Fakten statt „Fake news“: Empirische Studie belegt: Feuerwerke tragen nur minimal zur Feinstaubbelastung bei

In wenigen Tagen ist Silvester. Für viele Österreicher ist ein privates Feuerwerke zum Jahreswechsel genauso Tradition wie der Silvesterschmaus oder der Donauwalzer. Immer wieder werden jedoch Stimmen laut, ob das Abbrennen von pyrotechnischen Artikeln mit dem Umweltschutzgedanken vereinbar sei, insbesondere bezüglich Feinstaub- und CO2-Austoß. Diese Vorbehalte basieren allerdings auf unrichtigen Untersuchungen und falschen Annahmen, wie nun zweifelsfrei nachgewiesen wurde.

Der österreichische Pyrotechnikhandel hat eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, die erstmals auf empirischen Daten und realen Messungen gründet. Diese Studie baut auf deutsche Untersuchungen auf, die vom Verband der pyrotechnischen Industrie beauftragt und in Abstimmung mit dem deutschen Umweltbundesamt durch ein akkreditiertes Labor vorgenommen wurden. Dabei wurden Feuerwerkskörper in einem geschlossenen Container abgebrannt und die dabei entstehenden tatsächlichen Emissionen gemessen. Ein akkreditiertes sicherheitstechnisches Zentrum in Tirol hat diese Ergebnisse mit den heimischen Import- und Verkaufszahlen abgeglichen und somit auf österreichische Verhältnisse umgelegt. „Uns ist wichtig, die Diskussion zum Thema Pyrotechnik auf Basis von Fakten zu führen“, sagt Ulf Busse, Branchensprecher des Pyrotechnikhandels in der Wirtschaftskammer OÖ. „Jetzt haben wir dafür die nötige Datengrundlage. Wie die Studie zeigt, spielen Feuerwerke bei dem Anteil an der Gesamtemission in Österreich nämlich so gut wie keine Rolle. So beträgt der Anteil bei Feinstaub PM10 lediglich 0,28 Prozent und liegt bei den CO2-Emissionen bei 0,0001 Prozent.“

Busses Fazit: „Im Vergleich zu den Emissionen von Industrie, Haushalten, Verkehr und Landwirtschaft ist der Ausstoß von Feinstaub sehr gering und jener von Kohlendioxid vernachlässigbar.“

Minimiertes Sicherheitsrisiko durch den Einkauf in Österreich
Ein besonderes Anliegen der Branche sind Feuerwerke ohne Sicherheitsrisiko. Gerade in Corona-Zeiten mag die Verlockung groß sein, pyrotechnische Artikel bei zweifelhaften Online-Quellen zu bestellen oder im Ausland zu besorgen. Davor warnt Busse eindringlich: „Hier ist höchste Vorsicht geboten. Die meisten Unfälle passieren mit illegalen Selbstimporten von falsch gekennzeichneter Ware, die nicht den strengen österreichischen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Wer sichergehen will, kauft bei den heimischen Pyrotechnikhändlern und unterstützt so die Wirtschaft und den regionalen Fachhandel in Österreich.“ Darüber hinaus weist der Pyrotechnikfachhandel auf die gesetzlichen Altersgrenzen hin, die für das Abfeuern von Feuerwerksartikeln gelten. Außerdem sind die Sicherheitshinweise an den Pyrotechnikartikeln unbedingt zu befolgen. Generell gilt: Feuerwerks- und Knallkörper sind stets vom Körper weg zu richten, sie sollten niemals in der Hand gehalten werden oder auf Menschen zielen.

Busse: „Wird das alles eingehalten, dann steht einem festlichen Jahresausklang, den sich in diesen schwierigen Zeiten viele Österreicher wünschen und den ihnen die Politik durch falsch verstandenen Umweltschutz auch nicht nehmen sollte, nichts mehr im Wege.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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