dokFilm: Die Ernährungsfalle – Wie die Zukunft des Essens gelingen kann

Doku von Andrea Ernst und Kurt Langbein über Schattenseiten moderner Ernährungsweise und Nahrungsmittelproduktion sowie Lösungsvorschläge

Lebensmittelindustrie oder bäuerliche Landwirtschaft, regionale Kost oder Essen vom Weltmarkt – was hat welche Folgen? Die Dokumentation „Die Ernährungsfalle – Wie die Zukunft des Essens gelingen kann“ von Andrea Ernst und Kurt Langbein zeigt am Beispiel dreier Familien die Schattenseiten unserer zunehmend bewussten, aber auch preisbewussten Ernährungsweise auf, stellt grundlegende Fragen zur Weichenstellung in der Nahrungsproduktion und bietet ebenso Lösungsvorschläge – zu sehen im „dokFilm“ am Sonntag, dem 13. Februar 2022, um 23.05 Uhr in ORF 2. 

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Es ist eine der größten Errungenschaften der westlichen Welt: Zu jeder Zeit alles essen zu können – frisch, reif, optisch einwandfrei, egal, ob Sommer oder Winter, es gibt Tropisches, Exotisches und Exklusives aus aller Herren Länder. Dabei sind Lebensmittel verglichen mit früheren Jahrhunderten so billig wie noch nie und viele Produkte wie Kaffee, Kakao, Zucker oder Gewürze gelten schon lang nicht mehr als Luxus. Aber alles soll am besten auch öko und bio sein und trotzdem leistbar. Ein verständlicher und auch vernünftiger Anspruch, über dessen Folgen wir uns jedoch kaum Gedanken machen.

Je erschwinglicher gesunde Lebensmittel für uns werden, desto höher der Preis, den andere dafür bezahlen. Bio-Paradeiser etwa werden nicht irgendwo angebaut, sondern gerne in Spanien, wo es ein Überangebot an billigen Arbeitskräften gibt. Ohnehin kommen wir mit den Anbauflächen im eigenen Land gar nicht mehr aus. Der derzeitige Ernährungsstil der Österreicherinnen und Österreicher erfordert durchschnittlich ein Zweifaches der im Land verfügbaren Anbaufläche. Die Befriedigung der agrarischen Bedürfnisse muss daher zur Hälfte auf andere Kontinente ausgelagert werden, allzu oft in Billiglohnländer unter Ausbeutung von Mensch und Umwelt – eine Sackgasse, da sind sich alle Expertinnen und Experten einig.

Andrea Ernst und Kurt Langbein zeigen in ihrem Film anhand dreier Familien anschaulich auf, welche weltweiten Auswirkungen der Esskonsum jeder und jedes einzelnen hat, warum bewusstes und regionales Essen nicht nur gesund ist, sondern auch unentbehrlich, um der globalen Ernährungsfalle zu entkommen, und wie jede und jeder schon mit kleinen Verhaltensänderungen Großes bewirken kann.

Im Bild: Einen Acker, fast so groß wie ein Fußballfeld, besetzt derzeit jeder von uns, etwa zwei Drittel davon liegen im Ausland.
Fotocredit:
ORF/Langbein & Partner

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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