164 Millionen Euro für Bahninfrastruktur in Salzburg

Land und ÖBB investieren auch heuer wieder kräftig in die Modernisierung des 245 Kilometer langen Streckennetzes

Salzburger Landeskorrespondenz, 10. Jänner 2022

(LK)  164 Millionen Euro nehmen Land und ÖBB heuer im gesamten Bundesland für attraktives Bahnfahren in die Hand. Bis 2027 sind es sogar 704 Millionen Euro und damit um 96 Millionen mehr als in der vergangenen Rahmenplanperiode. „Wir wollen unsere Mobilitätswende auch 2022 fortsetzen. Eine wichtige Voraussetzung für bessere Taktung und mehr Komfort ist vor allem der Ausbau der Öffi-Infrastruktur im gesamten Bundesland Salzburg“, sagt Landesrat Stefan Schnöll.

Ganz besonders wichtig ist für Landesrat Stefan Schnöll, dass der lawinensichere Ausbau am Pass Lueg forciert wird: „Die zweite von drei Bauetappen ist ja bereits umgesetzt. Nun braucht es möglichst rasch auch die dritte Stufe für ein sicheres durchgängiges Schienennetz in Salzburg.“

Gewessler: „Klimaschutz mit jedem Schienenkilometer.“

„Investitionen in die Bahn sind Investitionen in die Zukunft. Denn jeder Kilometer auf der Schiene ist ein Kilometer für den Klimaschutz. Darum haben wir heuer das größte Bahnausbauprogramm in der Geschichte unserer Republik beschlossen. Wir investieren mehr Geld in eine moderne Infrastruktur als je zuvor. In Salzburg bauen wir 2022 um mehr als 160 Millionen Euro schnelle Strecken und moderne Bahnhöfe. Zugfahren wird damit noch klimafreundlicher, bequemer und einfacher“, so Bundesministerin Leonore Gewessler.

Matthä: „Rückgrat für starken Wirtschaftsstandort.“

Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding: „Ein leistungsstarkes und klimaschonendes Bahnangebot ist das Rückgrat für attraktiven öffentlichen Verkehr und für einen starken Wirtschaftsstandort. Wir investieren weiter in moderne Strecken, Bahnhöfe und Terminals und bleiben damit ein verlässlicher Partner für nachhaltige Mobilität und Gütertransport in Salzburg.“

Pendler im Norden profitieren

Schon seit Dezember 2021 profitieren Pendlerinnen und Pendler im nördlichen Flachgau von einem deutlich besseren Fahrplanangebot, das durch den Ausbau zwischen Neumarkt am Wallersee und Friedburg möglich wurde. Die Restarbeiten dieses umfangreichen Vorhabens dauern noch bis ins Frühjahr 2022. Dann stehen die Strecke und drei Bahnhöfe komplett erneuert, elektrifiziert und modernisiert für ein noch besseres Fahrplanangebot im nördlichen Flachgau und weiter bis ins angrenzende Mattigtal zur Verfügung.

Neue Mobilitätsdrehscheibe Neumarkt

Und die neuen Bahnhöfe können sich sehen lassen: Neumarkt wurde in den vergangenen Jahren zur modernen Mobilitätsdrehscheibe zwischen Fern-, Nah-, Bus- und Individualverkehr umgebaut. Steindorf bei Straßwalchen punktet nun auch mit einem neuen Erscheinungsbild samt sicherem Personendurchgang und zeitgemäßer Ausstattung. Und in Friedburg im angrenzenden Oberösterreich bietet der dortige Bahnhof über den neuen Mittelbahnsteig einen barrierefreien Zugang zum Zug. Mit rund 100 Parkplätzen auf der neuen Park-and-Ride-Anlage hat sich das Angebot für die Pendlerinnen und Pendler im Einzugsgebiet des Bahnhofs Friedburg sogar verzehnfacht.

Modernisierungsschub für Mattigtalbahn

Die Elektrifizierung bis Friedburg ist der Auftakt zu einer umfangreichen Modernisierung der Mattigtalbahn. In den kommenden Jahren wird stark in die Infrastruktur investiert. Auch Bahnhöfe und Haltestellen werden kundenfreundlich umgebaut.

Weitere große ÖBB-Bauprojekte 2022

Haltestelle im Süden Seekirchens: Für die neue Nahverkehrs-Haltestelle im Flachgau, konkret im Süden der künftigen Bezirkshauptstadt Seekirchen am Wallersee, starten die ersten Vorarbeiten. Ab Juli werden während der Nachtstunden für die neue Oberleitung Masten entlang der Strecke im Boden fixiert, um den Bahnverkehr tagsüber so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Linienverbesserung Golling: Die Trassierung der Eisenbahnstrecke Salzburg – Bischofshofen wird verbessert. Damit kann die Geschwindigkeit südlich des Bahnhofs Golling-Abtenau von 90 auf 110 km/h angehoben und damit die Fahrzeit verkürzt werden. Die Eisenbahnkreuzung in der Wasserfallstraße ersetzt künftig eine Unterführung, eine neue zusätzliche entsteht bei der Ramslstraße. Dieses Projekt ist nach der 2019 fertiggestellten Salzachbrücken-Erneuerung der zweite von drei Teilen zum Ausbau am Pass Lueg.

Sanierte Brückensanierungen und neue Gleise: 2022 werden zwischen St. Johann im Pongau und Lend, in Puch und in Köstendorf-Weng Brücken erneuert sowie Mauern und Entwässerungsanlagen saniert. Zwischen Sulzau und Bischofshofen werden Gleise samt Schotterbett und Unterbau erneuert. Im Mai werden im Bahnhof Schwarzach-St. Veit wichtige Weichen erneuert, dabei wird nur eine beschränkte Anzahl an Bahnsteigen zur Verfügung stehen, und Umstiege in Anschlusszüge werden nach Bischofshofen verlegt. Alle Arbeiten an den Gleisen und Brücken in diesen Bereichen sind so geplant, dass jeweils nur ein Streckengleis gesperrt werden muss. Dadurch kann am zweiten Gleis weiterhin ein an die eingeschränkten Kapazitäten angepasstes Angebot an Zügen fahren. LK_220110_60 (sm/grs)

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ÖBB Mosser
Landesrat Stefan Schnöll auf Besuch in der Salzburger Betriebsführungszentrale der ÖBB Zug Bahn

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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