OÖ Jungbauern: Gemeinsame Agrarpolitik denkt auch an die Generation von morgen

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist einer der wesentlichsten gemeinsamen Politikbereiche der Europäischen Union. Mit dem nationalen GAP-Strategieplan sind auch die Interessen der jungen Landwirtschaft abgesichert. Die junge Landwirtschaft wird mit drei Prozent des GAP-Budgets unterstützt, denn diese Mittel sind für konkrete Unterstützungen der nächsten Generationen zweckgewidmet. „Mit dem nationalen GAP-Strategieplan zeigt sich, dass wir Jungbäuerinnen und Jungbauern in der Gemeinsamen Agrarpolitik gehört werden und auch wir ins unseren Schaffen finanziell unterstützt werden“, zeigt sich Jungbauernlandesobmann, Bundesobfrau-Stv. LKR Christian Lang zufrieden.

Um die Ernährungssicherheit in Europa langfristig sicherzustellen wird seitens der Europäischen Union die Agrarpolitik gemeinsam auf europäischer Ebene gestaltet. Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zeichnet sich dabei durch ein sogenanntes Zwei-Säulen Modell aus. Die erste Säule sichert den bäuerlichen Familienbetrieben flächen- oder tierbezogene Direktzahlungen zu. Die Stärkung der ländlichen Entwicklung umfasst die zweite Säule, wobei sich in der vergangenen GAP-Periode etwa Zweidrittel der GAP-Finanzmittel darin wiederfanden. „Österreich ist Spitzenreiter hinsichtlich einer nachhaltigen Landwirtschaft und legt auch ein großes Augenmerk auf das Tierwohl. Unsere Landwirtschaft ist stark in der zweiten Säule der GAP und diese Finanzmittel gilt es für unsere Bäuerinnen und Bauern abzusichern“, so der Obmann der OÖ Jungbauernschaft.

Nationaler GAP-Strategieplan respektiert Jungbauerninteressen

Das GAP-Budget fördert die Junglandwirtinnen und Junglandwirte in ihren Schaffen und fördert die Weiterführung von bäuerlichen Familienbetrieben. Es sind drei Prozent des Gesamtbudgets für konkrete Unterstützungsmaßnahmen der nächsten Generationen zweckgewidmet.

„Es war mir wichtig, dass auch kommende Generationen an bäuerlichen Betriebsführerinnen und Betriebsführer Planbarkeit und finanzielle Anreizsysteme vorfinden. Die Übernahme eines Hofes muss attraktiv bleiben, denn nur so kann auch weiterhin eine flächendeckende und nachhaltige Landwirtschaft funktionieren“, zeigt sich auch Jungbauernlandesobmann-Stv. NR Klaus Lindinger von dem nationalen GAP-Strategieplan überzeugt.

Neben dem oberösterreichischen Jungbauer Klaus Lindinger ist auch die Bundesobfrau der österreichischen Jungbauernschaft, die Salzburgerin Carina Reiter, im Nationalrat vertreten. Sie waren bei den Verhandlungen wegweisend beteiligt und haben die Interessen der österreichischen Jungbäuerinnen und Jungbauern abgesichert.

Österreichs Landwirtschaft in seiner Vielfalt

Österreich ist Europameister, wenn es um den Anteil an Junglandwirtinnen und Junglandwirten geht: Mehr als zehn Prozent der Bäuerinnen und Bauern in unserem Land sind jünger als 35 Jahre. „Die Zahlen zeigen: Österreich ist ein Land der jungen Landwirtschaft. Nur mit einer generationenübergreifenden Agrarpolitik erreichten wir den ersten Platz in der gesamten Europäischen Union. Umso wichtiger gilt es nun diesen Weg fortzusetzen, so dass die heimische Landwirtschaft eine Perspektive für junge Landwirtschaftsinteressierte bietet“, so Lang und Lindinger einhellig.

Auch hinsichtlich der von Bäuerinnen geführten Betriebe zeigt sich Österreich von seiner starken Seite, denn jeder Dritte Hof in Österreich wird von einer Bäuerin geführt. Damit liegen wir europaweit an sechster Stelle. Rund ein Viertel Österreichs bäuerlicher Familienbetriebe werden partnerschaftlich geführt.

Jungbauern-Engagement sichert die künftige Agrarpolitik ab

Mit der Landwirtschaftskammerwahl 2021 wurden so viele Jungbäuerinnen und Jungbauern, wie nie zuvor in die Landwirtschaftskammer Oberösterreich gewählt. Auch bei der Landtagswahl im September 2021 erhielt die Jungbäuerin LAbg. Elisabeth Gneißl ein Mandat im oberösterreichischen Landtag und vertritt damit die Interessen der jungen Landwirtschaft in diesem Gremium.

„Die Verhandlungen zur gemeinsamen Agrarpolitik haben gezeigt, dass wir Bäuerinnen und Bauern unsere Interessen selbst vertreten müssen, denn sonst wird es niemand tun. Von der kommunalen Ebene bis hin in das Europäische Parlament brauchen wir fähige Standesvertreter, um die künftige Agrarpolitik abzusichern“, so Christian Lang abschließend.

©BMNT_Michael Gruber“: BMNT_Michael Gruber
Jungbauernlandesobmann Christian Lang im Gespräch mit Frau Bundesminister Elisabeth Köstinger

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV