ÖSV-Team geht bei Weltcup in Nakiska zweimal auf Punktejagd

Mit zwei Rennen wird an diesem Freitag und Samstag im kanadischen Nakiska der Skicross-Weltcup fortgesetzt. Um sich optimal akklimatisieren zu können, ist das ÖSV-Team bereits am vergangenen Samstag nach Nordamerika gereist, am gestrigen Dienstag wurde erstmals auf der 1.200 Meter langen und sehr selektiven Strecke trainiert. Da sich die Piste noch in einem eher weichen Zustand präsentierte, konnte nur ein Lauf anstelle der ursprünglich zwei geplanten Fahrten absolviert werden.

Johannes Rohrweck, der in der Weltcup-Zwischenwertung als bester Österreicher unmittelbar vor seinem ÖSV-Teamkollegen Tristan Takats an der vierten Stelle rangiert, hat mit dem Parcours in Nakiska bereits bei der ersten Trainingsfahrt Freundschaft geschlossen. „Das ist ein cooler Kurs mit vielen Kurven und technischen Elementen. Wichtig wird sein, dass wir uns auch optimal auf die kanadischen Schneebedingungen einstellen, die doch etwas anders sind als die Verhältnisse in Europa“, sagte Johannes Rohrweck.

Der Niederösterreicher Tristan Takats, in der laufenden Saison schon Vierter in Innichen (ITA) und Fünfter in Val Thorens (FRA), ist erstmals in Kanada im Einsatz. „Die Weite der Landschaft ist ziemlich beeindruckend, dafür war es mir auf der Strecke ein wenig zu eng. Ich bin im ersten Training noch ziemlich heruntergesegelt, aber ich bin mir sicher, dass ich mich von Fahrt zu Fahrt steigern werde. Ich freue mich jedenfalls schon auf meine ersten Rennen hier in Kanada“, so Tristan Takats.

„Der Kurs hat ziemlich viele Elemente, dazu wechseln sich Highspeed-Passagen mit einigen recht langsamen Streckenteilen ab. Daher wird es wichtig sein, dort genug Tempo aufzubauen, wo es schneller dahingeht“, meinte Katrin Ofner. Nach vier verpassten Qualifikationen in den Dezember-Rennen geht es für die Steirerin in Nakiska in einem ersten Schritt darum, in die Finalentscheidungen der Top 16 zu fahren. „Dass ich mich viermal nicht qualifiziert habe, ist abgehakt. Wir haben uns nach Weihnachten auf der Reiteralm gut auf die nächsten Rennen vorbereitet. Jetzt gilt es, hier wieder voll zu attackieren und möglichst gute Resultate nach Hause mitzunehmen“, betonte Katrin Ofner.

Sandro Siebenhofer ist in Nakiska nicht mit dabei. Der Steirer zog sich beim Training auf der Reiteralm einen Kreuzband- und Meniskusriss im linken Knie zu und musste die Saison vorzeitig beenden.

*** ÖSV-Aufgebot für den Skicross-Weltcup in Nakiska (CAN): ***

Damen (2): Andrea Limbacher (OÖ), Katrin Ofner (ST).

Herren (6): Johannes Aujesky, Tristan Takats (beide NÖ), Frederic Berthold (V), Adam Kappacher (S), Johannes Rohrweck (OÖ), Robert Winkler (ST).

*** Programm: ***

Donnerstag, 13. Jänner 2022:
18.45 Uhr MEZ: Qualifikation Damen und Herren (1. Rennen)
20.30 Uhr MEZ: Qualifikation Damen und Herren (2. Rennen)

Freitag, 14. Jänner 2022 (1. Rennen):
20.15 Uhr MEZ: Finale der Top-16-Damen und Top-32-Herren

Samstag, 15. Jänner 2022 (2. Rennen):
20.15 Uhr MEZ: Finale der Top-16-Damen und Top-32-Herren

Snowboard Weltcup in Bad Gastein: Sieg im Teambewerb krönt Heimerfolg

Mit dem Rückenwind des historischen Vierfach-Triumphs bei den Männern sowie Platz eins und vier bei den Frauen waren Österreichs Snowboarder in Bad Gastein auch beim Mixed-Teambewerb nicht zu schlagen. Arvid Auner bestätigte, dass sein Sieg beim Flutlicht-Klassiker keine Eintagsfliege war und gewann mit Julia Dujmovits auch das Heimrennen im „gemischten Doppel“. Damit avancierte der 24-jährige Kärntner auf der Bucheben endgültig zur großen Entdeckung. Für Dujmovits, die sich am Dienstag mit Platz vier zufrieden hatte geben müssen, war es nach drei zweiten Plätzen der erste Sieg in Gastein. Das neuformierte Duo setzte zudem die rot-weiß-rote Erfolgsserie in den Gasteiner Teambewerben fort. Nach Benjamin Karl/Daniela Ulbing, Alexander Payer/Sabine Schöffmann, die je zwei Mal gewonnen haben, sowie den Vorjahressiegerin Andreas Prommegger/Claudia Riegler war es bereits der sechste ÖSV-Sieg im achten Mixed-Teambewerb in Bad Gastein. „Ich kann es gar nicht in Worte fassen, was hier abgegangen ist. Es ist alles perfekt gelaufen, von der Organisation bis zum Team“, jubelte Auner, der alle seine acht K.o.-Duelle an den beiden Tagen für sich entscheiden konnte.

Perfekte Organisation und Vorfreude auf 2023

Damit gab Auner die Gratulation auch direkt an die Organisatoren weiter. Die Piste war perfekt, die Mühen der Veranstalter wurden belohnt. „Von der FIS und den Athleten haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten. Wir dürfen auf eine großartige und sichere Veranstaltung zurückblicken. Die Krönung waren natürlich die österreichischen Erfolge, vor allem der Vierfach-Triumph der Männer am Dienstag war historisch. Das werden wir wohl nicht mehr toppen können“, sagt Rennleiter Franz Weiss mit einem Augenzwinkern. Außer den Erfolgen gab es am Mittwoch auch ein Jubiläum zu feiern. Es war dies der 40. Bewerb in der nun 21-jährigen Weltcup-Geschichte in Bad Gastein. Seit 2001 ist Gastein ohne Unterbrechung Gastgeber und damit Rekordhalter im Snowboard-Weltcup. Nirgendwo sonst wurden so viele Rennen ausgetragen. Eine stolze Serie, die am 10./11. Jänner 2023 eine Fortsetzung finden soll. „Nach dem Weltcup ist vor dem Weltcup. Wir freuen uns jetzt schon wieder auf das nächste Jahr“, sagt Weiss. Die Chef-Touristiker Lisa Loferer und Franz Naturner ergänzen: „Die Bilder, die an diesen zwei Tagen wieder von Gastein ausgesendet wurden, zeigen das, wofür wir stehen: Für professionelle Kompetenz in puncto Schnee und Veranstaltungen.“

© Markus Frühmann

Biathlon: Lisa Hauser sprintet auf Rang sechs

Lisa Hauser sicherte sich zum Auftakt der Weltcup-Rennen in Ruhpolding (GER) einen weiteren Spitzenplatz in dieser Saison. Im heutigen Sprintbewerb präsentierte sich die Tirolerin erneut in großartiger Form, leistete sich sowohl beim Liegend- als auch beim Stehendschießen keinen Fehlschuss und belegte in einem hochklassigen Rennen mit vielen fehlerfreien Schießleistungen am Ende mit 42,1 Sekunden Rückstand den starken sechsten Platz.

An der Spitze schnappte sich Elvira Oeberg ihren bereits dritten Einzelsieg in der laufenden Weltcup-Saison. Die Schwedin setzte sich mit 21,6 Sekunden Vorsprung gegen die momentane Gesamtweltcup-Führende Marte Olsbu Roeiseland durch. Dahinter schaffte die Italienerin Dorothea Wierer (+29,7 sec.) als Dritte erstmals in dieser Saison den Sprung auf das Podium. Alle drei Athletinnen an der Spitze blieben ohne Strafrunde.

Für die weiteren Österreicherinnen lief es heute hingegen nicht nach Wunsch. Katharina Innerhofer (Rang 78), Julia Schwaiger (Rang 79) und Christina Rieder (Rang 83) verpassten einen Platz in den Top-60 und damit die Qualifikation für die Verfolgung.

