen Energie und Vermeidung von unnötigem Müll schnellstens zu gehen.

7. Was soll der Staat an Rahmenbedingungen verändern?

Ich bin der Meinung, dass ständige Geschenke nur beruhigen und besänftigen  Damit ist nicht die Wurzel des Übels bekämpft. Es muss wieder Konzepte geben, damit sich Fleiß lohnt für MitarbeiterInnen und UnternehmerInnen. Sozial gerecht, aber so konzipiert, dass sich eine Jungfamilie auch wieder ein Eigenheim schaffen kann, das wäre ein ganz wichtiger Ansatz.

Bei der jetzigen Politik werden nur die Reichen reicher und die ARMEN ärmer. Man beachte, dass nur mehr ausländische Großkonzerne Gründe kaufen können oder Hotelprojekte durchziehen.

Schlucken, alles wird verscherbelt, bis nichts mehr uns gehört, und dann sind wir voll abhängig von den Machenschaften ausländische Konzerne, auch die Politik ist dann von den Kapitalisten abhängig und erpressbar!

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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