LR Steinkellner: Zahl der Verkehrstoten in Oberösterreich im langjährigen Schnitt

Das Jahr 2020 stellte in Oberösterreich sicherlich ein Ausnahmejahr dar. Bedingt durch die Corona-Pandemie konnte ein Langzeit-Minimum von lediglich 67 tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer/innen registriert werden. Im abgelaufenen Jahr 2021 ereigneten sich 91 tödliche Unfälle. Ohne Berücksichtigung der Daten aus dem Jahr 2020 lägen die mittelfristigen fünf Jahresschnitte bei 89 Verkehrstoten. Für ein Flächenbundesland wie es Oberösterreich ist, bedeutet dies ein hohes Sicherheitsniveau mit einer langfristig geringen Zahl an tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer/innen.

Jeder tödliche Verkehrsunfall ist schlichtweg einer zu viel. Hinter den 91 Unfällen mit Todesfolge verbirgt sich jede Menge Leid und Schmerz bei den trauernden Familien und Hinterbliebenen“, so Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner. 

Bei mehr als einem Drittel der Verkehrsunfälle war nicht angepasste Geschwindigkeit (34%) die Hauptunfallursache. Die Anzahl der Getöteten durch nicht angepasste Geschwindigkeit stieg somit von 19 im Jahr 2020, auf 31 im Jahr 2021 an. Als weitere Hauptunfallursachen zeigten sich die Unachtsamkeit und Ablenkung (22%) als auch Vorrangsverletzungen (17%).

Bezirksvergleich 2020 / 2021

Der Vergleich der 18 Verwaltungsbezirke zeigt, dass in den Bezirken Braunau und Gmunden (je 12) und Vöcklabruck (11) die meisten Verkehrstoten 2021 zu beklagen sind. In Wels Stadt (0 Tote) und Steyr Stadt (1 Toter) waren im vergangenen Jahr die wenigsten Verkehrstoten zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr, gab es in den Bezirken Vöcklabruck (+10) sowie Braunau, Gmunden und Urfahr-Umgebung (je +6) die größten Steigerungsraten. Die Bezirke Steyr Land (-5) und Linz Land (-4) konnten den größten Rückgang verzeichnen.

Junge Verkehrstote im Jahr 2021

Bei der Altersgruppe 15 – 24 ist die Zahl der Verkehrstoten (+11) am höchsten angestiegen und hat sich mehr als verdoppelt. Lediglich in den Gruppen 45 – 54 und 55 – 64 konnte jeweils ein Rückgang (je -1) verzeichnet werden.

Vor zwei Jahrzehnten ereigneten sich jährlich doppelt so viele Unfälle mit Todesfolge wie heutzutage. Zwar ist dieser langfristige Trend für mehr Sicherheit auf unseren heimischen Straßen erfreulich, doch nach wie vor ist eine Vielzahl der Unfälle in unserem Bundesland vermeidbar. Besonders beim Thema nicht angepasste Geschwindigkeit und Ablenkung müssen wir konsequente und langfristige Arbeit in der Bewusstseinsbildung forcieren, um diesen gefährlichen Unfalltrends eindeutig entgegenzusteuern“, unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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