STIMME:

Lisa Hauser (Sechste): „Heute zweimal die Null zu schaffen, taugt mir wirklich sehr. Ich wusste, dass ich meine Einstellung am Gewehr so lassen kann, wie damals bei der World Team-Challenge hier in Ruhpolding im Dezember. Über den Schießstand wird häufig gesagt, dass er sehr einfach ist, aber trotzdem passieren immer wieder leichtfertige Fehler und das konnte ich heute vermeiden. Läuferisch war das auch ein richtig starker Tag für mich. Ich hatte Top-Material und habe mich auch sehr gut gefühlt. Mit diesem coolen Rennen bin ich heute richtig glücklich.“

Weiteres Weltcup-Programm Ruhpolding (GER):
Donnerstag, 13.01.2022, Sprint Herren, 14.30 Uhr
Freitag, 14.01.2022, Staffel Damen, 14.30 Uhr
Samstag, 15.01.2022, Staffel Herren, 14.30 Uhr
Sonntag, 16.01.2022, Verfolgung Damen, 12.45 Uhr
Sonntag, 16.01.2022, Verfolgung Herren, 14.45 Uhr

Slopestyle Weltcup in Font Romeu (FRA)
Müllauer verletzt sich im heutigen Slopestyle Training

Nach einer intensiven Woche in Mammoth (USA), ist das österreichische Freeski Team in Frankreich angekommen: Vom 14. bis 16. Jänner 2022 gastiert der FIS Freeski World Cup in Font Romeu (FRA). Unter den Top-Athleten hofft auch das österreichische Team auf weitere wichtige Punkte vor den Olympischen Spielen. Der Slopesytle Weltcup in Font Romeu stellt somit die letzte Chance für dir rot-weiß-roten Freeskier dar, um die Ausgangsposition für ein begehrtes Olympiaticket auszubauen. 

Für schlecht Nachrichten sorgt der Salzburger Lukas Müllauer, der sich im heutigen Slopestyle Training erneut die Schulter luxiert hat. Nach der Erstversorgung im örtlichen Krankenhaus konnte Müllauer am Nachmittag zum Team zurückkehren, ein Start beim Slopestyle in Font Romeu ist jedoch ausgeschlossen. „Lukas ist im heutigen Training bei einem Kicker zu kurz gewesen und dann erneut auf seine vorbelastete Schulter gestürzt. Hierbei hat er sich wie bereits beim Weltcuptraining am Stubaier Gletscher die Schulter luxiert.“, so Martin Premstaller (Cheftrainer). 

Neben einem enorm starken internationalen Teilnehmerfeld ist das ÖSV Freeski Team mit fünf der besten Freeskier des Landes vertreten. Die Freeski Damen Elite, wird von den Tirolerinnen Laura Wallner und Lara Wolf aufgemischt. „Die Reise von den USA nach Frankreich war wirklich intensiv und ich bin nun froh, dass das letzte Kräftemessen vor den Spielen ansteht. Font Romeu ist für mich nicht mit positiven Emotionen behaftet, hier habe ich mir 2019 meine Oberschenkelfraktur zugezogen. Nun wieder hier zu sein, löst bei mir gemischte Gefühle aus. Ich werde jedoch alles geben – es geht schließlich um ein Olympiaticket.“, so Wallner.  Auch Wolf ist nach ihrer intensiven Trainingswoche zum Weltcup Team dazu gestoßen, bei der sie sich gemeinsam mit Anna Gasser auf Peking vorbereitete. „Die Anspannung im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist schon deutlich spürbar. Ich freue mich wieder beim Team zu sein, bin jedoch sehr froh die letzte Woche so effektiv genutzt zu haben.“, so die Tirolerin.  Bei den Herren führt der Tiroler Hannes Rudigier und der Oberösterreicher Samuel Baumgartner das österreichische Aufgebot an. Auch Vize Juniorenweltmeister Daniel Bacher (T) wird alles daransetzten, sich für das Finale der Besten 16 Herren zu qualifizieren. Der zweifache Big Air Sieger Matej Svancer (S), befindet sich ab 16. Jänner auf dem Weg nach Aspen (USA) um an den X Games teilzunehmen, aufgrund dessen wird er in Font Romeu nicht am Start stehen. 

ÖSV-Aufgebot für den Slopestyle Weltcup in Font Romeu (FRA):
Damen (2): Lara Wolf (T), Laura Wallner (T)
Herren (3): Samuel Baumgartner (OÖ), Daniel Bacher (T), Hannes Rudigier (T)

TV-Hinweis:
Die Slopestyle Finalläufe (besten 8 Damen und besten 16 Herren) werden am 16. Jänner ab 11.30 Uhr auf ORF Sport+ übertragen.  

Slopestyle Programm (Änderungen vorbehalten):
Fr, 14.01.     Qualifikation der Damen 
Sa, 15.01.     Qualifikation der Herren
So, 16.01.     Finale Damen & Herren | ORF Sport+ ab 11:30 Uhr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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