Plus 6,6 Prozent im Gesundheitsbudget – ein Budget getragen von Vernunft in schweren Zeiten

Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander: „Das Gesundheitsbudget steigt im Jahr 2022 um 63,5 Millionen Euro oder 6,6 Prozent und ist ein Gesundheitsbudget getragen von Vernunft in schweren Zeiten.

„Das Corona-Virus ist seit mehr als 600 Tagen Teil unseres Lebens. Es hat viel verändert. Was sich jedoch nicht verändert hat, ist die Tatsache, dass die Gesundheit unser oberstes Gut ist und das ist durch die Corona-Pandemie noch mehr ins Bewusstsein gerückt. Unser Ziel ist unverändert, dass die Menschen in unserem Bundesland gesund und gut leben können. Heute und bis ins hohe Alter. Wir arbeiten Tag für Tag daran, dass die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich gut und stark bleibt – auch trotz Corona, aber nicht nur wegen Corona“, betont Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Neben Corona steht Oberösterreich vor der Herausforderung eines immer größer werdenden Teils älterer Menschen, ein immer schnellerer medizinisch-technischer Fortschritt, immer mehr Zuzug in die Städte, sich verändernden Familienstrukturen sowie immer häufiger auftretende chronische Erkrankungen und Mehrfacherkrankungen.

„Diesen Veränderungen müssen wir Rechnung tragen und unser oberösterreichisches Gesundheitssystem darauf ausrichten. Das Ziel für Oberösterreich ist klar: Die Versorgung weiter zu verbessern. Mit genauer auf die Bedürfnisse der jeweiligen Patientinnen und Patienten abgestimmten Maßnahmen, die gleichzeitig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlasten sollen“, sagt Haberlander.

Oberösterreich tut dies mit individuellen Therapien und Medikamenten und zugleich wird daran gearbeitet, den Menschen zu zeigen, was sie selbst tun können um möglichst lange aktiv zu sein und um ein Bewusstsein zu schaffen, dass Vorsorge alle Lebensbereiche umfasst – und jedes Lebensalter.

„Um eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der medizinischen Versorgungslandschaft gewährleisten zu können, sollen mit 2022 unter anderem der Ausbau von ambulanten Betreuungsplätzen sowie tagesklinischen Plätzen in Oberösterreich forciert werden. Damit wird das Versorgungsangebot wohnortnaher und niederschwelliger“, so die Gesundheitsreferentin.

Eine starke und innovative Gesundheitsversorgung braucht Investitionen in eine moderne Spitalslandschaft und dafür stellt das Land Oberösterreich 2022 145 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei geht es etwa um eine Generalsanierung im Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern Linz inkl. einem OP-Neubau, die Verwirklichung der so genannten Masterpläne in den Kliniken Kirchdorf mit Sanierung, Um- und Zubau im Bereich der Radiologie, und Freistadt mit Sanierung, Um- und Zubau im OP-Bereich.

„Wir investieren in moderne Behandlungsmethoden und in modernste Technik, um die bestmöglichen Diagnose- und Bildgebungsverfahren für die Patientinnen und Patienten bieten zu können. Gleichzeitig dient dies aber auch dazu, dass die Technik die Arbeitsprozesse vereinfacht und somit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet. Die Technik muss den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Indem wir die Tore unserer Krankenhäuser für die Technologisierung und Digitalisierung öffnen, entlasten wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sie können sich wieder mehr um die Patientinnen und Patienten kümmern „, sagt Haberlander.

Um die Lebensqualität von unheilbar kranken und sterbenden Mitmenschen sowie ihrer Angehörigen zu verbessern, baut das Land OÖ die Hospiz- und Palliativbetreuung weiter aus.

„Unser Ziel ist es, schwer erkrankte Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens an der Hand zu nehmen und würdevoll zu begleiten, aber auch die Angehörigen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Das erste stationäre Hospiz in Oberösterreich, das St. Barbara Hospiz in Linz, hat sein neues Gebäude mit zehn Plätzen im Herbst bezogen. Der zweite Standort in Ried mit vorerst sechs Plätzen wird Anfang des Jahres 2022 in Betrieb gehen. Das Land Oberösterreich stellt für diese Erweiterung des Hospiz- und Palliativbetreuungsangebots im Jahr 2022 rund 3 Millionen Euro zur Verfügung“, erklärt die Gesundheitsreferentin.

Es ist auch ein weiterer Ausbau des Angebotes in Oberösterreich geplant. Konkret sollen im kommenden Jahren insgesamt fünf Hospize mit 34 bis 42 Plätzen für unheilbar kranke und sterbende Menschen zur Verfügung stehen.

Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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