FIL Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn virtuell vorgestellt

Der Internationale Rennrodelverband FIL hat nach der „Corona-Saison“ 2020/2021 die Weichen für eine normale Saison gestellt. In der Saison 2021/2022 gastiert der Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn in vier Ländern. Der neue Rennkalender für den Weltcup birgt einige interessante Neuheiten. 

Der Rennkalender 2021/2022 ist nach den coronabedingten Anpassungen in der vergangenen Saison wieder ein „richtiger“ Rennkalender und wartet mit einigen interessanten Neuerungen auf. Der FIL Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn beginnt in Umhausen (AUT) vom 7. – 9. Januar 2022. Der WM-Ort 2021 war bislang als Austragungsort für das Weltcupfinale bei Flutlicht bekannt. Gleich danach folgt vom 14. – 16. Januar der zweite Weltcup in Umhausen. „In den letzten Jahren hatten wir oft im Dezember mit Wetterkapriolen zu kämpfen. Mit dem späteren Start im Januar gehen wir diesen Problemen aus dem Weg. Für uns ist es wichtig, dass wir mit einem richtigen Knall anfangen“, erklärte FIL-Vizepräsident und Naturbahn-Koordinator Peter Knauseder bei der Online-Pressekonferenz.

An den letzten beiden Wochenenden im Januar tourt der Weltcup-Tross weiter nach Vatra Dornei (ROU) und Deutschnofen (ITA). Während Vatra Dornei in der abgelaufenen Saison aufgrund der Pandemie aus dem Kalender gestrichen wurde, hatte sich Deutschnofen 2021 nicht als Austragungsort beworben.

Nach den Europameisterschaften in Laas/Lasa (ITA) am zweiten Wochenende im Februar geht es für den Weltcuptross anschließend in die Steiermark (AUT). Mariazell feiert nach der Saison 2018/2019 ein Comeback im Weltcup-Kalender, nachdem die Rennen im Januar 2019 wegen der immensen Neuschneemengen auf die Winterleiten (AUT) verlegt werden mussten. In der letzten Februarwoche biegt der Weltcup in die Zielgerade ein. In der russischen Hauptstadt Moskau (24. – 27. Februar) stehen gleich zwei Rennen auf dem Programm. Nach dem klassischen Weltcup wird beim Finale am Sonntag der einzige Eliminator (ehem. Verfolger) ausgetragen. Sofern die Gesamtsieger nicht vorzeitig feststehen, werden diese erstmals im Eliminator-Format gekürt.

Mit Michael Scheikl und Thomas Kammerlander (beide AUT) waren der amtierende Gesamtweltcupsieger und der amtierende Weltmeister bei der Pressekonferenz anwesend. „Ich war immer der Jäger, diesmal bin ich der Gejagte. Ich hoffe, dass ich wieder ganz vorne mitmischen kann“, machte Scheikl auf die ungewohnte Ausgangslage aufmerksam. Die letzten Wochen bis zum Saisonstart stehen ganz im Zeichen des Trainings: „Das Ausdauertraining ist abgeschlossen, jetzt heißt es fahren, fahren, fahren. Wir trainieren derzeit vor allem auf der neuen Bahn im Kühtai (AUT), die letzte Vorbereitung folgt dann auf der Grantau-Bahn in Umhausen“, erklärte Kammerlander.

WM-Saison für Junioren

Der Juniorenweltcup im Rennrodeln auf Naturbahn beginnt am 30. – 31. Dezember 2021 in Winterleiten (AUT), am 5. – 6. Januar 2022 steht die zweite Station in Latzfons (ITA) auf dem Programm. Nach einer Pause von 15 Tagen folgen die Rennen in Navis (AUT) am 22. – 23. Januar, bevor es am letzten Wochenende des Monats zum Weltcupfinale auf die Grantau-Bahn nach Umhausen (AUT) geht. Für die jungen Rodlerinnen und Rodler ist die Saison damit nicht zu Ende, im Gegenteil. Am ersten Wochenende im Februar steht der Saison-Höhepunkt an, die Junioren-Weltmeisterschaften vom 4. – 6. Februar in Jaufental/Val di Giovo (ITA).

2022 gleich zwei Titelkämpfe in Italien

Italien wird in der Saison 2021/2022 zum Hotspot im Rennrodeln auf Naturbahn. Gleich zwei Titelkämpfe werden im Gastgeberland der Olympischen Winterspiele 2026 ausgetragen.

Die 29. Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn werden auf der „Gafair-Bahn“ in Laas ausgetragen. Titelverteidiger sind Michael Scheikl (AUT) im Einsitzer Herren, Evelin Lanthaler (ITA) im Einsitzer Damen und die Brüder Patrick Lambacher/Matthias Lambacher (ITA) im Doppelsitzer. Für Laas ist es die erste EM, zuvor war Italien bereits sieben Mal Austragungsort der Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn (Taisten 1973, Seis 1977, Aosta 1979, Völs 1991, Moos 1997, Olang 2008 und Moos 2016).

Bei den Junioren gehen nach den Europameisterschaften 2021 auch die Weltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn im Jaufental über die Bühne. Es ist die erste WM auf der vor wenigen Jahren neu errichteten „Tonnerboden-Bahn“ in der Gemeinde Ratschings, zugleich werden auch in allen drei Kategorien neue Weltmeister gekürt. Die Titelverteidiger Lisa Walch (GER) im Einsitzer Damen, Fabian Achenrainer (AUT) im Einsitzer Herren und Fabian Achenrainer/Simon Achenrainer (AUT) sind bei den Junioren nicht mehr startberechtigt.

FIL Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn
Umhausen (AUT) 7. – 9. Januar 2022
Umhausen (AUT) 14. – 16. Januar 2022
Vatra Dornei (ROU) 21. – 23. Januar 2022
Deutschnofen (ITA) 28. – 30. Januar 2022
Mariazell (AUT) 18. – 20. Februar 2022
Moskau (RUS) 24. – 26. Februar 2022
Moskau (RUS) 27. Februar 2022 (Eliminator/Finale)

FIL Europameisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn
Laas/Lasa (ITA) 10. – 13. Februar 2022

FIL Junioren-Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn
Winterleiten (AUT) 30. – 31. Dezember 2021
Latzfons (ITA) 5. – 6. Januar 2022
Navis (AUT) 22. – 23. Januar 2022
Umhausen (AUT) 29. – 30. Januar 2022 (Finale)

FIL Junioren-Weltmeisterschaften im Rennrodeln auf Naturbahn
Jaufental/Val di Giovo (ITA) 4. – 6. Februar 2022

FIL Jugendspiele
Kühtai (AUT) 5. – 6. März 2022

Bild: Österreichs heißeseste Eisen in der bevorstehenden Weltcupsaison: Weltmeister Thomas Kammerlander (links) und Weltcup-Titelverteidiger Michael Scheikl.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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