LR Steinkellner: 1. Abschnitt der Umfahrung Peilstein vor erstem Schneefall fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben

Neue Umfahrung schafft mehr Verkehrssicherheit und mehr Lebensqualität für Anwohner/innen

Die B38 Böhmerwaldstraße ist eine wichtige Verkehrsverbindung für das Mühlviertel und verläuft derzeit mitten durch das Ortsgebiet von Peilstein. Auf Grund zahlreicher unübersichtlicher Engstellen und Steigungen von bis zu 12% entspricht die bestehende B38 nicht mehr den Anforderungen an eine überregionale Straßenverbindung. Deshalb wurde eine Umfahrung von Peilstein geplant. „Ende 2020 konnten wir mit der Bauumsetzung beginnen. Trotz turbulenter Pandemiesituation ist es gelungen, das Baulos konsequent und gezielt voranzutreiben und umzusetzen. Noch vor dem Wintereinbruch und rechtzeig vor schweren Schneefällen bin ich stolz, die Umfahrung für den Verkehr freigeben zu können“, betont Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Die offizielle Verkehrsfreigabe mit Dipl.-Ing. Christian Dick, Bgm. a.D. Walter Pfleger, Bürgermeister Felix Grubich, Bezirkshauptfrau Dr. Wilbirg Mitterlehner, Landesrat Mag. Günther Steinkellner, Bgm. a.D. Franz Lindinger, LAbg. Stefanie Hoffmann.
Foto: Land OÖ / Daniel Kauder

Die Planungsgeschichte und die ersten Trassenentwürfe für die Umfahrung Peilstein reichen schon bis in die 80er Jahre zurück. Bereits im September 1988 wurde vom damals für die Landesstraßen noch zuständigen Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten der Landeshauptmann von OÖ ermächtigt, auf Basis der Vorstudie 1987 für den Abschnitt Öpping – Kollerschlag, die Ausbauplanungen für die B38 Böhmerwaldstraße in Angriff zu nehmen. Die Trassenführung entsprach schon im Jahr 1987 im Wesentlichen jener Trassenlage, die im Jahr 2015 durch Beschluss der Landesregierung verordnet wurde. Der offizielle Baustart erfolgte 2020.

Die alte Straßenverbindung durch das Ortsgebiet von Peilstein hatte Steigungsabschnitte von bis zu 12%. Aus diesem Grund kam es vor allem im Winter immer wieder zu größeren Behinderungen durch hängengebliebene LKWs. Ergänzend kommt hinzu, dass die Fahrbahn der B38 sehr schmal und unübersichtlich ist, sodass abschnittsweise keine Begegnung von LKW möglich war. Um diese Problemstellen umfänglich eliminieren zu können, wurde im 1. Abschnitt eine Umfahrung im Norden des Ortes Peilstein (beginnend an der L1551 Hinterschlager Straße bis zur B38 am Ortsende Richtung Kollerschlag) realisiert. Am Baulosanfang des 1. Abschnittes schließt dann der 2. Abschnitt (Verlegung der L1551 ab der bestehenden Mühlbrücke der B38 an den Randbereich des großen Betriebsareals und entlang der der kleinen Mühl) an. Die angedachte Verlegung der L1551 hinter das Betriebsareal und Auflassung des Bestands wird dort ein Zusammenwachsen ermöglichen. Um die Schulweg- und Fußgängersicherheit zu erhöhen, wurden auch begleitende Gehsteige an der L1552 Ulrichsberger Straße sowie darüber hinaus eine beleuchtete Fußgängerunterführung zur gefahrlosen Querung der Umfahrung Peilstein errichtet.

Daten und Fakten

Gemeinden:               Peilstein im Mühlkreis

Bezirk:                        Rohrbach

Bauloslänge:   ca. 1,9 km

Verkehrsdaten:           3.040 Kfz/24h, 10 % LKW-Verkehr (im Jahr 2035 umlagerbar)

Errichtungskosten:     ca. 7,9 Mio. Euro, davon 385.000 Euro für die Fußgängerunterführung

Luftaufnahme: Die neue Umfahrung um Peilstein.
Foto: Land OÖ / Direktion Straßenbau und Verkehr

„Endlich ist ein Projekt, getragen von allen Parteien der Marktgemeinde Peilstein, zum Abschluss gekommen. Die Verkehrsberuhigung des Ortskerns ist ein wichtiger Schritt zu mehr Lebensqualität im Zentrum!“, so Peilsteins Bürgermeister Felix Grubich.

„Die Historie der Umfahrung Peilstein reicht über 30 Jahre in die Vergangenheit zurück. Es freut mich, dass mit dem fertiggestellten 1.Abschnitt Entlastungsmaßnahmen für die ansässigen Bewohnerinnen und Bewohner geschafft wurden. Alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie Anrainerinnen und Anrainer profitieren von dieser neuen und leistungsfähigen Mobilitätslösung. Liegengebliebene LKW gehören auch bei Schnee und Eis zukünftig der Vergangenheit an. Mit dieser für den ganzen Bezirk Rohrbach wichtigen Bauleistung erfolgte nicht nur eine heimische Wertschöpfung und ein wichtiger Wirtschaftsimpuls, sondern es wurden auch neue Maßstäbe im Bereich des Umweltschutzes gesetzt“, so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner abschließend über die Verkehrsfreigabe des ersten Bauabschnitts.

Quelle: Landeskorrespondenz Oberösterreich

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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