ÖSV Wintersportsplitter: KRIECHMAYR TRIUMPHIERT AM LAUBERHORN

SKI ALPIN  15 Januar 2022 Wengen (SUI)

Beim Abfahrtsklassiker auf dem Lauberhorn in Wengen (SUI) feierte Vincent Kriechmayr seinen zehnten Weltcupsieg. Der Oberösterreicher verwies den Schweizer Lokalmatador Beat Feuz (+0,34 Sek.) und Dominik Paris (+0,44 Sek.) auf die Plätze. Mannschaftlich präsentierte sich das ÖSV-Team mit sechs Athleten in den Top-16 sehr stark.

Perfekte Pistenbedingungen, traumhaftes Wetter und ausgezeichnete Stimmung bei den Fans: Es war angerichtet für eine spektakuläre Abfahrt am Lauberhorn in Wengen und die Athleten zeigten eine tolle Show. Allen voran Vincent Kriechmayr, der sich in der gestrigen ersten Abfahrt mit Rang zwölf zufriedengeben musste. Heute zeigte der amtierende Abfahrts-Weltmeister eine nahezu perfekte Fahrt und holte damit sich seinen zweiten Sieg in Wengen, seinen insgesamt zehnten im Weltcup.

„Ich habe mein Bestes gegeben und man hat bei den letzten Rennen gesehen, dass wenn du nicht voll am Limit bist, kannst du nicht gewinnen. Heute bin ich mit der ‚jetzt erst recht‘ Mentalität an die Sache herangegangen und dass es dann so aufgeht, ist natürlich der Wahnsinn.“

Vincent Kriechmayr

Zweitbester Österreicher wurde, wie bereits gestern, Matthias Mayer. Der Kärntner belegte mit 51 hundertstel Rückstand den fünften Platz. Mayer zeigte einen guten Lauf, hatte jedoch seine Probleme im Schlussabschnitt.

„Es war heute ähnlich wie gestern, ich hatte Probleme in der Zielkurve, wo ich wieder etwa drei Zehntel verloren habe und ansonsten wahrscheinlich das Podest möglich gewesen wäre. Man muss den Veranstalter hier loben, es war eine tolle Woche.“

Matthias Mayer

Das bärenstarke ÖSV-Mannschaftsergebnis mit sechs Athleten in den Top-16 komplettierten der gute neunte Platz von Otmar Striedinger (+1,67 Sek.), Platz zehn von Max Franz (+1,77 Sek.), Daniel Hemetsberger als Elfter (+1,80 Sek.) und Rang 16 durch Daniel Danklmaier (+2,19 Sek.). Christian Walder konnte als 26. ebenfalls noch Weltcuppunkte holen.

ERGEBNIS

Am morgigen Sonntag geht zum Abschluss der Lauberhornrennen in Wengen der Slalom über die Bühne. Der erste Durchgang startet um 10:15 Uhr und die Entscheidung fällt ab 13:30 Uhr. ORF1 überträgt das Rennen live.

Raceboarder Payer/Schöffmann feiern einen „speziellen“ Heimsieg auf der Simonhöhe


Alexander Payer und Sabine Schöffmann haben am Samstag mit dem Triumph beim Mixed-Team-Parallelriesentorlauf auf der Simonhöhe für einen perfekten Abschluss der Heimweltcuprennen der Raceboarder gesorgt! Zusammen mit dem von Arvid Auner angeführten Vierfachsieg der Herren, Platz eins von Daniela Ulbing bei den Damen sowie dem Teamerfolg von Julia Dujmovits und Auner bei den Parallelslaloms in Bad Gastein gab es in dieser Woche nicht weniger als vier Weltcupsiege für das ÖSV-Team zu bejubeln.

Payer und Schöffmann lieferten eine fehlerlose Vorstellung ab und erreichten durch Erfolge über Südkorea 2, Slowenien und Russland 3 das große Finale, in dem das Kärntner Duo, das auch privat ein Paar ist, Deutschland 2 mit dem Einzelsieger vom Freitag, Stefan Baumeister, und Melanie Hochreiter bezwang. Der Sieg war auch deshalb so speziell, weil Schöffmanns Vater Werner als OK-Chef des Weltcups fungierte und Payers Vater Helmut auf der Simonhöhe einen Sportshop betreibt. Dritte wurden die Südkoreaner Lee Sangho und Jeong Haerim, die sich im kleinen Finale gegen die Russen Andrei Sobolev und Polina Smolentsova durchsetzten.

