Unfall mit fünf Fahrzeugen// Bei Forstarbeiten tödlich verunglückt. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Ried

Ein 80-Jähriger aus dem Bezirk Ried fuhr am 9. Februar 2022 gegen 9:15 Uhr mit seinem Pkw im Gemeindegebiet von Reichersberg auf der B148, Altheimer Straße aus Ort im Innkreis kommend Richtung Altheim. Beim Güterweg Linn hielt er sein Fahrzeug an und blinkte links, um abzubiegen. Ein 47-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger aus Deutschland war mit einem Transporter in die entgegengesetzte Richtung unterwegs. Als er den Pkw sah, verringerte er seine Geschwindigkeit und gab dem Pensionisten mit der Lichthupe ein Zeichen, dass er in die Kreuzung einbiegen könne. Ein 23-jähriger rumänischer Staatsbürger fuhr mit einem Klein-Lkw ebenfalls Richtung Altheim. Er übersah nach eigenen Angaben den stehenden Pkw und prallte nahezu ungebremst gegen dessen Heck. Durch die Kollision wurde der Pkw um 180 Grad gedreht und rechts auf das Bankett geschleudert. Ein 62-Jähriger aus dem Bezirk Ried lenkte seinen Pickup hinter dem Rumänen Richtung Altheim. Er konnte sein Fahrzeug noch rechtzeitig hinter dem Klein-Lkw anhalten. Unmittelbar hinter dem Pickup fuhr ein 24-jähriger Rumäne mit seinem Klein-Lkw. Er übersah nach eigenen Angaben den stehenden Pickup und fuhr ebenfalls nahezu ungebremst gegen dessen Heck. Durch den Anprall wurde der Pickup auf den Klein-Lkw des 23-Jährigen und anschließend auf die Gegenfahrbahn geschoben, wo dieser noch mit dem Transporter des 47-Jährigen kollidierte. Der 80-Jährige erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und wurde in das Krankenhaus Ried im Innkreis gebracht. Alle anderen beteiligten Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt. Die B148, Altheimer Straße wurde im Bereich der Unfallstelle für ca. 2,5 Stunden komplett gesperrt.

Notfallarmband rettete Pensionistin

Bezirk Wels-Land

Eine 79-Jährige aus dem Bezirk Wels-Land ging am 9. Februar 2022 gegen 13:35 Uhr in ihrem Wohnhaus über den Stiegenabgang in das Erdgeschoss. Kurz vor dem Erreichen des Halbstockes rutschte sie aus, stürzte und blieb am Plateau des Halbstockes liegen. Die 79-Jährige wurde schwer verletzt und war bewegungsunfähig. Mithilfe des Notfallarmbandes gelang es ihr, ihren Sohn zu verständigen. Dieser traf wenige Minuten nach der Alarmierung ein, leistete Erste Hilfe und verständigte die Einsatzkräfte. Die Pensionistin wurde nach der notärztlichen Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Wels eingeliefert.

Bei Forstarbeiten von Baum getroffen und tödlich verunglückt

Bezirk Braunau

Ein 64-Jähriger aus dem Bezirk Braunau war am Vormittag des 9. Februar 2022 gemeinsam mit seinem 92-jährigen Vater, ebenfalls aus dem Bezirk Braunau, in dessen Wald im Gemeindegebiet von Schwand im Innkreis mit Forstarbeiten beschäftigt. Der Senior arbeitete bereits seit den frühen Morgenstunden in dem Wald, im Laufe des Vormittages kam dann sein Sohn dazu, um ihm bei der schweren Arbeit zu helfen. Die beiden waren gegen 10 Uhr damit beschäftigt, eine ca. elf Meter hohe Eiche zu fällen. Unter Zuhilfenahme einer an einem Kleintraktor angebrachten Seilwinde, die vom 64-Jährigen bedient wurde, wollten sie die Fallrichtung des Baumes in eine bestimmte Richtung steuern. Beide befanden sich zum Zeitpunkt, als der Baum zu fallen begann, außerhalb des Gefahrenbereiches. Aufgrund einiger Äste im oberen Bereich des Baumes, die sich an einem nebenstehenden Baum verhakt hatten, änderte der Baum während des Fallens plötzlich und für beide unerwartet seine Fallrichtung um ca. 90 Grad. Der 92-Jährige konnte dem fallenden Baum nicht mehr ausweichen und wurde frontal getroffen. Er erlitt dabei so schwere Verletzungen, dass er unmittelbar darauf verstarb. Sein Sohn eilte zu seinem Vater, konnte ihm jedoch nicht mehr helfen. Er setzt sofort per Notruf die Rettungskette in Gang. Der eintreffende Notarzt bzw. der verständigte Gemeindearzt von Schwand konnten nur mehr den Tod feststellen.

Suchgifthändler festgenommen

Bezirk Schärding

Durch umfangreiche Ermittlungen der Polizei Schärding konnte ein 19-Jähriger aus dem Bezirk Schärding als Suchtmittelhändler ausgeforscht werden. Ihm konnte der Erwerb bzw. die Einfuhr von 35 Gramm Kokain, 200 Gramm Cannabisharz und 175 Gramm Cannabiskraut in das österreichische Bundesgebiet nachgewiesen werden. Für den Erwerb bewegte er sich online in gleichgesinnten Gruppen auf einer Messenger Plattform und trat dort mit unterschiedlichen Suchtmittelhändlern aus dem Ausland in Kontakt. Über eine verschlüsselte App kaufte der 19-Jährige unterschiedliche Suchtmittel von unterschiedlichen Händlern. Er bestellte an unterschiedliche Lieferadressen, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Die Lieferung erfolgte über den Postweg, die Bezahlung per Kryptowährung. Das erworbene bzw. eingeführte Suchtmittel wurde von dem Beschuldigten an unterschiedliche Abnehmer gewinnbringend weiterverkauft. Bei den Ermittlungen wurden sechs namentlich bekannte Abnehmer aus dem Raum Schärding ausgeforscht und angezeigt. Der 19-Jährige ist außerdem geständig, an öffentlichen Orten im Stadtgebiet von Linz an unbekannte Personen unterschiedliche Suchtmittel verkauft zu haben. Zwei bereits bezahlte Suchtmittellieferungen mit insgesamt 460 Gramm Cannabiskraut konnten am Postweg vom Zoll aufgegriffen und beschlagnahmt werden. Bei einer gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung an der Wohnadresse des Beschuldigten wurden ca. 10 Gramm Cannabiskraut und die für den Suchtmittelankauf verwendeten Smartphones sichergestellt. Durch die Auswertung der Smartphones wurde auf einer e-Wallet Kryptowährung gefunden und sichergestellt, da es sich nachweislich um „Drogengeld“ handelte. Der 19-Jährige zeigt sich umfangreich geständig und wird auf freiem Fuß angezeigt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV