Prozess nach Brandanschlag auf Polizeiauto

Drei Mitglieder einer Linzer Jugendbande stehen am Freitag vor Gericht. Die Gruppe soll einen Streifenwagen angezündet haben. Drei der Burschen sollen mit Schlägen versucht haben, die eigentlichen Täter zum Schweigen zu bringen, damit die Bande nicht auffliegt.

Nachdem eine Gruppe Jugendlicher im November in Linz ein Polizeiauto mit Benzin übergossen und angezündet hatte, stehen am Freitag drei Bandenmitglieder in Linz wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht. Zwei 16-Jährige und ein 14-Jähriger sollen ihre Kumpanen, die offenbar den Brandanschlag verübt hatten, zusammengeschlagen haben. Damit wollte man sie laut Staatsanwaltschaft zum Schweigen bringen. Die beiden älteren Angeklagten sitzen in U-Haft.

Am 14. November war im Linzer Stadtteil Ebelsberg ein Polizeiauto in Flammen aufgegangen, während die Beamten die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollierten. Zwei 16- und ein 20-Jähriger wurden als unmittelbare Täter ausgeforscht. Zwei von ihnen legten bei Einvernahmen offenbar Geständnisse ab. Die nun vor Gericht stehenden Schläger sollen diese daraufhin verprügelt haben.

Kurz vor Weihnachten wurde auch der Rädelsführer der Bande verhaftet. Er wollte anscheinend aus Unzufriedenheit mit den Corona-Maßnahmen in der Silvesternacht mit einem Molotowcocktail einen Anschlag auf die Polizeiinspektion Linz-Ebelsberg verüben. Der Kopf der Bande sowie die mutmaßlichen Brandstifter kommen gesondert vor Gericht. Quelle: ooe.ORF.at

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Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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