MATTHIAS WALKNER UND KTM ERREICHEN DRITTEN PLATZ BEI DER RALLYE DAKAR 2022

Matthias Walkner von Red Bull KTM Factory Racing hat bei der unglaublich harten Rallye Dakar 2022 einen beeindruckenden dritten Platz belegt. Der österreichische Star lieferte während der gesamten zweiwöchigen Veranstaltung starke, konstante Ergebnisse und kämpfte bis zum Schluss hart, um am Ende nach fast 40 Stunden Renndauer weniger als sieben Minuten hinter dem Sieger ins Ziel zu kommen. Toby Price sicherte sich ein Top-10-Gesamtergebnis mit einem soliden zweiten Platz auf der 12. und letzten Etappe des Events.

Matthias Walkner, der als Dritter in den letzten Renntag ging, zeigte auf der heutigen Etappe eine hervorragende Leistung und sicherte sich als Siebter das Gesamtpodium. Nach mehr als 8.000 Kilometern trennten die drei Erstplatzierten der Motorradklasse nur knapp sieben Minuten, so eng war der Wettbewerb in diesem Jahr. Walkners dritter Platz ist der vierte Dakar-Podestplatz für den Österreicher, der mit diesem hart erkämpften Ergebnis seinen Titel in der FIM Cross-Country Rallies World Championship 2021 weiter ausbauen konnte. Für den erfahrenen 35-Jährigen waren es unglaubliche zwölf Monate im Rennsport.

Matthias Walkner: „Ich fühle mich super glücklich und bin auch froh, hier gesund im Ziel zu sein. Es ist ein tolles Gefühl, nach einigen schwierigen Dakars in den letzten beiden Jahren wieder auf dem Podium zu stehen. Es war wie immer eine sehr lange und harte Dakar, aber dieses Jahr war es etwas Besonderes, weil jeden Tag ein hohes Maß an Navigation erforderlich war. Wir haben gleich am ersten Tag gesehen, dass man auf jeder Etappe so viel Zeit gewinnen oder verlieren kann. Deshalb habe ich wirklich versucht, mich auf mein Roadbook zu konzentrieren und das ganze Rennen über die Navigation zu beherrschen. In der ersten Woche lief es für mich wirklich gut, und in der zweiten Woche haben alle richtig Gas gegeben, so dass man jeden Tag sein Bestes geben musste, da die Zeiten so eng beieinander lagen. Das neue Motorrad ist großartig, und das Team hat so viel Arbeit investiert, um sicherzustellen, dass wir die nötige Leistung haben, um auf das Podium zu kommen. Jetzt ist es Zeit zu feiern!“

Nach einem schwierigen Start in die diesjährige Veranstaltung, als ihn ein Navigationsproblem auf der ersten Etappe viel Zeit kostete, lieferte Toby Price Tag für Tag solide Ergebnisse und kämpfte sich zurück in die Top-10 der Gesamtwertung. Die zweitschnellste Zeit am letzten Renntag und der Etappensieg am 10. Tag zeigen, dass der zweifache Dakar-Champion nichts von seiner Schnelligkeit und Motivation verloren hat. Glücklich darüber, die Veranstaltung 2022 ohne Verletzungen beendet zu haben, blickt Price nun auf den Rest der diesjährigen FIM World Rally-Raid Championship.

Toby Price: „Ich bin immer froh, wenn ich hier bei der Dakar ins Ziel komme, denn es war ein wirklich hartes Rennen in diesem Jahr. Der Zeitverlust am ersten Tag hat mich für den Rest der Etappen etwas zurückgeworfen, und so wie die Dinge jetzt stehen, kann man mit jedem Fehler viel Zeit auf den anderen verlieren, weil es so eng ist. Das Terrain hier in Saudi-Arabien sorgt für ein wirklich schnelles Rennen, viele der Etappen sind Sprints bis zum Ziel, aber die Atmosphäre ist gut und es ist ein guter Ort, um zu sein. Ich freue mich schon auf 2023!“

Kevin Benavides zeigte während der gesamten Rallye Dakar 2022 – seinem ersten Einsatz für das Red Bull KTM Factory Racing Team – eine beeindruckende Geschwindigkeit. Auch der Dakar-Champion von 2021 verlor am ersten Tag in Saudi-Arabien Zeit, kämpfte sich aber mit schnellen und konstanten Leistungen Tag für Tag wieder nach vorne und lag am Ende der neunten Etappe auf dem fünften Gesamtrang. Nach einem technischen Problem auf der 10. Etappe musste der Argentinier leider aufgeben. Auf den letzten beiden Etappen des Rennens war Benavides sofort wieder auf der Höhe des Geschehens und holte sich den Etappensieg an Tag 11. Kevin ist glücklich, die Ziellinie sicher erreicht zu haben und zieht aus seiner Leistung viel Positives und ist bereits voll motiviert für die Veranstaltung im nächsten Jahr.

