LRin Langer-Weninger: Respektvoll durch die Natur

Angezuckerte Wälder, frisch verschneite Hänge, stille zugefrorene Seen. Der Winter zeigt sich in seiner vollsten Pracht und lädt dazu ein die Natur zu genießen. Klar, dass es uns Menschen da raus aus Haus und Wohnung und rein ins Freie zieht. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir den Wohnraum der Wildtiere betreten und die Natur in ihrem Winterschlaf stören. Achtsamkeit ist gefragt. Die Broschüre ‚Respektiere deine Grenzen‘ gibt Tipps wie wir eine gute Balance aus Freizeitnutzung und Naturschutz gelingt. Schließlich will doch jeder ein gern gesehener Gast sein und auch in Zukunft eine intakte artenreiche Natur- und Kulturlandschaft vorfinden.

Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger

Die aktuellen Weihnachtsfeiertage und der Winter ganz generell laden dazu ein Oberösterreichs wundbaren und vielfältigen Erholungsraum zu erkunden – ob nun als Naturliebhaber, Sportbegeisterte oder Ruhesuchende. Beim Spaziergang durch den Wald, der Schneeschuhwanderung im Freundeskreis, dem Rodeln mit den Kindern oder beim Hinunterwedeln auf der Ski-Piste kommt jeder auf seine Kosten.

Für die Natur und die darin lebenden Tiere und Pflanzen ist der menschliche Besuch aber nicht immer ein Grund zur Freude. Besonders dann, wenn Freizeitnutzerinnen und Freizeitnutzer in die Rückzugsgebiete von Reh, Gams, Hase und Co. eindringen – sich also fern der markierten Wege und Pisten aufhalten. Dadurch wird das Wild nicht nur aufgeschreckt und gehetzt, sondern auch zu einem geänderten Äsungsverhalten bewegt, wodurch es wiederrum zu nachhaltigen und massiven Schäden am Baumbestand kommt. In Anbetracht der vielfältigen Schutzfunktionen des Waldes (Lawinen, Muren, CO2-Reduktion) eine Folge, die es zu verhindern gilt.

Bewusstseinsbildung statt Verbote

Oft erfolgt die Naturschädigung unbewusst und ohne böse Absicht. Der Forstdienst des Landes Oberösterreich hat sich daher gemeinsam mit dem OÖ Jagdverband dazu entschlossen Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ will keinesfalls Verbote aufstellen und mit erhobenem Zeigefinger auf Fehlverhalten hinweisen, sondern informieren und für die Bedürfnisse von Flora und Fauna sensibilisieren.

Die Natur zu schützen, liegt in der Eigenverantwortung jedes einzelnen. Natürlich wollen wir als Land Oberösterreich über richtiges Verhalten in der Natur und die besonderen Bedürfnisse der Wildtiere in der stillsten Zeit des Jahres aufklären, doch letztendlich liegt die Umsetzung bei den Menschen. Verbote sind hier nicht zielführend. Ich bin davon überzeugt, dass jeder seinen Raum haben muss: die Natur, die Land- und Forstwirtschaft sowie der oder die Erholungssuchende. Mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme ist ein respektvolles Nebeneinander bestimmt möglich“, betont Landesrätin Langer-Weninger.

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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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