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Hochbetrieb im Bürgerservice

„2021 überstieg alles bisher Erlebte bei weitem“, so Gudrun Steiner, die Leiterin des Bürgerservice. Denn zusätzlich zu allen anderen Tätigkeiten waren jetzt auch noch jede Menge coronabedingter Aufgaben abzuwickeln.

Für alle, die sich nicht online zur Impfung anmelden konnten, tätigten Gudrun Steiner und ihr Team das Prozedere zur Anmeldung, ob zur Erst-, Zweit- oder Drittimpfung – insgesamt für 400 Personen. Überdies wurden Tausende Genesungszertifikate ausgestellt.

Außerdem war 2021 bekanntlich ein Wahljahr. Der ersten Bürgermeisterwahl im September folgte eine Stichwahl. Mehr als 4.000 ausgestellte Wahlkarten waren ein Rekord. Dazu kam 2021 eine nie dagewesene Anzahl an Volksbegehren.

Von den Mitarbeiterinnen des Bürgerservice wurden um 20 % mehr Dauerparkkarten ausgestellt. Zusätzlich übernahm die Servicestelle im Erdgeschoß auch die Verwaltung der Urnengräber.

Einen enormen Verwaltungsaufwand für die Mitarbeiterinnen des Bürgerservice bedeutet die laufende Ausgabe der „Gelben Säcke“.

Insgesamt waren mit 31. Dezember des Vorjahres mit Haupt- und Nebenwohnsitz 13.629 Personen aus 88 Nationen und 480 Hunde in Vöcklabruck gemeldet. Rund 29 Religionen werden in der Bezirksstadt ausgeübt.

Rund 3.000 Einwohner sind keine österreichischen Staatsbürger, die meisten von ihnen kommen aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien und Deutschland.

Vöcklabruck war „Hochzeits-Hotspot“

Hochbetrieb herrschte 2021 trotz Corona auch im Standesamt, das von Petra Wimmer geleitet wird. Ganz entgegen dem bundesweiten Trend gaben einander 51 Paare in Vöcklabruck das Jawort. Die jüngste heiratswillige Person war 18 Jahre jung, die älteste schritt mit 77 Jahren zum Standesamt. Der größte Altersunterschied lag bei 23 Jahren.

660 Buben und 661 Mädchen erblickten in Vöcklabruck das Licht der Welt. Bei der Namensgebung kehrten die allermeisten Eltern zurück zu „altbewährten“ Namen: Die „Hitparade“ bei den Mädchen wird angeführt von Marie, gefolgt von Luisa, Emma & Anna. Bei den kleinen „Herren der Schöpfung“ führt Alexander vor Paul, David und Jakob.

Im Standesamt beurkundete das Team von Petra Wimmer außerdem knapp 400 Sterbefälle. Generell leben die Menschen immer länger: Die älteste Verstorbene erreichte das Alter von 100 Jahren, der älteste verstorbene Herr wurde sogar 101 Jahre alt.

In Summe wickelte der Standesamtsverband Vöcklabruck – also die Gemeinden Vöcklabruck plus Pilsbach – mehr als 4000 Verfahren ab.

„Viele, vor allem junge Menschen ziehen nach Vöcklabruck. Wir verzeichnen hohe Trauungszahlen und jede Menge Geburten. Das sind erfreuliche Umstände. Ich verspreche, mich mit aller Energie für unsere jungen Mädchen und Buben einzusetzen. Sie sollen es gut haben  in Vöcklabruck!“ So Bürgermeister Peter Schobesberger.

Die Heldinnen vom Pfarrhofgries

Jeden Dienstag zwischen 13h und 17h herrscht am Pfarrhofgries in Vöcklabruck emsiges Treiben. Zahlreiche Spenderinnen und Spender liefern nicht mehr benötigte Kleidungsstücke an die „Vöcklabrucker Missionsrunde“. Bis zu 25 Helferinnen sortieren Kleidung nach Art und Brauchbarkeit. Pakete werden zusammengestellt, um Familien in Süd- und Osteuropa unbürokratisch und rasch unter die Arme zu greifen. Andere Kleidungsstücke werden für den regelmäßig veranstalteten Flohmarkt aufbereitet. Weniger qualitative Textilien finden als Putztücher erneut ihren Nutzen.

Gerti Baumann, die Leiterin, ist dankbar für die Kleiderspenden: „Wir schaffen es, mehrere Hundert Pakete im Jahr an bedürftige Familien zu senden. Durch die Einnahmen des Flohmarktes können wir zusätzlich Patenschaften für Kinder in ärmeren Ländern finanzieren. Wir sind jederzeit für Kleiderspenden dankbar. Diese können immer dienstags bei uns am Pfarrhofgries abgegeben werden.“

Begeistert von dem Projekt zeigt sich der Vöcklabrucker Bürgermeister Peter Schobesberger: „Unsere schnelllebige Mode verschlingt unendlich viele Ressourcen. Ressourcen, die hier in der Missionsrunde bestens genutzt werden können. Sich von Kleidungsstücken zu trennen fällt uns oft schwer, auch wenn wir diese nicht mehr nutzen. Da hilft es, wenn man Gutes damit bewirken kann. Für Familien, die kaum genug zum Leben haben, sind diese Pakete ein Segen. Davon bin ich überzeugt. Herzlichen Dank an die Damen und Herren der Missionsrunde für diesen Einsatz.“

Bürgerservice Team:
Gudrun Steiner mit ihren fleißigen Mitarbeiterinnen vom Bürgerservice. (c) Stadtamt Vöcklabruck
BGM Missionsrunde:
Bürgermeister Peter Schobesberger und die „Heldinnen vom Pfarrhofgries“. (c) Stadtamt Vöcklabruck

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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