Gemeindebund: „Zwei Drittel der Österreicher vertrauen ihren Bürgermeistern“

Umfrage von Demox Research zeigt wachsendes Vertrauen in Bürgermeister und Gemeindepolitik

Eine aktuelle Umfrage von Demox Research im Auftrag des Österreichischen Gemeindebundes zeigt deutlich, dass zwei Drittel oder 67 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ihren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vertrauen. Die in regelmäßigen Abständen durchgeführte Umfrage zeichnet dabei ein klares Bild: Das Vertrauen in die 2.093 Gemeindeoberhäupter steigt immer weiter. Auch das Vertrauen in die politische Ebene „Gemeinde“ wächst – im Gegensatz zur Bundespolitik. „Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Kommunen sind weiterhin die stabilen Anker des politischen Vertrauens – wir sind die Manager des guten Zusammenlebens und gerade in herausfordernden Zeiten wesentliche Stabilitätsfaktoren für unsere Demokratie. Seit Beginn der Pandemie steigen die Vertrauenswerte. Das zeigt deutlich, dass wir als Krisenmanager vor Ort von unseren Mitbürgern geschätzt werden“, erläutert Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl die Umfrageergebnisse.  

Zu den Umfrageergebnissen im Detail: Die Umfrage wurde von Demox Research im Auftrag des Österreichischen Gemeindebundes im Zeitraum 15.-17. Dezember 2021 mit einer Stichprobe von 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Im Dezember 2021 vertrauten insgesamt 67 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ihren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern (Anm.: 19 Prozent vertrauen „voll und ganz“ und 48 Prozent „überwiegend“). Zum Vergleich: Im Februar 2021 lag die Vertrauensrate bei insgesamt 61 Prozent (Anm.: 18 Prozent „voll und ganz“ und 43 Prozent „überwiegend“). Zu Beginn der Pandemie im April 2020 lag die Rate ebenfalls bei 61 Prozent (Anm.: 22 Prozent „voll und ganz“ und 39 Prozent „überwiegend“). In „Vorkrisenzeiten“, wie etwa im Dezember 2018, lag der Vertrauenswert bei 52 Prozent (6 Prozent „voll und ganz“ und 46 Prozent „überwiegend“). „Die Ergebnisse und der Vergleich mit den Vorjahren zeigen deutlich: Wenn der politische Wind rundherum rauer wird, besinnen sich die Bürgerinnen und Bürger auf die politische Ebene, die vor Ort praktische Lösungen bietet. Vor Ort sehen die Menschen eben, was die Kommunalpolitik für sie umsetzt. Ob Kindergarten, PV-Anlage oder Bürgerbeteiligung: Wo Politik greifbar wird, gibt es auch stabile Vertrauenswerte“, so Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl.

Die Umfrage zeigt auch, dass das Vertrauen in die politische Ebene „Gemeinde“ immer weiter wächst: Während im Februar 2021 noch 39 Prozent am meisten der Gemeindepolitik vertraut haben, sind es nun bereits 43 Prozent. Das Vertrauen in die Bundespolitik ist im gleichen Zeitraum von 13 Prozent auf 8 Prozent gesunken. Während man der „allgemeinen Politik“ laut kürzlich veröffentlichtem Demokratiemonitor immer weniger vertraut, zählen für die Menschen lösungsorientierte Ansätze und pragmatische direkte Zugänge vor Ort. „Die Bürger vertrauen ihren lokalen Politikern, weil sie täglich greifbar und nah dran an den Sorgen der Menschen sind. Die Bürger sehen direkt, wie sich Entscheidungen des Bürgermeisters und des Gemeinderates vor Ort auswirken und wie die Gemeinde dasteht. Sie haben auch klar gesehen, wie ihr Bürgermeister oder ihre Bürgermeisterin in der Krise agiert hat. Die vorliegenden Umfrageergebnisse sind ein starker Vertrauensbeweis für alle Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker und auch im Besonderen für alle Bediensteten in der kommunalen Verwaltung, die sich tagtäglich für ihre Mitmenschen einsetzen,“ so Gemeindebund-Präsident Alfred Riedlabschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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