Kinderschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer zur Demo-Eskalation vor Linzer Hort: „Kindertränen sind nicht zu akzeptieren“

„Überaus besorgt und erschrocken“ zeigt sich die oberösterreichische Kinderschutz-Landesrätin Birgit Gerstorfer nach der gestrigen „Belagerung“ eines Linzer Hortes am Rande einer Demonstration gegen die Impfpflicht.

Das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit darf nicht zu belagerungsähnlichen Zuständen rund um einen Kinderhort führen, in dem sich sechs bis zehnjährige Kinder aufhalten. Wenn diesen Kindern zugerufen wird, ihre Eltern würden sie durch die Impfung töten, dann ist neuerlich eine rote Linie überschritten.

„Diese zur Schaustellung eines völlig verrohten Sittenbildes ist bedenklich und daher richte ich einen dringenden Aufruf zur De-Eskalation an die Organisatorinnen und Organisatoren und an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Kundgebungen“, stellt sich die Kinderschutz-Landesrätin schützend vor die Kinder, die durch diesen Vorfall verständlicher Weise völlig verängstigt wurden. „Kindergärten, Spitäler, Schulen und andere Einrichtungen sind besonders sensibel. Es ist zu prüfen, ob Schutzzonen möglich sind“.

„Die Kinder und Jugendlichen haben unter den Folgen der COVID-19 Pandemie ohnehin genug zu leiden. Hier gilt es entsprechende Hilfs- und Unterstützungsangebote auf den Weg zu bringen, wie ich es in der Kinder- und Jugendhilfe, im Jugendschutz und gemeinsam mit der Oö. Kinder- und Jugendanwältin tue. Was absolut nicht geht, ist, wenn Erwachsene ihren Frust und ihre Aggressionen über die Maßnahmen gegenüber Kindern entladen, wie das gestern passiert ist. Ich habe Vertrauen in unseren Rechtsstaat, dass es für die Rädelsführer und Mitläufer Konsequenzen geben wird.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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