Salzburg: Landessanitätsdirektorin warnt eindringlich vor Anti-Wurmmittel

Nicht zur Covid-Behandlung geeignet / Todesfall im Tennengau nach Ivermectin-Einnahme

Salzburger Landeskorrespondenz, 15. Dezember 2021

(LK)  Wie die Austria Presse Agentur berichtet, ist ein 87-Jähriger Tennengauer nach der Einnahme des Entwurmungsmittels Ivermectin zur Behandlung von Covid verstorben. Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz warnt eindringlich vor diesem Medikament: „Ivermectin ist zur Behandlung von Covid-19 nicht zugelassen und kann bei falscher Anwendung zu schweren Nebenwirkungen oder auch zum Tod führen.“

Der Pensionist ist laut Austria Presse Agentur am 27. November in einem Krankenhaus in Salzburg verstorben. Sein Hausarzt soll ihm Ivermectin verordnet und der Patient soll das Medikament auch eingenommen haben. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) wird an die Staatsanwaltschaft Salzburg eine Sachverhaltsdarstellung schicken und den Arzt bei der Ärztekammer anzeigen. Für Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz ist es vollkommen unverständlich, „warum es scheinbar Ärzte gibt, die dieses Medikament gegen Covid verschreiben.“

Juhasz: „Ivermectin nicht für Covid-Behandlung geeignet.“

„Das Entwurmungsmittel Ivermectin wurde nicht für die Therapie einer Covid-19-Erkrankung entwickelt und ist dafür auch nicht zugelassen. Es besteht bei unkontrollierter Anwendung das Risiko der schwerwiegenden Toxizität“, so Juhasz und betont: „Bitte versuchen sie keinesfalls, mit Ivermectin eine Corona-Erkrankung zu behandeln. Das ist nicht nur sinnlos, sondern auch gefährlich. Wenn das Mittel falsch angewendet wird kann es schwere Nebenwirkungen haben und auch zum Tod führen.“

© Land Salzburg / Neumayr – Leopold

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: (c) by salzTV