Raceboarder starten mit vier Rennen in acht Tagen in die Saison | Vorschau Damen

Bei den Damen bietet der ÖSV beim Start in den Parallelweltcup an diesem Wochenende in Bannoye das Quartett Julia Dujmovits, Claudia Riegler, Sabine Schöffmann und Daniela Ulbing auf. Für die Burgenländerin Dujmovits, 2014 in Sotschi Olympiasiegerin im Parallelslalom, sind die Rennen in Russland eine erste wichtige Station auf dem Weg zu den Winterspielen im kommenden Februar in Peking.

„Ich habe mein Training sehr intuitiv und ganzheitlich gestaltet und die Zeit genützt, um Körper und Geist auf die bevorstehenden Herausforderungen einzustellen. Die Basis stimmt, jetzt geben die ersten Weltcuprennen den Startschuss für das Finetuning. Im Hinblick auf die Olympischen Spiele ist jedes Rennen wichtig, um Dinge auszuprobieren, Feedback zu bekommen und letztlich die Performance zu steigern. Wer mich kennt, weiß, dass ich im Feinschliff erst so richtig aufgehe. Da ich in der Qualifikation nicht in der Top-Gruppe starte, ist mein erstes Ziel wie in der vergangenen Saison, das Finale der Top 16 zu erreichen. Die Vorfreude ist groß und die innere Ausrichtung passt – es kann endlich losgehen“, ist Dujmovits bereits voller Tatendrang.

Claudia Riegler fühlt sich auf russischem Schnee sehr wohl, wie der dritte Platz der Salzburgerin im Parallelriesentorlauf im Dezember 2019 in Bannoye bewiesen hat. „Ich fahre extrem gerne in Russland, weil die Rennen dort gut aufgezogen sind und das Publikum sehr begeistert ist. Vor zwei Jahren haben mich sogar einige Zuschauer frenetisch angefeuert und sich sehr über meinen dritten Platz gefreut“, erinnert sich Riegler, die eine Änderung beim Material vorgenommen hat. „Ich bin auf drei Zentimeter längere Boards umgestiegen. Das hat im Training sehr gut funktioniert, weil ein längeres Brett ganz einfach laufruhiger ist und mir dadurch mehr Sicherheit gibt, wenn Schläge in der Piste sind“, ergänzt Riegler.

Sabine Schöffmann, die in der Vorsaison wegen einer im November erlittenen Gehirnerschütterung auf die Dezember-Rennen verzichten musste, geht heuer bestens vorbereitet in den Winter. „Im Vorjahr habe ich durch die Verletzung acht Wochen verloren. Im Gegensatz dazu bin ich in diesem Jahr körperlich sehr gut drauf. Vor allem im Parallelriesentorlauf habe ich ein sehr gutes Gefühl und im Training schnelle Bretter herausgetestet. Ich bin ready“, sagt die Kärntnerin, die im vergangenen Februar mit den Plätzen drei (PGS) und vier (PSL) zwei Topresultate in Bannoye herausgefahren ist.

Daniela Ulbing fühlt sich nach einer Vorbereitung bei unterschiedlichsten Bedingungen für die Olympia-Saison gerüstet. „Wir haben bei allen Verhältnissen trainiert – auf harten und weichen Pisten, bei Schneefall und Nebel, aber auch bei strahlendem Sonnenschein. Uns kann daher nichts überraschen“, hält die PSL-Weltmeisterin von 2017 fest. „Ich habe versucht, das gute Gefühl beim Freifahren auch in die Läufe zwischen den Toren zu übertragen, und das ist mir im Training auch gelungen. Ich fühle mich perfekt vorbereitet und freue mich, dass es jetzt endlich losgeht“, so Ulbing.

ÖSV-Aufgebot für die Weltcup-Parallelrennen in Bannoye (RUS):

Damen (4): Julia Dujmovits (B), Claudia Riegler (S), Sabine Schöffmann, Daniela Ulbing (beide K).

Herren (6): Arvid Auner (ST), Aron Juritz, Fabian Obmann, Alexander Payer (alle K), Benjamin Karl (NÖ), Andreas Prommegger (S).

Programm:

Samstag, 11. Dezember 2021 (Parallelriesentorlauf):
05.00 Uhr MEZ: Qualifikation Damen und Herren
09.00 Uhr MEZ: Finale der Top-16-Damen und Top-16-Herren

Sonntag, 12. Dezember 2021 (Parallelslalom):
04.30 Uhr MEZ: Qualifikation Damen und Herren
08.30 Uhr MEZ: Finale der Top-16-Damen und Top-16-Herren

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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