Salzburg: Bund fixiert strengere Maßnahmen

Ausbreitung von Omikron soll verzögert werden / Einreise aus Risikogebieten nur mit Auffrischungsimpfung und Test

(LK)  Beim heutigen Covid-Krisengipfel mit Experten und Landeshauptleuten hat die Bundesregierung strengere Maßnahmen festgelegt. Es gibt neben einer Sperrstunde in der Gastronomie um 22 Uhr außerdem neue Obergrenzen bei Zusammenkünften und ab 25. Dezember gelten zusätzlich Großbritannien, Norwegen, Dänemark und die Niederlande als Virusvariantengebiete. Hintergrund: Die Virusvariante Omikron ist nach ersten Erkenntnissen um ein vielfaches ansteckender, die Ausbreitung soll so gut es geht verlangsamt werden. 

Für Landeshauptmann Wilfried Haslauer sind die heute beschlossenen Maßnahmen des Bundes „von virologischer Seite begründet und nachvollziehbar. Jeder Tag, den wir nun als Atempause nützen können, bringt einen Erfahrungsgewinn über die neue Mutante und andererseits hunderte zusätzliche Auffrischungsimpfungen, die sehr wirksam gegen Omikron schützen“, so Haslauer.

Haslauer: „Zeit gewinnen.“

„Salzburg bereitet sich gewissenhaft auf die Herausforderungen der nächsten Wochen vor und baut besonders jetzt, angesichts der Omikron-Variante, noch einmal verstärkt auf die vier Säulen der Pandemiebekämpfung: Corona-Impfung, Tests, verschärftes Contact Tracing zur Unterbrechung der Infektionsketten und Hygienemaßnahmen. Die zusätzlichen Maßnahmen des Bundes verschaffen uns nun noch etwas mehr Zeit zur Vorbereitung“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Die neuen bundesweiten Maßnahmen im Überblick

  • Gastronomie-Sperrstunde ab 27. Dezember um 22.00 Uhr, auch an Silvester
  • Großbritannien, Norwegen, Dänemark und die Niederlande sind ab 25. Dezember Virusvarianten-Gebiete.
  • Einreise aus Virusvarianten-Gebieten für dreifach Geimpfte mit negativem PCR-Test ohne Quarantäne möglich.
  • Maximale Teilnehmerzahl bei Events wird auf 2.000 mit strengen weiteren Auflagen beschränkt
  • Zusammenkünfte ohne zugewiesene Sitzplätze bis 25 Personen indoor nur mit Maskenpflicht
  • Zusammenkünfte mit zugewiesenen Plätzen: Bis 500 Personen nur mit 2G.
    Bis 1.000 Personen 2G plus negativer PCR-Test. 2.000 Personen: Alle Teilnehmer müssen die Auffrischungsimpfung haben und einen negativem PCR-Test

Salzburg bereitet sich auf Omikron vor

Das Land Salzburg hat bereits am 20. Dezember zusätzliche Maßnahmen gesetzt, um die ansteckendere Omikron-Variante des Corona-Virus einzudämmen und möglichst zu verzögern. So wurde ein zentrales Covid-Management mit dem erfahrenen Oberst Peter Schinnerl als Leiter installiert. Er ist zentraler Ansprechpartner intern und für externe Partner, hat unmittelbaren Zugriff auf alle Fachleute in den Abteilungen, erstellt die Entscheidungsgrundlagen für die Politik und koordiniert auch alle Maßnahmen im Land. Hier die weiteren Eckpunkte im Überblick:

  • Zeitersparnis durch Sequenzierung von verdächtigen Proben in Salzburg
  • Einführung verpflichtender 2G-Kontrollen im Handel ab Anfang Jänner
  • Verstärkte Kontrollen in der Gastronomie
  • Zusatzpersonal für die Gesundheitsbehörden für die Kontrollen von Gastronomie
  • Aufbau des Personals im Contact-Tracing vor erneutem Anstieg der Infektionen

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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