Landesrat Achleitner: Weiterhin Bodenschutz und nachhaltige Entwicklung in OÖ – Raumordnungsbudget 2022

Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner 
in der Budget-Debatte des oö. Landtages: 
„Budget unterstützt unseren Weg der aktiven Raumordnungspolitik – Schutz der Böden und nachhaltige Möglichkeiten für die Menschen in unserem Land“

„Mit dem Budget im Bereich der Raumordnung gehen wir unseren Weg einer aktiven und vorausschauenden Raumordnungspolitik weiter. Damit schützen wir unseren Boden, ermöglichen aber auch – dort wo es sinnvoll ist – etwa jungen Familien sich Wohnraum und ein Zuhause zu schaffen oder Betrieben sich anzusiedeln und für Arbeitsplätze in den Regionen unseres Landes zu sorgen. Das neue OÖ. Raumordnungsgesetz und die neue OÖ. Raumordnungsstrategie sind dafür wichtige Grundlagen. Mit einer restriktiven Handhabung der gesetzlichen Vorgaben und der gezielten Ortskern-Belebung und der Nutzung von Leerständen und Brachflächen anstelle von Neuwidmungen und dem Bauen auf der grünen Wiese setzen wir das auch konkret um“, unterstrich Wirtschafts- und Raumordnungs-Landesrat Markus Achleitner.

Aktuelle Erfolgsbeispiele belegen, dass die neue oö. Raumordnungspolitik auch bereits Wirkung zeigt: „Erst kürzlich haben wir seitens des Landes eine Umwidmung für ein Supermarktprojekt auf der grünen Wiese am Ortsrand in der Gemeinde Raab untersagt. Zuvor hat hier in Raab ein zukunftsweisendes Nahversorgerprojekt im Zentrum für eine aktive Ortskern-Belebung gesorgt. Ebenfalls ganz aktuell ist der Erwerb des ehemaligen Einkaufszentrums Uno-Shopping in Leonding durch die oö. Wohnbaugesellschaft WAG. Hier ist nicht nur ein neuer Stadtteil mit Gewerbe, Handel, Büros und Wohnungen durch die Nutzung der bisher leerstehenden Flächen, sondern auch die Entsiegelung und Renaturierung von bestehenden Betonflächen geplant“, hebt der Raumordnungs-Landesrat hervor.

Die wichtigsten Schwerpunkte:

·         Aktionsprogramm Ortskernentwicklung und Leerstands-Attraktivierung

·         Förderung von Digitalen Objektzwillinge, um die Planungen für die Nutzung von Leerständen zu erleichtern

·         Förderungen im Bereich der Dorf- und Stadtentwicklung

„Mit diesem Budget und dem neuen Regierungsprogramm setzen wir weiterhin auf gemeinsame, nachhaltige Lösungen für die Menschen in unserem Land. Diesen oberösterreichischen Weg des Bodenschutzes durch eine aktive Raumordnungspolitik, gehen wir in den kommenden Jahren konsequent weiter„, so Landesrat Achleitner.

Aktuell sind in Oberösterreich 91 Prozent der Landesfläche als landwirtschaftliches Grünland, Wald oder Sondergebiete im Grünland (z.B. Parks und Erholungsgebiete) gewidmet, zwei Prozent beträgt der Anteil der Gewässer, zwei Prozent der Anteil der Verkehrsflächen und fünf Prozent der Anteil des Baulandes, wobei nur etwa rund 42 Prozent der gewidmeten Fläche versiegelt sind.

In Oberösterreichs Gemeinden gelingt es auch laufend, Neuwidmungen einzusparen und dafür bestehende Baulandreserven zu aktivieren. So wurden landesweit 237 ha gewidmete, aber unbebaute Fläche im vergangenen Jahr in Nutzung gebracht. Im 20-jährigen Langzeitvergleich zeigte sich bei den Baulandreserven ein noch deutlicherer Rückgang von 19.000 ha auf aktuell rund 11.500 ha. Damit liegt Oberösterreich heute deutlich unter dem Österreichschnitt bei bestehenden Baulandreserven.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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