Landesrat Steinkellner: Weniger Geisterfahrer in Oberösterreich

„Einem Geisterfahrer zu begegnen, ist wohl eine der größten Ängste, die einem Autofahrer widerfahren kann. Deshalb ist es wichtig, Warnmeldungen über den Verkehrsfunk zu verfolgen, um sich im Ernstfall richtig verhalten zu können“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner. Laut Auswertungen des ORF Verkehrsservices kam es im vergangenen Jahr zu 388 registrierten Geisterfahrten auf Österreichs Autobahnen. Das entspricht einem nationalen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 42 Meldungen bzw. 12 Prozent. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde im Vorjahr mit 346 Geisterfahrer/innen ein historischer Tiefstwert erzielt.

Oberösterreich verzeichnet starken Rückgang

56-mal wurden im Vorjahr Geisterfahrer/innen auf den oberösterreichischen Autobahnabschnitten registriert. Das entspricht einem Rückgang von 14% bzw. neun Vorfällen weniger als noch im Jahr 2020.

Oberösterreichische Hotspots

Die meisten Vorfälle ereigneten sich im Seengebiet auf der A1 zwischen Vorchdorf und Mondsee. Hier kam es zu 11 Geisterfahrten. 2020 wurden in diesem Bereich 5 Geisterfahrten registriert. Zu den zweithäufigsten Geisterfahrten kam es auf der A1 im Raum Linz. Acht Vorfälle wurden hier registriert. Auf der A9 im Raum Bosruck kam es zu sechs Geisterfahrten. Auf der A8 im Raum Wels wurden 5 Geisterfahrer/innen gesichtet.

Die wenigsten Geisterfahrer/innen waren auf der A25 unterwegs. Lediglich ein Vorfall, im Jahr 2020 waren es noch vier, ereignete sich. Zum österreichweit stärksten Rückgang kam es auf der A7 im Raum Linz. 2020 wurden 16 Geisterfahrer/innen gezählt. Im Vorjahr 2021 waren es lediglich vier, also 12 Geisterfahrer/innen weniger. Dieser Abschnitt lag im nationalen Ranking 2020 noch auf Rang 1.

Abseits der Autobahnen – Geisterfahrer auf oö. Landesstraßen

Abseits der Autobahnen wurden in Oberösterreich vier Geisterfahrer/innen auf Landesstraßen gesichtet. Zwei auf der B1 zwischen Linz und Wels, und zu jeweils einem Vorfall kam es auf der B3 im Bereich Steyregger Brücke und auf der B137 bei Wels.

„Für Falschfahrten gibt es ganz unterschiedliche Gründe und bei weitem nicht alle Geisterfahrerinnen und Geisterfahrer handeln mit Absicht. Häufig spielen neben schlechten Sichtverhältnissen auch Alkohol und Ablenkungen am Steuer eine Rolle. Ebenso können unübersichtliche Beschilderungen Ursache für Geisterfahrten sein. Basierend auf den Statistiken werden wir die Hotspots auf unseren Landesstraßen hinsichtlich Beschilderungen nochmals begutachten und mögliche Potentiale zur Risikovermeidung ausschöpfen“, so Steinkellner abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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