Eishockey: Red Bulls spielen am Wochenende gegen die Liga-Topteams

Nach dem gestrigen knappen Ausschneiden aus dem Playoff der Champions Hockey League heißt es für den EC Red Bull Salzburg nun sofort wieder auf die heimische Liga fokussieren. Im Grunddurchgang der bet-at-home ICE Hockey League geht es morgen, Freitag, mit dem Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten Hydro Fehérvár AV19 weiter (19:15 Uhr), am Sonntag folgt zuhause die erste Heim-Begegnung mit Tabellenführer HK SŽ Olimpija Ljubljana (16:30 Uhr, gratis Livestream).

Die Enttäuschung war groß nach dem gestrigen Ausscheiden der Red Bulls aus dem CHL Playoff-Achtelfinale. Zwar gewannen die Salzburger das Rückspiel gegen die Rouen Dragons nach starkem Spiel mit 3:1, aber der späte Gegentreffer der Franzosen ließ die Aufstiegsträume der Red Bulls, die vor einer Woche in Rouen mit 0:3 unterlagen, jäh platzen. Abhaken, draus lernen, neue Ziele angehen; es bleibt kaum Zeit, viel drüber nachzudenken, denn schon heute Nachmittag sitzt die Mannschaft von Head Coach Matt McIlvane im Bus nach Ungarn, wo morgen das erste von zwei schweren Wochenendspielen auf dem Programm steht.

Die Red Bulls haben in der ICE Hockey League die letzten vier Spiele gewonnen und wollen dort morgen anknüpfen. In Ungarn ist es aber immer besonders schwer, wie die Salzburger noch aus zwei Niederlagen vom Dezember letzten Jahres wissen. Den ersten Saisonvergleich mit Székesfehérvár gewannen die Red Bulls am 2. Oktober zuhause mit 3:0 – es war zugleich das Shutout-Debüt von Goalie Atte Tolvanen –, doch seitdem haben sich die Ungarn kontinuierlich gesteigert und halten mit 12 Siegen und 7 Niederlagen den zweiten Tabellenplatz vor den Drittplatzierten Red Bulls mit 14 Siegen und 7 Niederlagen (Salzburg hat zwei Spiele mehr absolviert).

Salzburgs Florian Baltram mit ein wenig Abstand zum gestrigen Spiel: „Natürlich sind wir noch enttäuscht, weil wir uns eine gute Möglichkeit gegeben haben, um aufzusteigen. Aber wenn man ehrlich ist, haben wir es uns selbst schwergemacht mit dem Hinspiel in Rouen, da hätten wir einfach kollektiv besser auftreten und ein besseres Spiel machen müssen.“

Der 24-jährige Stürmer blickt aber schon wieder zuversichtlich nach vorn und ist besonders motiviert, bestreitet er doch morgen in Ungarn sein 300. Ligaspiel. „Die Champions League ist vorbei und es hilft nichts mehr, darüber nachzudenken. Wir haben gesehen, dass jedes Spiel zählt und das ist auch in der Meisterschaft so. In Ungarn ist es nicht leicht zu bestehen, Fehérvár ist v.a. offensiv sehr stark. Aber wenn wir unser bestes Spiel abliefern, bin ich guter Dinge, dass wir drei Punkte mitnehmen können.“ Angesprochen auf das bevorstehende Jubiläum sagt der Niederösterreicher: „Natürlich bin ich ein bisschen stolz darauf, 300 Spiele für einen österreichischen Top-Verein zu spielen [alle Spiele mit den Red Bulls, Anm.]. Hoffentlich werden es noch viele mehr, ich fühle mich hier sehr wohl und freue mich darauf.“

Auch Jung-Stürmer Danjo Leonhardt freut sich, nach überstandener Krankheit dem Team wieder helfen zu können. Weiterhin rekonvaleszent verhindert sind JP Lamoureux, Peter Hochkofler, Mario Huber, Aljaž Predan, Jakub Borzecki und Vincent LoVerde. Nicolas Wieser trainiert schon wieder mit der Mannschaft, Backup für Atte Tolvanen morgen in Ungarn ist aber wieder Alois Schultes.

Foto: EC Red Bull Salzburg/GEPA

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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