Stefan Kaineder über die Waldrodung in Ohlsdorf

„Ein REWE-Lager kommt also nach Ohlsdorf. Um Waren aufzustapeln, ist ein riesiger Wald weggeschoben worden. Statt Bäumen aus dem Wald-, werden Regale aus dem Betonboden wachsen. Ist das das öffentliche Interesse, der Leitstandort für die oberösterreichische Wirtschaft? Kommen damit die prophezeiten hunderten Arbeitsplätze? Eher nicht. Experten aus dem Lebensmittelgroßhandel rechnen bei einem vollautomatisierten Lager mit 60 Arbeitsplätzen. Damit entwickelt sich das Projekt neben einem raumplanerischen Desaster auch zu einem wirtschaftspolitischen Bauchfleck. Und das Ganze auf Basis eines fragwürdigen Umwidmungsprozesses. Dass LR Achleitner die ganze Causa als Normalität abtut, verdeutlicht den Handlungsdruck in der Politik“, kommentiert der Grüne Landessprecher LR Stefan Kaineder den Umstand, dass auf dem 190.000 gerodeten Waldstück in Ohlsdorf ein Zentrallager des REWE-Konzerns geplant ist.

Die Ankündigung eines Leitbetriebs und hunderten Arbeitsplätzen zerbröselt wie die gefällten Bäume im Schredder. Denn in dem vollautomatisierten Lager werden nicht hunderte Arbeitskräfte, sondern Roboter und ferngesteuerte Stapler werken. „Angekündigt waren bis zu 600 neue Jobs. Vor allem damit hat man die Gemeinde geködert. Und unter dieser falschen Annahme wurden Widmung und Rodung argumentiert und genehmigt. Der Wald ist weg, die Umwelt geschädigt, die versprochenen Arbeitsplätze bleiben aus und die Ohlsdorferinnen und Ohlsdorfer sind zurecht sauer“, betont Kaineder.

Echten Grund zur Freude hat nur der Unternehmer Hans Asamer. „Er ist der Profiteuer und hat den Millionen-Benefit bereits eingestreift. Das aber muss aufhören. Es muss das letzte Mal gewesen sein, dass Profitgier einzelner unsere Umwelt und Natur zerstört und wir unseren Kindern den Lebensraum verbetonieren“, betont Kaineder.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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