Kevin Benavides: „Ich habe diesen letzten Tag bei der Dakar genossen – ich habe die Etappe eröffnet, was großartig war, und es fühlt sich gut an, endlich ins Ziel zu kommen. Natürlich ist es frustrierend, dass ich das Problem auf der 10. Etappe hatte. Bis dahin war mein Rennen wirklich gut gelaufen, und ich glaube, dass ich das Tempo hatte, um um das Podium zu kämpfen. Das haben auch die letzten beiden Tage gezeigt. Es gibt viele positive Aspekte, die ich aus dem diesjährigen Rennen mitnehmen kann, und ich bin wirklich zufrieden damit, wie ich gefahren bin und durch die Etappen navigiert habe. Bei der Dakar geht es vor allem darum, zu lernen und sich zu verbessern, und das werde ich aus diesem Jahr mitnehmen und versuchen, 2023 noch stärker zurückzukommen.

Danilo Petrucci, der bei der Dakar 2022 nicht nur sein Dakar-Debüt, sondern auch seine erste Teilnahme an einem Rallye-Raid-Wettbewerb gab, sorgte im Fahrerlager für Aufsehen, als er auf seiner Tech3 KTM 450 RALLY konstant seine Geschwindigkeit und sein Können zeigte. Einen Etappensieg bei der Dakar zu erringen, ist eine große Leistung, und dies gleich bei seinem ersten Versuch zu schaffen, ist eine spektakuläre Leistung! Danilo Petrucci, der sein Ziel, das Rennen zu beenden, erreicht hatte, war überglücklich über den Verlauf des Rennens und das Erreichte.

Mit einem hervorragenden fünften Platz auf der 12. Etappe beendete der von KTM unterstützte Privatfahrer Mason Klein seine Dakar-Kampagne 2022 nicht nur als bester Rookie, sondern auch als hervorragender Neunter der Gesamtwertung. Der 20-jährige Amerikaner hat im Laufe der diesjährigen Veranstaltung unglaubliche Navigations- und Roadbook-Fähigkeiten bewiesen und auch die nötige Geschwindigkeit.

Norbert Stadlbauer – Rallye-Teamchef: „Ich bin wirklich stolz auf das ganze Team. Die Dakar ist einfach das härteste und härteste Rennen der Welt. Dass alle unsere Fahrer ins Ziel gekommen sind, ist eine große Leistung. Herzlichen Glückwunsch an Matthias, der einen tollen Job gemacht hat und seine KTM als Dritter auf das Podium gebracht hat. Das ist ein weiteres wirklich gutes Ergebnis für ihn und noch beeindruckender, wenn man bedenkt, auf welchem Niveau die diesjährige Veranstaltung stattfand. Vielen Dank auch an Toby, Kevin und natürlich Danilo, die alle über das gesamte Rennen hinweg eine sehr gute Leistung gezeigt haben. Es war eine unglaubliche Dakar, also danke an alle, die dazu beigetragen haben.“

Vorläufige Ergebnisse Etappe 12 (Gesamt) – Rallye Dakar 2022

  1. Pablo Quintanilla (CHI), Honda, 1:40:00
  2. Toby Price (AUS), KTM, 1:40:18 +0:18
  3. Jose Ignacio Cornejo (CHI), Honda, 1:40:29 +0:29
  4. Joan Barreda (ESP), Honda, 1:41:13 +1:13
  5. Mason Klein (USA), KTM, 1:41:23 +1:23
    Andere KTM
  6. Matthias Walkner (AUT), KTM, 1:42:57 +2:57
  7. Kevin Benavides (ARG), KTM, 1:45:08 +5:08
  8. Danilo Petrucci (ITA), KTM, 1:55:35 +15:35

Vorläufiger Tabellenstand – Rallye Dakar 2022 nach 12 von 12 Etappen

  1. Sam Sunderland (GBR), GASGAS, 38:47:30
  2. Pablo Quintanilla (CHI), Honda, 38:50:57 +3:27
  3. Matthias Walkner (AUT), KTM, 38:54:17 +6:47
  4. Adrien Van Beveren (FRA), Yamaha, 39:06:11 +18:41
  5. Joan Barreda (ESP), Honda, 39:13:12 +25:42
    Andere KTM
  6. Mason Klein (USA), KTM, 39:36:37 +49:07
  7. Toby Price (AUS), KTM, 39:36:50 +49:20

Titelbild:©KTM

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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