„Es war schon gestern eine sehr emotionale Sache, auf dem Hang, auf dem ich das Snowboarden gelernt habe, einen Weltcup zu fahren. Da war es heute fast schon ein wenig entspannter, weil ich gewusst habe, was auf mich zukommt. Die beiden Tage auf der Simonhöhe waren eine Belohnung für viele Jahre harte Arbeit. Für mich ist es ein Geschenk, den Teambewerb hier mit Sabine gewinnen zu dürfen. Ein großer Dank geht von uns beiden an alle, die diese grandiosen Rennen möglich gemacht haben“, sagte Alexander Payer.

„Das war heute ein Mega-Tag! Die Organisation war perfekt, das Wetter war ein Traum, die Piste hat super gehalten – und jetzt kommt auch noch unser Sieg dazu. Das ist schon fast ein bisschen kitschig, aber wir genießen diesen Erfolg natürlich enorm. Alex hat in jedem Duell harte Gegner gehabt, aber immer sehr gut dagegengehalten und teilweise sogar etwas herausholen können. Mir ist es zum Glück gelungen, meine starke Form im Riesentorlauf auszuspielen und gute Läufe zu zeigen“, freute sich Sabine Schöffmann.

Die Gastein-Sieger Arvid Auner und Julia Dujmovits erreichten das Viertelfinale und landeten als zweitbestes ÖSV-Duo auf Platz fünf. Damit verteidigten der Steirer und die Burgenländerin die Führung im Teamweltcup. Für Benjamin Karl und Daniela Ulbing (10.) sowie Andreas Prommegger und Claudia Riegler (14.) war jeweils im Achtelfinale Endstation.

SKI ALPIN  15 Januar 2022 Zauchensee

SIEBENHOFER AUF PLATZ DREI

Ramona Siebenhofer wird bei der Abfahrt in Zauchensee Dritte. Die Steirerin fährt mit Startnummer eins auf das Podest und wird damit beste Österreicherin beim Heimrennen. Der Sieg geht an die Schweizerin Lara Gut-Behrami, vor Kira Weidle (GER). Morgen steht der Super-G am Programm. 

Siebenhofer eröffnet das Speed-Heimrennen in Zauchensee mit Startnummer eins. Bei Traumwetter und einer super Piste legt die Steirerin eine Zeit vor, welche von Kira Weidle nach wenigen Läuferinnen unterboten wurde. Gut-Behrami war noch schneller als die beiden und holt den ersten Abfahrtssieg in Zauchensee. Für Siebenhofer ist dies der sechste Podestplatz ihrer Karriere.

„Ich habe gemerkt, dass es eine gute Fahrt war, das habe ich auch anhand der Endzeit gespürt, es war doch um einiges schneller als im Training. Bei der Einfahrt habe ich gemerkt, dass ich den Speed nicht ganz mitnehmen konnte, da hat mir die Kira noch einiges abgenommen.“ Ramona Siebenhofer.

Paraski-WM | Markus Salcher legt Super-G-Gold nach


***Silber an Johannes Aigner***

Österreichs Paraski-Asse sorgen bei den Weltmeisterschaften weiter für Furore. Markus Salcher (stehende Klasse) gewann in Hafjell (NOR) einen Tag nach Abfahrts-Gold auch den Titel im Super-G und ist nun sechsfacher Weltmeister. In der Klasse der sehbehinderten Herren jubelte Johannes Aigner mit Guide Matteo Fleischmann über Silber und seine erste WM-Medaille. 

Nach jedem Weltmeistertitel in der Abfahrt ließ Markus Salcher in seiner Karriere bisher auch Gold im Super-G folgen. Nach 2013 und 2017 gelang ihm in Hafjell zum dritten Mal das Speed-Double. Salcher distanzierte den zweitplatzierten Russen Aleksei Bugaev um 1,39 Sekunden. Bronze ging an den Schweizer Theo Gmür (+1,50 Sek.). 

Topfavorit Arthur Bauchet aus Frankreich, der gestern noch knapp hinter Salcher Abfahrts-Silber gewonnen hatte, kam im Super-G nicht ins Ziel. Ebenso in der stehenden Klasse der Herren kam Nico Pajantschitsch (+3,53 Sek.) auf Rang sechs, Thomas Grochar (+4,96 Sek.) beendete das Rennen als Zwölfter. 

