Felix Neureuther: „Der Sport gehört in die Berge.“ – Zitate-Service „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 29. November 2021

Während Österreichs Lieblingsnachbar wenig von den Reformplänen der FIS hält, hebt Hannes Reichelt die Ausgewogenheit des Weltcup-Programms lobend hervor. Und bei der Präsentation der „Beweg dich schlau Championship“ zeigen Initiator Neureuther, Alex Antonitsch und Benjamin Karl die Folgen von Bewegungsmangel bei Kindern auf. Das waren die Highlights von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 29. November 2021.

Moderation: Andreas Gröbl

Die Themen: Formel 1, Rallye, Skisport

Die Gäste: Hannes Reichelt, Felix Neureuther, Alexander Antonitsch, Benjamin Karl, Dr. Stefan Kogler

SKI ALPIN

„Der Mothl ist selten aus der Hocke herausgegangen. Das war für mich faszinierend. Und der Vinc hat mich positiv überrascht. Die Rennen in Beaver Creek werden sicher spannend.“
Hannes Reichelt war über das Abfahrtergebnis in Lake Louise hocherfreut.

„Bei ihr gibt’s kein Limit. Mir gefällt, wie sie Ski fährt. Obwohl sie noch nicht dieses Niveau hat, wie vor dem Schicksalsschlag. hat sie eine wahnsinnig tolle Mittellage. Wenn nichts dazwischen kommt, wird sie den Rekord von Ingemar Stenmark brechen.“
Felix Neureuther outet sich als Fan von Mikaela Shiffrin.

„Als Speedfahrer bist du meistens erst über 30 richtig gut. Da kommt die Erfahrung hinzu, die dich aufs höchste Level bringt. Ich habe aber vermisst, dass man keine Qualifikation gefahren ist, um den Konkurrenzkampf zu wecken. Nur dadurch wird man besser.“
Hannes Reichelt wünscht sich eine interne Ausscheidung vor den Weltcuprennen.

„Der Sport gehört dorthin, wo er zu Hause ist. Das ist in den Bergen und nicht in einem Gebiet, in dem es draußen 40 Grad hat und in der Skihalle minus sieben, um irgendwelche Gelder neu zu generieren.“
Felix Neureuther findet den Gedanken von Weltcuprennen in Dubai absurd.

„Im Zielbereich und an der Strecke müssen die Leute wieder viel näher an den Athleten ran, dass sie ihn spüren können. Wenn die Steilheit und Dynamik des Sports im Fernsehen nicht herüberkommen, musst du es dem Zuschauer vor Ort ermöglichen.“
Felix Neureuther will die Abgrenzungen enger gestalten.

„In der heutigen Zeit gibt es schon viele Techniken wie Kameras am Körper, die man nutzen sollte. So könnte man den Sport besser verkaufen.“
Hannes Reichelt erkennt Reserven in der Übertragungstechnik.

„Es ist gut, dass im Kalender das gleiche Verhältnis zwischen Speed- und Technikrennen geschaffen wurde, damit jeder die Chance hat, den Gesamtweltcup zu gewinnen. Jetzt wird sich derjenige herauskristallisieren, der drei Disziplinen fährt.“
Hannes Reichelt freut sich über die Umgestaltung des Weltcup-Programms.

„Ich glaube nicht, dass die Athleten vor Ort die Spiele so genießen werden, wie es dem Ursprungsgedanken von Olympia entspricht. Das ist sehr schade, weil diese vielen Außengeräusche, das eigentlich Positive an Olympischen Spielen, den Athleten genommen wird.“
Felix Neureuther deklariert sich als Gegner von Olympiavergaben an marktferne Länder.

SERVUSTV-INITIATIVE

„In diesem Alter entwickelt sich das Gehirn bei Kindern wahnsinnig schnell. Da saugen sie alles auf. Daher ist es so wichtig, dass sie sich richtig bewegen. Was sie da machen, nehmen sie ihr ganzes Leben lang mit.“
Felix Neureuther hat spezielle Trainingsmethoden für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren entwickelt.

„Beim Purzelbaum musst du aufpassen, dass sie keine Gehirnerschütterung bekommen. Es ist dramatisch. Inaktive Kinder werden inaktive Eltern. Das Problem haben wir schon jetzt. Nur vier von zehn Erwachsenen bewegen sich ausreichend, und nur zwei von zehn Kindern.“
Alexander Antonitsch über seine jüngsten Erfahrungen mit Kindern.

„Es fängt schon am Schulweg an. Es gibt ganz viele Unfälle vor der Schule, weil die Leute die Kinder mit den Autos zusammenführen.“
Benjamin Karl versteht nicht, warum Kinder in die Schule geführt werden.

„Wir haben schon viele Kinder mit Erwachsenenkrankheiten, was man sich vor 10, 20 Jahren noch nicht vorstellen konnte. Zum Beispiel Fünjährige mit Fettleber. “
Dr. Stefan Kogler über den Gesundheitszustand der Kinder.

„Für Religion und fürs Basteln kommt der Experte in die Schule, für den Körper und die Bewegung aber nicht.“
Alexander Antonitsch sieht die Pädagogen allein gelassen.

„Die meisten bleiben deshalb auf der Strecke, weil die Kinder schnell zu den großen Vereinen gezogen werden und die Professionalisierung zu früh stattfindet.“
Felix Neureuther übt Kritik an den Druck, dem Kinder ausgesetzt werden.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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