Lawinenwarnstufe 4

Frischer umfangreicher störanfälliger Triebschnee – angespannte Situation durch leicht auslösbare Schneebrettlawinen und spontane Lawinen!

Gefahrenbeurteilung

Die letzten Tage brachten bei starkem bis stürmischem Wind aus West bis Nordwest und ergiebigem Neuschneezuwachs umfangreichen labilen Triebschnee. Gefahrenstellen sind in allen Exposition auch weit unter der Waldgrenze noch anzutreffen. Anzahl sowie Umfang der Gefahrenstellen nehmen aber mit der Höhe deutlich zu. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich, vor allem hochgelegen auch wahrscheinlich. Steilere Hänge mit Triebschneeablagerungen sind zu meiden. Durch die Neu- und Triebschneemengen sind im Steilgelände auch große spontanen Lockerschnee- oder Schneebrettlawinen möglich. Es ist viel Erfahrung in der Lawinenbeurteilung erforderlich. In den tiefen und mittleren Lagen sind spontane Lawinenabgänge mit den milderen Temperaturen möglich.

Schneedeckenaufbau

Ergiebiger Neuschnee (in Summe auch mehr als 1 Meter) und stürmischer Wind hat in den letzten Tagen zu umfangreichen Triebschneeablagerungen geführt. Die mächtigen Triebschneepakete enthalten Schwachschichten und die Bindung zur Altschneedecke ist ungenügend. Dünne Zwischenschichten, überdeckter Graupel und kantige Kristalle im Übergang zur Altschneedecke sind vorhanden. Die Schneedecke ist allgemein stark windbeeinfluss und sehr unregelmäßig verteilt. Mit den milderen Temperaturen am Donnerstag kommt es zu einer Setzung der Schneedecke.

Wetter

Der leichte Schneefall klingt spätestens im Lauf des Vormittags am Donnerstag ab. Am Nachmittag gibt es im Bereich der Kalkalpen bei hohen Wolken ausreichende Sicht. Der Wind weht mäßig stark. In 1500 m morgens -4 Grad abends bis zu +4 Grad, in 2000 m morgens -7 Grad abends +1.

Am Freitag scheint im Bereich der Berge bei guter Sicht oft die Sonne. Der Wind weht schwach bis mäßig stark und in den freien Lagen zum Teil lebhaft. In 1500 m hat es um 0 Grad, in 2000 m um -3 Grad.

Tendenz

Die Lawinengefahr geht zurück.

Quelle: Lawinenwarndienst OÖ

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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