***Markus Salcher***: „Der Sieg ist für mich unerwartet. Unser Cheftrainer hat den Kurs gesetzt, also wusste ich, was auf mich zukommt, es war sehr technisch. Ich bin taktisch gefahren, nicht auf dem letzten Zacken und das ist sich gut ausgegangen. Das sind diese Situationen, in denen man smart und mit Erfahrung handeln muss. Ich freue mich, dass alles so geklappt hat.“

Bei den sehbehinderten Herren eroberte der Niederösterreicher Johannes Aigner mit Silber seine erste WM-Medaille. Nur 26 Hundertstel fehlten Aigner und seinem Guide Matteo Fleischmann am Ende auf Sieger Hyacinthe Deleplace aus Frankreich. Dritter wurde der Slowake Miroslav Haraus (+3,07 Sek.).

In der Klasse der sitzenden Herren fuhr der Tiroler Roman Rabl auf Platz sechs – mit 8,48 Sekunden Rückstand auf Weltmeister Jeroen Kampschreur aus den Niederlanden, der vor dem Norweger Jesper Pedersen (+3,22 Sek.) und dem Italiener Rene de Silvestro (+4,14 Sek.) triumphierte. Montag bestreiten die Alpin-Asse die Super-Kombination – bestehend aus Super-G und Slalom. Neben Markus Salcher und Johannes Aigner stehen aus österreichischer Sicht auch Nico Pajantschitsch und Thomas Grochar am Start.

*** Edlinger 14. im Biathlon-Sprint ***
Im Biathlon-Sprint der sehbehinderten Damen über 6 Kilometer landete Carina Edlinger in Lillehammer auf Rang 14. Die Salzburgerin verzeichnete beim ersten Schießen drei Fehlschüsse und blieb beim zweiten Schießen fehlerfrei. Am Ende fehlten ihr 4:25,9 Minuten auf Siegerin Vera Khlyzova, die vor Ekaterina Razumnaia und Anna Panferova einen russischen Fünffachsieg anführte. 

*** weiterer Zeitplan mit ÖSV-Beteiligung ***
Sonntag, 16. Jänner 2022

Biathlon: 10 Kilometer, Damen

Montag, 17. Jänner 2022
Alpin: Super-Kombination, Damen und Herren

Dienstag, 18. Jänner 2022
Langlauf: 15 Kilometer Freistil, Damen

Mittwoch, 19. Jänner 2022
Alpin: Riesentorlauf, Herren

Donnerstag, 20. Jänner 2022
Alpin: Riesentorlauf, Damen
Biathlon: 12,5 Kilometer, Damen

Freitag, 21. Jänner 2022
Alpin: Slalom, Herren
Snowboard: Cross

Samstag, 22. Jänner 2022
Alpin: Slalom, Damen
Langlauf: Sprint, Damen

Sonntag, 23. Jänner 2022
Alpin: Parallel-Teamevent

Anna Gasser bei Slopestyle-Weltcup in Laax starke Zweite


Anna Gasser hat am Samstag beim Slopestyle-Weltcup in Laax (SUI) als Zweite den Sprung auf das Podest geschafft! Die amtierende Weltcupsiegerin in dieser Disziplin musste sich mit dem Score von 78,56 Punkten nur der Australierin Tess Coady (86,18) geschlagen geben. Dritte wurde die Deutsche Annika Morgan (76,61).

Gasser lag nach dem ersten Finalrun mit 75,15 Punkten hinter Coady und der Japanerin Reira Iwabuchi auf Platz drei, fand sich vor dem Start zu ihrem zweiten Run aber plötzlich an der sechsten Stelle wieder. Doch die Kärntnerin zeigte Nervenstärke, führte vor allem ihren Trick am zweiten Rail-Element besser aus und verbesserte sich damit noch auf Rang zwei.

„Das war eine sehr coole Woche und ein guter Start in meine Slopestyle-Saison. Das Niveau im Finale war unglaublich hoch. Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich nach dem ersten Run noch um den Podestplatz kämpfen muss. Da war zwar beim zweiten Rail-Feature ein Fehler dabei, aber sonst war daran nicht viel auszusetzen – auch die beiden Sprünge haben super geklappt. Ich bin froh, dass ich den zweiten Run unter Druck noch einmal so runtergestellt habe. Da hat sich das intensive Training der vergangenen Wochen und Monate schon ausgezahlt“, sagte Anna Gasser, die vor den Olympischen Spielen in Peking in der kommenden Woche noch bei den X-Games in Aspen im Einsatz ist.

Bei den Herren triumphierte Sean Fitzsimons (USA/80,91) vor Staale Sandbech (NOR/80,43) und Jake Canter (USA/74,76). Die beiden Österreicher Moritz Amsüss und Clemens Millauer hatten den Einzug in das Zwölferfinale verpasst und landeten in der Endabrechnung auf den Rängen 16 bzw. 22.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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